Nahost-Konflikt: Schiff vor der Küste der Emirate von Geschoss getroffen und in Brand geraten

Nahost - Seit einem Jahr gilt im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, doch Frieden ist nicht in Sicht.

Die Lage im Gazastreifen ist weiterhin prekär.  © Bilal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Ein von den USA vorangetriebener Plan zur Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas stagniert. Im Gazastreifen leben die Menschen derweil weiter unter prekären Bedingungen.

Israels Militär sagt, bei den jüngsten Angriffen gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder ins Visier zu nehmen. Oftmals handelt es sich um Beteiligte am Hamas-Terrorüberfall am 7. Oktober 2023.

Israel will alle noch verbliebenen 2000 Beteiligten töten. Insgesamt sollen am Tag des Massakers rund 5000 bis 6000 Terroristen nach Israel eingedrungen sein.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

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9. Oktober, 20.46 Uhr: Schiff vor der Küste der Emirate von Geschoss getroffen und in Brand geraten

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Schiff nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO von einem Geschoss getroffen worden und in Brand geraten.

Das Feuer sei gelöscht worden, teilte die Behörde am Freitag unter Verweis auf entsprechende Meldungen mit. Angaben zu möglichen Opfern lägen noch nicht vor. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe der vom Iran blockierten Straße von Hormus.

Laut UKMTO war das Ausmaß der Schäden und Schicksal der Besatzung vorerst unklar. Auch zu möglichen Auswirkungen auf die Umwelt lägen noch keine Informationen vor. Der Behörde zufolge wurde das Schiff 13 Seemeilen vor Al-Dschasira Al-Hamra in den Vereinigten Arabischen Emiraten südwestlich der Straße von Hormus angegriffen.

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Nach britischen Angaben ist ein Schiff vor der Küste der Emirate von einem Geschoss getroffen worden. (Symbolfoto)  © Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP/dpa

9. Oktober, 16.38 Uhr: Wieder Siedlergewalt im Westjordanland

Im Westjordanland hat es erneut gewaltsame Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser gegeben.

Palästinensische und israelische Medien berichteten von einem Vorfall, bei dem Siedler einen Mann und dessen Kind in der Nähe von Ramallah angriffen. In den Medien verbreitete Aufnahmen zeigen, wie die Siedler in zwei Autos zunächst dem palästinensischen Wagen den Weg abschneiden und anschließend mit Stöcken auf den Vater losgehen. Zu sehen ist auch, wie der Mann und sein Sohn fliehen.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, die Siedler hätten anschließend den Wagen gestohlen. Israels Armee sagte auf Anfrage, Soldaten hätten israelische Randalierer aus der von Palästinensern bewohnten Gegend gebracht. Zu dem Vorfall werde nun ermittelt und nach den Verdächtigen gesucht.

Wieder kam es zu Siedlergewalt im Westjordanland. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

9. Oktober, 16.31 Uhr: Pakistan hat "erhebliche" Anzahl von Soldaten in Saudi-Arabien stationiert

Pakistan hat eigenen Angaben zufolge eine "erhebliche" Anzahl von Soldaten im von der jemenitischen Huthi-Miliz angegriffenen Saudi-Arabien stationiert.

Die Truppen würden "nicht die Grenzen der anderen Seite für einen Angriff auf die Huthis überschreiten, aber natürlich handeln, um das Territorium zu verteidigen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Islamabad am Freitag. Er wollte sich aber nicht darüber äußern, ob die Zahl der Soldaten im Rahmen eines unlängst geschlossenen Verteidigungsabkommens gestiegen ist.

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das Verteidigungsabkommen Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und dessen Folgen geschlossen. Im Falle eines Angriffs auf eines der drei Mitglieder sind die übrigen verpflichtet, diesem militärisch beizustehen.

9. Oktober, 15.20 Uhr: Irans Präsident sieht Frieden nur "ohne Druck und Drohungen" erreichbar

Eine Friedenslösung im Iran-Krieg kann nach den Worten des iranischen Präsidenten Masud Peseschkian (72) nur ohne "Druck und Drohungen" erzielt werden.

"Verhandlungen im Schatten von Gewalt sind keine Verhandlungen, sondern Auferlegung und Zwang", sagte Peseschkian am Freitag in einer Rede in Turkmenistan. Ein Dialog könne nur Erfolg haben, wenn er "auf gegenseitigem Respekt und gegenseitigen Verpflichtungen beruht und ohne Druck oder Drohungen" stattfinde, so Peseschkian beim Gipfel der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Aschchabat.

US-Präsident Donald Trump (80) hatte zuvor verkündet, die USA planten vor den US-Kongresswahlen Anfang November keine neuen Angriffe auf den Iran. Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen.

Irans Präsident Masud Peseschkian (72) sieht einen Frieden nur "ohne Druck und Drohungen" erreichbar.  © Shadati/XinHua/dpa

8. Oktober, 21.27 Uhr: Lufthansa setzt Flüge nach Riad vorübergehend aus

Die Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt Riad vorübergehend aus. Die Verbindungen würden bis einschließlich 16. Oktober gestrichen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Hintergrund seien die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten. 

Die Huthi-Miliz hatte erneut einen Angriff auf den Flughafen King Chalid in Riad für sich reklamiert. Nach Angaben ihres Militärsprechers Jahja Sari feuerte die Miliz eine ballistische Rakete auf den Flughafen ab. Saudi-Arabien teilte mit, mehrere Geschosse seien abgefangen worden. Augenzeugen berichteten von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad.

Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. Die vom Iran unterstützten Huthi warnten zudem davor, dass alle Ölanlagen in Saudi-Arabien Ziele ihrer Angriffe werden könnten, und riefen Fluggesellschaften erneut dazu auf, Flüge nach Saudi-Arabien einzustellen.

