Nahost-Konflikt: Saudi-Arabien kündigt Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt an

Teheran - Nach Beginn der neuen Angriffe des US-Militärs gegen Ziele im Iran haben örtliche Medien in der Nacht Explosionen im Süden des Landes gemeldet.

Erstmals seit fast einer Woche hat die US-Armee nach eigenen Angaben wieder Ziele im Iran angegriffen. (Archivfoto)  © Ammar Ammar / AFP

Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete über Angriffe auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Provinz Buschehr.

Das US-Militär hatte mitgeteilt, mit neuen Angriffen begonnen zu haben, ohne Angabe zu Zielen. Sie seien eine "entschlossene Antwort" auf versuchte iranische Angriffe auf US-Truppen im Nahen Osten.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bereits mit Vergeltung gedroht.

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Der iranische Rundfunk hatte eine Stellungnahme der Revolutionsgarden verbreitet, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte teilten mit, es seien fünf Raketen abgefangen worden.

Die Angriffe aus dem Iran waren zu einem Zeitpunkt erfolgt, nachdem die USA ihre eigenen tagelangen Angriffe auf den Iran gerade erst pausiert hatten.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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30. Juli, 20.40 Uhr: Saudi-Arabien kündigt Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt an

Saudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab angekündigt.

Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium am Donnerstagabend nach einem Treffen zur Allianz in Riad mit.

Die Ankündigung folgt auf Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen vergangene Woche gegen saudische Schiffe. Die Miliz hatte Handelsschiffe im Roten Meer aber schon ab 2023 massiv attackiert. Daraufhin wurde zum Schutz der Schifffahrt bereits die EU-geführte Mission Aspides ins Leben gerufen und der US-geführte Einsatz Prosperity Guardian.

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Saudi-Arabien wehrt sich gegen die Angriffe im Roten Meer.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

30. Juli, 15.08 Uhr: Offenbar Fortschritte bei Gesprächen über Hamas-Entwaffnung

Bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen soll es Fortschritte gegeben haben.

Dies bestätigten auch Hamas-Kreise. Eine offizielle Stellungnahme könnte demnach bis Freitag veröffentlicht werden. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten über entsprechende Fortschritte. Dafür gab es von israelischer Seite und auch von den Vermittlern noch keine offizielle Bestätigung.

Wie lange ist die islamistische Terrororganisation Hamas noch bewaffnet?  © Abed Rahim Khatib/dpa

30. Juli, 10.58 Uhr: Ein Toter in Kuwait nach iranischem Angriff

Bei einem iranischen Angriff auf ein Gebäude eines chinesischen Unternehmens im Norden des Golfstaats Kuwait ist nach Regierungsangaben ein Arbeiter getötet worden.

Das Gebäude sei zudem erheblich beschädigt worden, teilten die kuwaitischen Streitkräfte unter Berufung auf das Verteidigungsministerium mit. Die zuständigen Behörden hätten unmittelbar nach dem Vorfall mit den notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der Lage begonnen, hieß es in der Mitteilung.

Kuwait hat erneut einen iranischen Angriff mit schweren Folgen gemeldet. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

30. Juli, 6.12 Uhr: US-Militär beendet Angriffswelle gegen Iran

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele im Iran "erfolgreich" beendet.

Es seien unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen (MESZ) auf der Plattform X mit.

Die "schwere" Angriffswelle sei eine Antwort auf die am Vortag versuchten Raketenangriffe des Irans auf US-Truppen in der Region gewesen, hieß es.

Die Gegenangriffe des US-Militärs seien erfolgreich gewesen. (Symbolfoto)  © Mc3 Janae Chambers/U.S. Navy/Zuma Press/dpa

29. Juli, 20.02 Uhr: Proiranische Milizen im Irak drohen mit Vergeltung

Iran-nahe Milizen im Irak haben nach den jüngsten Angriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Stellungen der schiitischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit Vergeltung gedroht.

Eine Reaktion gegen die USA sei "unvermeidlich", teilte die proiranische Gruppierung "Islamischer Widerstand im Irak" mit. Sie könne sich unter Umständen auch gegen deren "Instrumente in Saudi-Arabien" richten.

Kämpfer von Milizen im Irak, die vom Iran unterstützt werden, bekannt als die "Popular Mobilization Forces", schwenken irakische Flaggen.  © nmar Khalil/AP/dpa

29. Juli, 15.59 Uhr: Bagdad verurteilt Luftangriffe auf irakisches Territorium

Die irakische Präsidentschaft hat die Angriffe auf Iran-treue Milizen im Land scharf verurteilt.

Die Bombardierungen seien ein inakzeptabler Angriff und ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität des Irak, erklärte das Präsidialamt auf X. Zudem richteten sie sich gegen offizielle Sicherheitsinstitutionen des Landes und verstießen gegen das Völkerrecht.

Beschädigte Gebäude am Ort eines Luftangriffs auf einen Stützpunkt der "Popular Mobilization Forces" in Mossul, Irak.  © Farid Abdulwahed/AP/dpa

29. Juli, 15.57 Uhr: Erneut Drohnenangriffe im nordirakischen Erbil gemeldet

Im Nordirak hat es lokalen Angaben zufolge erneut Drohnenangriffe auf Stellungen iranisch-kurdischer Oppositionsgruppen gegeben. Die Demokratische Partei Kurdistan-Iran (PDKI) teilte mit, innerhalb weniger Tage zweimal Ziel von Drohnenangriffen geworden zu sein. Der jüngste Angriff erfolgte demnach am Mittag.

Es habe keine Verletzten gegeben. Es seien lediglich Gras- und Weideflächen in Brand geraten. Die Partei äußerte sich zunächst nicht dazu, wer für die Angriffe verantwortlich ist.

29. Juli, 15.55 Uhr: Trump kündigt nach neuer iranischer Attacke Vergeltung an

Nach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump (80) Vergeltung angekündigt.

"Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen", zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat dem Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, wobei auf seine teils martialischen Worte nicht immer Taten folgten.

US-Präsident Donald Trump (80) will Vergeltung. Ob sie kommt, bleibt abzuwarten.  © Alex Brandon/AP Pool/dpa

29. Juli, 14.50 Uhr: Laut Israel erstmals seit neuer Waffenruhe Hisbollah-Drohnenangriff

Die libanesische Hisbollah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert.

Zuletzt hatte die vom Iran unterstützte Miliz solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.

Israelische Soldaten fahren im Südlibanon, vom Norden Israels aus gesehen.  © Ariel Schalit/AP/dpa

29. Juli, 14.37 Uhr: Erneut viele Tote bei Anti-Terrormission in Pakistan

Pakistanische Streitkräfte haben in einer laufenden Anti-Terrormission im Westen des Landes nach eigenen Angaben erneut viele Mitglieder von Terrororganisationen eliminiert.

In den Grenzgebieten zum Nachbarland Afghanistan seien zuletzt 32 Terroristen getötet worden, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

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