Nahost-Konflikt: Siedler attackieren EU-Diplomaten im Westjordanland

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Nahost - Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen.

Benjamin Netanjahu (76) sprach von einem „mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten“, da überzeugende Beweise dafür fehlen. (Archivbild)
Benjamin Netanjahu (76) sprach von einem „mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten“, da überzeugende Beweise dafür fehlen. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Der Vorfall ereignete sich während der Olivenernte nahe der Ortschaft Taibe. 

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) sprach dagegen von einem "mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten". Schwere Vorwürfe erforderten überzeugende Beweise. Die Bilder allein reichten nicht aus, um den vollständigen Ablauf der Ereignisse oder die individuelle Verantwortung zu klären. Diese Umstände würden weiterhin untersucht.

Dagegen verurteilte Israels Außenminister Gideon Saar (59) "die schweren Gewalttaten israelischer Randalierer" aufs Schärfste. Eine polizeiliche Untersuchung sei eingeleitet worden, erklärte er auf X. Die Strafverfolgungsbehörden arbeiteten daran, die Angreifer zu identifizieren und vor Gericht zu stellen. Saar nannte es bedauerlich, dass der Besuch nicht im Voraus mit der Armee abgestimmt worden sei. 

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18. Oktober, 7.07 Uhr: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab

Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Angriff mit zwei ballistischen Raketen der Huthi-Miliz aus dem Jemen abgewehrt.

Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf der Plattform X erklärte.

Die schiitische Huthi-Miliz griff zuletzt mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mehrfach Ziele im benachbarten sunnitischen Königreich Saudi-Arabien an. Dabei gab es auch Tote und Verletzte, unter anderem am Flughafen der Hauptstadt Riad. Auch Ölanlagen wurden angegriffen. Saudi-Arabien wiederum ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift Ziele der Huthi an. Die Miliz kontrolliert Gebiete im Norden und Westen des Jemens und wird vom Iran unterstützt. 

18. Oktober, 7.04 Uhr: Siedler attackieren EU-Diplomaten im Westjordanland

Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen.

Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Der Vorfall ereignete sich während der Olivenernte nahe der Ortschaft Taibe. 

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach dagegen von einem "mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten". Schwere Vorwürfe erforderten überzeugende Beweise. Die Bilder allein reichten nicht aus, um den vollständigen Ablauf der Ereignisse oder die individuelle Verantwortung zu klären. Diese Umstände würden weiterhin untersucht.

Maskierte Männer umstellen ein Diplomatenfahrzeug bei der Olivenernte im Westjordanland. Auch eine US-Fotografin wird verletzt.
Maskierte Männer umstellen ein Diplomatenfahrzeug bei der Olivenernte im Westjordanland. Auch eine US-Fotografin wird verletzt.  © Leo Correa/AP/dpa

17. Oktober, 11.58 Uhr: Tankschiffe im Persischen Golf attackiert

Im Persischen Golf sind Hunderte Kilometer von der Straße von Hormus entfernt Attacken auf Tankschiffe gemeldet worden.

In zwei separaten Meldungen berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über Vorfälle vom Freitag unweit der Küste Saudi-Arabiens. Ein Schiff sei von einem unbekannten Projektil getroffen worden. In einer später veröffentlichten Mitteilung hieß es, ein weiterer Tanker sei von einem kleinen Schiff mit einem Raketenwerfer angegriffen worden.

17. Oktober, 8.05 Uhr: Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine

In der Straße von Hormus ist ein Supertanker nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarden auf eine Seemine aufgefahren.

Es habe eine Explosion und einen Brand an Bord gegeben. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Elite-Einheit des Militärs weiter, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel (Fässer je 159 Liter) Rohöl geladen. Das Schiff habe versucht, die Meerenge unerlaubt mit Täuschungsmanövern und der Unterstützung des US-Militärs zu passieren. Die Straße von Hormus sei geschlossen, betonten die Revolutionsgarden demnach. 

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Öltanker und andere Schiffe. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich. Auch Seeminen soll Teheran in der Meerenge verlegt haben. (Archivbild)
Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Öltanker und andere Schiffe. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich. Auch Seeminen soll Teheran in der Meerenge verlegt haben. (Archivbild)  © Marcos Moreno/AP/dpa

16. Oktober, 20.34 Uhr: Huthi-Miliz fordert Aufgabe belagerter Stadt im Jemen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat die Streitkräfte der international anerkannten Regierung dazu aufgefordert, den Widerstand gegen die Einnahme der Stadt Tais aufzugeben.

