Nahost-Konflikt: Schiff vor Jemens Küste mit Seedrohne angegriffen

Teheran - Während US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden.

US-Präsident Trump (80) will endlich ein Abkommen mit dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Vor der Küste des Omans traf ein "unbekanntes Geschoss" den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte.

Laut Trump geht es in laufenden Gesprächen um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt. Diplomatische Gespräche mit dem Iran bezeichnete Trump als "letzte Chance".

Angesichts der festgefahrenen Lage im Iran-Krieg baut der US-Präsident damit die nächste Drohkulisse auf. "Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen", sagte er mit Blick auf den Iran. In der Vergangenheit hatte die US-Regierung immer wieder Drohungen ausgesprochen, sie aber nicht immer wahr gemacht.

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4. August, 19.18 Uhr: Schiff vor Jemens Küste mit Seedrohne angegriffen

Vor Jemens Küste ist lokalen Angaben zufolge ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden.

Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung im Jemen. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden.

Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der "Faize Noore Oliya" geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Es habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus "iranischer Herstellung". 

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Vor Jemens Küste soll ein Frachtschiff mit einer Seedrohne attackiert worden sein. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

4. August, 15.32 Uhr: Bessent sieht Chance für Iran-Deal zu Hormus am Dienstag oder Mittwoch

US-Finanzminister Scott Bessent (63) hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für Dienstag oder Mittwoch in Aussicht gestellt.

"Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC.

Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) rechnet mit einem zeitnahen Iran-Deal zur Öffnung der Straße von Hormus.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

4. August, 6.07 Uhr: Tunnel als Teil der Hisbollah-Militärstruktur

Die Hisbollah hat über Jahrzehnte eine unterirdische Militärstruktur aufgebaut, die Israel als Bedrohung betrachtet.

Das Tunnelnetzwerk der vom Iran unterstützten Organisation umfasst nach Einschätzung von Beobachtern und Experten Kommandozentren, Waffenlager, Abschusspositionen, Versorgungskorridore und geschützte Verbindungen, die Kämpfern Bewegungen unter der Erde ermöglichen.

Die Tunnel seien ein "äußerst wichtiger" Bestandteil der militärischen Infrastruktur der Hisbollah, sagte der Libanon-Experte Nicolas Blanford von der Denkfabrik Atlantic Council in Washington der Deutschen Presse-Agentur.

4. August, 6.06 Uhr: Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Inmitten anhaltender Spannungen kommen heute erneut israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom zusammen.

Dabei geht es um die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Das unterirdische Tunnelsystem der libanesischen Hisbollah soll dabei nach Angaben von libanesischen Regierungskreisen ein zentrales Thema sein.

Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hat das israelische Militär erst am Wochenende eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe im Juni durchgeführt. In mehreren Orten habe es Sprengungen und gezielte Zerstörung gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.

4. August, 6.04 Uhr: Nach Trump-Drohung - Angriff auf Schiff in Straße von Hormus

Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden.

Vor der Küste des Omans traf ein "unbekanntes Geschoss" den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte.

Laut Trump geht es in laufenden Gesprächen um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt. Diplomatische Gespräche mit dem Iran bezeichnete Trump als "letzte Chance".

Trump droht erst mit heftigen Angriffen gegen den Iran und verkündet dann, sie wegen laufender Gespräche zurückzuhalten. (Archivbild)  © Alex Brandon/AP/dpa

4. August, 6.03 Uhr: Vermittlerstaaten verurteilen Israels jüngste Angriffe im Gazastreifen

Die Vermittlerstaaten im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen haben die jüngsten Angriffe Israels in dem abgeriegelten Gebiet scharf verurteilt.

In einer in der Nacht veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Katars, Ägyptens und der Türkei hieß es, "diese Verstöße" gefährdeten den Weg zur Deeskalation und verschärften das Leid der Zivilbevölkerung. Israel müsse seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht nachkommen und die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben.

Die Vermittler forderten erneut einen umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung, medizinischer Einrichtungen und von Helfern. Ferner müsse die Lieferung humanitärer Hilfe und von medizinischen Gütern im gesamten Gazastreifen gewährleistet sein.

3. August, 20.49 Uhr: Trump spricht von "letzter Chance" für Teheran

US-Präsident Donald Trump (80) hat neue Gespräche mit dem Iran als "letzte Chance" für Teheran bezeichnet. Man befände sich in Gesprächen - und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass diverse Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. "Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen", sagte er mit Blick auf den Iran.

Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die "Denuklearisierung" des Irans gehen - das werde länger dauern, räumte Trump ein.

US-Präsident Donald Trump (80) gibt dem Iran zum xten Mal eine letzte Chance.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. August, 17.21 Uhr: Israel weigert sich, Gaza-Truppen abzuziehen und lehnt Ende von Angriffen ab

Israel lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp von Angriffen in dem Gebiet gegenwärtig ab. "Israel wird sich nicht von der derzeitigen Linie im Gazastreifen zurückziehen und weiterhin jede Bedrohung für unsere Bürger und Soldaten vereiteln", teilte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter mit.

Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht.

Gaza-Stadt: Im Stadtteil Shujaiya sind gelbe Betonblöcke zu sehen, nachdem israelische Truppen in das Gebiet vorgedrungen waren. (Archivbild)  © Bilal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

3. August, 16.34 Uhr: Herzog lobt Gaza-Initiative

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) hat die jüngste Initiative des von US-Präsident Donald Trump (80) gegründeten Friedensrats gelobt, den Gaza-Friedensplan voranzutreiben.

"Ich sehe viele positive Aspekte in den Bemühungen des Friedensgremiums", sagte er laut Angaben seines Büros. Zugleich bekräftigte er die Notwendigkeit, dass die Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt, als Voraussetzung für weitere Fortschritte.

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) findet lobende Worte für Trump.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

3. August, 10.29 Uhr: Iran vollstreckt erneut Todesurteile wegen mutmaßlicher Spionage

Im Iran sind zwei weitere Männer wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet worden.

Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan sollen sie während der militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel Koordinaten und Fotos sensibler Militär- und Sicherheitsstandorte an "mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundene Kanäle" weitergegeben haben. Dabei soll es sich den Angaben zufolge um ein nicht näher bezeichnetes internationales Satellitennetzwerk handeln. Weiter hieß es, der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt.

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