Nahost-Konflikt: Schifffahrt in Straße von Hormus massiv gestört

Teheran - Israel weigert sich libanesischen Angaben zufolge, seine Truppen aus weiteren Gebieten im Süden des Libanon abzuziehen, so lange die libanesische Armee nicht die volle Kontrolle über die beiden ersten "Pilotzonen" hat.

Israelische Soldaten im Südlibanon.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des libanesischen Präsidialamtes nach Gesprächen zwischen beiden Ländern am Donnerstag.

Die siebte Verhandlungsrunde zur Beendigung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon hatten in dieser Woche unter US-Vermittlung in Rom stattgefunden.

Aus libanesischen Kreisen erfuhr AFP, dass die Gespräche "keine endgültigen Ergebnisse hinsichtlich der Pilotzonen gebracht hätten". Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte AFP, die Gespräche seien "produktiv" gewesen.Beide Seiten seien sich mit Blick auf die Ausweitung der Pilotzonen "deutlich näher gekommen".

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7. August, 11.25 Uhr: Schifffahrt in Straße von Hormus massiv gestört

Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus weiterhin stark gestört. Am Donnerstag hätten lediglich acht Schiffe die Meerenge passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Etwa 13 Schiffe sind demnach im Schnitt in der vergangenen Woche durch den Engpass zwischen den Küsten des Irans und Omans gefahren.

Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung.

Aber nach dem Zusammenbrechen der Vereinbarung und neuerlicher Blockaden hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine auf der Plattform X. "Dieser Rückgang hat einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni zu verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht".

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Derzeit fahren kaum Schiffe durch die Meerenge.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

7. August, 6.13 Uhr: Verletzte bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind nach Militärangaben elf Zivilisten verletzt worden.

Unter ihnen sei auch ein vierjähriges Kind, hieß es in einer am Freitag von der amtlichen Nachrichtenagentur verbreiteten Erklärung. Die Huthi-Angriffe seien am späten Donnerstagabend in der Region Nadschran erfolgt, die an der Grenze zum Jemen liegt.

Die Angriffe erfolgten nur kurz nach einer massiven Zuspitzung der Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und den Regierungstruppen im Jemen. Bei Huthi-Angriffen mit Drohnen und Raketen auf Regierungskräfte wurden dabei nach Angaben der Armee mindestens 58 Menschen getötet. Es handelte sich um den Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren.

6. August, 18.54 Uhr: Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen

Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. 

Die Huthi teilten mit, sie hätten "Hunderte" mit Saudi-Arabien verbündete Kämpfer getötet oder verletzt. Zudem hätten sie mehrere Truppen- und Waffenlager zerstört und verbrannt. Weitere Hinweise auf einen solch großen Angriff aus anderen Quellen gab es zunächst nicht. 

Bei Huthi-Angriffen im Jemen sind mehrere Menschen zu Tode gekommen. (Symbolfoto)  © Nariman El-Mofty/AP/dpa

6. August, 12.15 Uhr: Israel bestätigt Tod zweier Soldaten im Libanon

Die israelische Armee hat heute den Tod zweier Soldaten bei einem Vorfall im Südlibanon bestätigt.

Vier weitere Reservisten seien dabei schwer verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Sie seien nach dem Vorfall am Mittwoch evakuiert und in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelische Medien berichteten, ein Sprengsatz sei in einem Gebäude explodiert, das die Soldaten durchsuchen wollten. 

Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss im Südlibanon. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt.

6. August, 12.14 Uhr: Angriff auf Journalistinnen könnte Kriegsverbrechen sein

Ein israelischer Angriff, bei dem Ende April im Südlibanon eine Journalistin getötet und eine weitere verletzt wurde, könnte nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ein Kriegsverbrechen darstellen.

"Das israelische Militär erklärt, es nehme keine Journalisten ins Visier, doch Fakten und Beweise belegen, dass dies wiederholt geschehen ist", sagte Ramsi Kaiss, Libanon-Experte bei HRW. Die libanesischen Journalistinnen Amal Chalil und Sainab Faradsch seien die jüngsten Opfer einer langen Reihe solcher Angriffe.

6. August, 6.08 Uhr: Trump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließen

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit dem Iran ausgesprochen.

"Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten", sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.

Der US-Präsident hatte davor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geöffnet werden könnte.

Wo stehen die Iran-Gespräche? Kommt es zu einem Abkommen? Trump macht seit Tagen Andeutungen und bleibt erneut vage.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

6. August, 6.07 Uhr: Iran - Vereinbarung mit Oman zu Straße von Hormus fast fertig

Die an die Straße von Hormus grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Die beiden Länder hätten sich auf geografische Koordinaten für die Passage geeinigt, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna Außenamtssprecher Ismail Baghai. Eine gemeinsame Erklärung sei so gut wie fertig, allerdings dürfe niemand mehr dazwischenfunken

Seitens des Omans gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein. Der iranische Machtapparat betont immer wieder, nicht mit den USA verhandeln zu wollen. Er will eine Gebühr von Schiffen kassieren, die die Meerenge passieren - was die USA vehement ablehnen. Noch vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump den Iran gewarnt, das Land werde sehr hart getroffen, sollte die für den globalen Handel mit Öl, Flüssiggas und Dünger wichtige Meerenge nicht bald geöffnet werden. 

Der Iran und Oman verhandeln über die strategisch bedeutsame Meerenge zwischen beiden Ländern. Laut Teheran steht eine Einigung unmittelbar bevor. (Archivbild)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

5. August, 19.03 Uhr: Explosion nahe Tanker vor Jemens Küste

Vor der Küste des Jemen ist es in der Nähe eines Tankers zu einer Explosion gekommen. Der Kapitän des Schiffes habe südöstlich der Hafenstadt Aden eine laute Explosion in unmittelbarer Nähe des Tankers gemeldet, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.

Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt und in Sicherheit. Hinweise auf Umweltschäden gebe es bislang nicht. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall.

Nicht nur die Straße von Hormus ist derzeit gefährlich. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

5. August, 16.57 Uhr: Laut Libanon ein Toter und elf Verletzte nach Israels Angriff

Während laufender politischer Gespräche zwischen Israel und dem Libanon greift das israelische Militär weiter im Nachbarland an. Bei einem israelischen Luftangriff auf den Ort Tebnin im Südlibanon ist ein Mensch getötet worden, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. 12 weitere Menschen seien verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Angriff das Dach der Moschee auf dem Friedhof des Ortes getroffen habe.

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe als Reaktion auf einen nach ihrer Darstellung eindeutigen Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe mit gezielten Angriffen im Süden des Libanons begonnen. Nähere Angaben zu den angegriffenen Zielen machte das Militär nicht. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.

Israel greift weiter im Libanon an. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

5. August, 15.03 Uhr: Zweifel über schnelle Öffnung der Straße von Hormus

Nach Ankündigungen der USA und des Irans über Fortschritte hin zu einer Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus bleiben Zweifel an einer schnellen Übereinkunft.

US-Präsident Donald Trump (80) hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag gesprochen. Aus Teheran hieß es, man verhandle erfolgreich mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie der Staatssender Press TV berichtete. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute.

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