Nach Angriffen auf den Flughafen in Riad streicht die Lufthansa alle Verbindungen dorthin. Die Huthi-Miliz droht mit weiteren Attacken auf saudische Ziele.  © Boris Roessler/dpa

8. Oktober, 18.43 Uhr: Trump will bis zu Midterms keine Angriffe auf Iran starten

Nach Medienberichten über mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat US-Präsident Donald Trump (80) eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert.

"Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. 

Die US-Regierung führe unterdessen "konstruktive Gespräche" mit Teheran, schrieb Trump weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.

Donald Trump (80) will bis November keine Angriffe auf den Iran durchführen.  © Alex Brandon/AP/dpa

8. Oktober, 16.10 Uhr: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran

In ihrem festgefahrenen Krieg im Nahen Osten erwägt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump neue Angriffe auf Ziele im Iran. Dabei könnten größere Militäreinsätze in den kommenden Wochen noch vor den wichtigen US-Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal "Axios" und der US-Sender NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Entscheidung darüber sei allerdings bislang nicht gefallen.

Die Gespräche über mögliche neue Angriffe seien bereits vor einigen Tagen geführt worden. Laut NBC News hatten Mitglieder von Trumps Team für die nationale Sicherheit vergangene Woche bei einem Treffen in Camp David (US-Bundesstaat Maryland) über die weitere Strategie mit Blick auf den Iran und die Huthi-Miliz im Jemen diskutiert. Das Militär habe daraufhin neue Optionen für das weitere Vorgehen im Iran vorbereitet, die Trump prüfen sollte. 

"Axios" berichtete unterdessen unter Berufung auf Insider, dass im Falle einer Wiederaufnahme größerer Militäreinsätze diese "voraussichtlich massive Bombardierungen iranischer Energie-, Infrastruktur- und Nuklearanlagen" umfassen würden. 

Seit Wochen gibt es im Krieg der USA gegen den Iran keine sichtbaren Fortschritte. Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen könnte US-Präsident Trump die Situation noch einmal eskalieren lassen.  © Patrick Semansky/AP/dpa

8. Oktober, 16.03 Uhr: Huthi greifen erneut in Saudi-Arabien an

Der Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen droht weiter zu eskalieren. Die Huthi-Miliz reklamierte erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für sich. Der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari, sagte, die Miliz habe eine ballistische Rakete auf den Flughafen King Chalid in Riad abgefeuert.

Nach Angaben aus Saudi-Arabien wurden mehrere Geschosse abgewehrt. Zwei auf Riad abgefeuerte Raketen und eine weitere auf Chamis Muschait im Südwesten des Landes seien abgefangen worden, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad.

Der saudische Zivilschutz meldete, dass durch herabfallende Trümmerteile Sachschäden an einem Kindergarten und einem Klinikkomplex in Riad entstanden seien. Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. 

nhänger der Houthis tragen ihre Gewehre bei einer Kundgebung.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

8. Oktober, 15.27 Uhr: US-Verhandlungsposition wird laut Iran derzeit geprüft

Im Ringen um eine Beilegung des Konflikts zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten prüft die Regierung in Teheran nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit eine Antwort aus den USA.

Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen antworten, schrieb Araghtschi auf seinem Telegramkanal.

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA gelten seit Monaten als festgefahren. Laut Medienberichten hatte der Iran der US-Regierung einen Plan vorgelegt, wonach die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien. Dies habe Araghtschi am Rande der UN-Woche in New York gesagt, berichtete damals etwa die britische "Financial Times".

8. Oktober, 14.19 Uhr: Berichte über mögliche neue US-Angriffe im Iran - Ölpreis legt kräftig zu

US-Medienberichte über etwaige neue Angriffe im Iran haben den Ölpreis deutlich in die Höhe getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Donnerstag auf 105,46 Dollar und legte damit um mehr als fünf Prozent zu. Die US-Sorte WTI notierte bei 92,82 Dollar je Barrel - ebenfalls ein Anstieg um mehr als fünf Prozent.

Hintergrund sind Berichte von US-Medien, wonach die Regierung in Washington noch vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Dies könnte weitere Versorgungsengpässe zur Folge haben.

Das Magazin "The Atlantic" berichtete auf seiner Website unter Berufung auf Regierungsvertreter, dass das Weiße Haus das Pentagon gebeten habe, "Optionen für Luftangriffe auf iranische Ziele auszuarbeiten, die noch vor den Zwischenwahlen umgesetzt werden könnten".

Das Nachrichtenportal Axios ergänzte, dass eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei - falls groß angelegte Kampfhandlungen wieder aufgenommen würden, müssten diese jedoch "massive Bombardements der iranischen Energie- und Nuklearinfrastruktur beinhalten".

US-Medienberichte über etwaige neue Angriffe im Iran haben den Ölpreis deutlich in die Höhe getrieben.  © Katharina Kausche/dpa

8. Oktober, 11.22 Uhr: Neue Explosionen in Riad zu hören

Inmitten einer Welle von Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind in der Hauptstadt Riad am Donnerstagmittag abermals Explosionen zu hören gewesen.

Diplomaten sagten der Nachrichtenagentur AFP, sie seien angewiesen worden, sich in Schutzräume zu begeben. Bereits am Morgen und am Mittwoch hatten die vom Iran unterstützen Huthis Flughäfen in dem Königreich angegriffen.

Nach Angaben von Bewohnern der Hauptstadt wurden auch an internationalen Schulen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, mindestens eine Einrichtung schickte die Kindern in den Keller in Sicherheit. Aus dem Geschäftszentrum Riads berichteten zwei Angestellte, einige Unternehmen würden ihre Belegschaft aus dem Bezirk abziehen.

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