Die Verteidiger sollten ihre Waffen abgeben, um einen Häuserkampf zu vermeiden, so die Forderung laut dpa-Informationen. 

Die schiitischen Rebellen zogen den Belagerungsring um die Großstadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern in den vergangenen Wochen immer enger. Nachdem die Huthi die letzte Zufahrtsstraße aus dem Westen abgeschnitten haben, droht den Menschen in Tais eine humanitäre Katastrophe.

Die Huthi-Miliz fordert die Aufgabe der belagerten Stadt Tais im Jemen.
Die Huthi-Miliz fordert die Aufgabe der belagerten Stadt Tais im Jemen.  © Maad Al Zekri/AP/dpa

16. Oktober, 18.30 Uhr: Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben abermals Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf das Königreich abgewehrt.

"Wir haben drei Drohnen im Süden und über Riad zerstört", erklärte ein Sprecher der Koalition am Freitag im Onlinedienst X. Zudem seien zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer und eine ballistische Rakete über der für den Öltransport wichtigen Hafenstadt Janbu abgefangen worden.

Saudi-Arabien führt seit mehr als einem Jahrzehnt eine Militärkoalition an, die der international anerkannten Regierung des Jemen im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz zur Seite steht.

Die Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis. (Symbolfoto)
Die Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis. (Symbolfoto)  © Osamah Yahya/dpa

16. Oktober, 17.32 Uhr: Fotografin der "Washington Post" von Siedlern überfallen und verletzt

Radikale israelische Siedler haben im Westjordanland eine US-Fotografin überfallen, als sie für die Zeitung "Washington Post" Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte.

"Mehr als 50" mit Stöcken bewaffnete maskierte Siedler hätten sie plötzlich angegriffen, sagte Heidi Levine vor Journalisten am Freitag im Krankenhaus in Ramallah, wohin sie nach dem Überfall zur Behandlung gebracht worden war.

"Plötzlich sprangen sie auf mich zu, ich trug glücklicherweise meinen Helm und meine Schutzweste", berichtete Levine, die Verletzungen an ihrer Hand und einem Bein erlitten hatte. Sie habe versucht, ihr Gesicht zu schützen, sagte die Reporterin, die seit Jahrzehnten im Nahen Osten arbeitet. Die Angreifer hätten mit Füßen auf sie eingetreten. Laut der "Washington Post" wies die Schutzweste Levine mit dem Aufdruck "Press" auf Brust und Rücken eindeutig als Journalistin aus.

16. Oktober, 8.15 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt.

Die 15 Mitgliedstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von "rücksichtslosen Angriffen" auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Der Sicherheitsrat verurteile die "anhaltenden und eskalierenden Huthi-Angriffe auf das Königreich Saudi-Arabien auf das Schärfste", hieß es in der Erklärung. Das in New York ansässige Gremium kritisierte auch die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Zugleich hob der Sicherheitsrat "das Recht des Königreichs Saudi-Arabien auf Selbstverteidigung im Einklang mit dem Völkerrecht" hervor.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien.  © Seth Wenig/AP/dpa

15. Oktober, 22.12 Uhr: Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote

Die pro-iranische Huthi-Miliz hat den Sitz der international anerkannten Regierung im jemenitischen Aden mit Raketen angegriffen und dabei mindestens vier Menschen getötet.

Aus Regierungskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Regierungschef Schaja Mohsen Sindani habe sich während des Angriffs im Präsidentenpalast befunden, sei aber unverletzt, sagte ein Minister.

Nach Angaben des Ministers schlugen drei Raketen in einer Kommandozentrale der jemenitischen Regierungstruppen und zwei weitere im Hauptquartier der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition auf dem Palastgelände ein. Es habe jemenitische und saudiarabische Opfer gegeben, sagte der Minister, der anonym bleiben wollte.

Vor der Küste treiben kleine Boote, während im Hafen des von der Regierung kontrollierten Aden im Südjemen Containerbrücken stehen.
Vor der Küste treiben kleine Boote, während im Hafen des von der Regierung kontrollierten Aden im Südjemen Containerbrücken stehen.  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

15. Oktober, 12.02 Uhr: Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten

Israels Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot hat versprochen, die Herrschaft der islamistischen Hamas im Gazastreifen binnen 18 Monaten zu beenden, sollte er Ministerpräsident werden.

Der wichtigste Rivale des amtierenden Regierungschefs Benjamin Netanjahu warf diesem vor, auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober die Kriegsziele nicht erreicht zu haben.

Titelfoto: Leo Correa/AP/dpa

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