Nahost-Konflikt: Siedler dringen in Dorf ein - Palästinenser getötet

Teheran - Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija.

Die Angriffe im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um "Routine-Angriffe".

Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israelund der Hisbollah. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.

Aus Kreisen der Hisbollah hieß es, die Organisation werde die Kontrolle über Ali al-Taher an niemanden abgeben. Dort soll sich auch ein unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah befinden.

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Trotz Waffenruhe ist das israelische Militär weiterhin im Südlibanon stationiert und verübt weiterhin nahezu täglich Angriffe. Die Kämpfe um Ali al-Taher standen dabei zuletzt im Fokus.

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21. August, 15.57 Uhr: Siedler dringen in Dorf ein - Palästinenser getötet

Bei einem weiteren gewaltsamen Zwischenfall im Westjordanland mit Siedlern ist lokalen Angaben zufolge ein junger Palästinenser getötet worden.

Palästinensische Einwohner in Sair bei Hebron hätten Steine auf in das Dorf eingedrungene Siedler geworfen, woraufhin eine Sicherheitskraft geschossen habe, teilte Israels Armee mit. Durch die Schüsse habe es "palästinensische Opfer" gegeben.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah war der getötete Palästinenser 17 Jahre alt. Lokalen Medien zufolge wurde außerdem ein 70-Jähriger verletzt. Laut der israelischen Nachrichtenseite "ynet" gab ein Wachmann einer nahe gelegenen israelischen Siedlung die Schüsse ab.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch Siedler durch die Steinwürfe der palästinensischen Einwohner verletzt. Die Siedler hätten sich "ohne vorherige Genehmigung in dem Gebiet" im Süden des Westjordanlands aufgehalten, kritisierte das Militär. Soldaten hätten sie inzwischen weggebracht.

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Die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland hat stark zugenommen.  © Maya Alleruzzo/AP/dpa

21. August, 11.45 Uhr: Neue Gewalt im Westjordanland

Im Norden des von Israelbesetzten Westjordanlands ist es erneut zu gewaltsamen Vorfällen gekommen.

Die israelische Armee meldete, sie habe in der Nacht einen Palästinenser getötet, der versucht habe, einen israelischen Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Palästinensischen Berichten zufolge stürmten israelische Einsatzkräfte dessen Haus. Palästinensische Medien berichteten zudem, dass bei einem israelischen Einsatz im Ort Sababda ein 14 Jahre alter Junge durch Schüsse israelischer Kräfte verletzt worden sei. Israels Militär sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach.

Zum ersten Vorfall sagte Israels Armee weiter, Soldaten seien in der Stadt Dschenin, die als Hochburg militanter Palästinenser gilt, im Einsatz gewesen. Soldaten hätten auf den mutmaßlichen Angreifer geschossen. Auf israelischer Seite habe es keine Verletzten gegeben. Palästinensischen Medien zufolge widersetzte sich der Getötete israelischen Einsatzkräften, als diese sein Haus stürmten. Dabei sei er erschossen worden.

Ein 14-Jähriger wird bei einem israelischen Einsatz verletzt, der Vater eines Attentäters getötet, weil er laut Israel einen Soldaten angreifen wollte. Die Lage im Westjordanland bleibt angespannt.  © Ilia Yefimovich/dpa

21. August, 11.41 Uhr: Israel greift strategische Anhöhen im Südlibanon an

Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija.

Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um "Routine-Angriffe".

Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israelund der Hisbollah. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.

Die Angriffe im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter. Im Fokus steht dabei die strategisch wichtige Anhöhe Ali al-Taher, die Israel weiter regelmäßig angreift. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

20. August, 22.13 Uhr: Neuer US-Flugzeugträger in Nahost

Nach Berichten über Missstände auf einem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten US-Flugzeugträger ist nun ein weiterer Flugzeugträger der Marine in der Region im Einsatz.

Die "USS George Washington" sei am Vortag angekommen, hieß es von dem für die Region zuständigen US-Kommando Centcom auf der Plattform X.

20. August, 21.13 Uhr: Staaten drängen Israel zu Rücknahme von Siedlungsplänen

Deutschland und sechs weitere Staaten fordern Israel auf, die Pläne für ein äußerst umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland zurückzunehmen.

In einem von der Bundesregierung veröffentlichten gemeinsamen Statement der Länder hieß es weiter, die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland müsse beendet werden.

20. August, 15.41 Uhr: Ölpreise ziehen nach Trump-Drohung wieder stark an

Die Ölpreise sind nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump (80) gegen den Iran deutlich gestiegen. Im Tagesverlauf bauten sie ihre Kursgewinne aus dem frühen Handel deutlich aus.

Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober wurde bei 93,76 Dollar gehandelt und damit mehr als zwei Prozent höher als am Vortag. Zeitweise ging es bis auf 94,71 Dollar und damit den höchsten Stand seit Ende Juli.

Alle, die tanken müssen, dürften sich in den nächsten Tagen noch etwas mehr ärgern.  © Sascha Thelen/dpa

20. August, 13.55 Uhr: Israels Verteidigungsminister will "Gefährliche Abenteuer" der Türkei in Syrien vermeiden

Der Streit zwischen Israel und der Türkei über Ankaras Rolle in Syrien spitzt sich weiter zu.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) warnte vor "gefährlichen Abenteuern" der Türkei in Syrien. "Israel wird nicht zulassen, dass irgendein Akteur seine Sicherheit bedroht", schrieb er auf X auf Türkisch, direkt an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (72) gerichtet. Statt zu versuchen, Israels Entschlossenheit zur Selbstverteidigung auf die Probe zu stellen, wäre es für Erdogan besser, seine "realitätsfernen und fantasievollen Diskurs gegen Israel" im türkischen Parlament fortsetzen, schrieb Katz.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70). (Archivbild)  © Hannes P Albert/dpa

20. August, 10.22 Uhr: China warnt nach Trumps Iran-Drohung vor Sanktionen

China hat die USA vor weiteren Sanktionen gewarnt, nachdem Präsident Donald Trump (80) einen "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran angekündigt hatte.

"Sanktionen und Druck tragen nicht zur Lösung des Problems bei", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Alle Beteiligten sollten verantwortungsvoll handeln und die Angelegenheit auf politischem und diplomatischem Wege lösen.

Chinas Außenamtssprecher Lin Jian. (Archivbild)  © Johannes Neudecker/dpa

20. August, 9.49 Uhr: Weitere Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Im Iran ist erneut ein Mann im Zusammenhang mit der Protestwelle im Januar exekutiert worden.

Die Hinrichtung erfolgte am Donnerstagmorgen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Der Mann wurde in einem besonders bekannten und umstrittenen Fall zum Tode verurteilt. In dem als Schahid-Alichani-Platz bekannten Prozess wurden offiziellen Angaben zufolge 14 Männer zum Tode verurteilt, die bei den Unruhen vier Polizisten auf brutale Weise getötet haben sollen. Ende Juli ließ die iranische Justiz unter großem Aufschrei zwei Männer auf dem Platz in Isfahan öffentlich hinrichten.

Der heute hingerichtete Mann soll ausländischer Staatsbürger gewesen sein, berichtete Misan. Aus welchem Land er stammte, wurde nicht genannt. Dem Bericht zufolge war es bereits die vierte Hinrichtung im Zusammenhang mit dem Schahid-Alichani-Platz-Prozess. Der Mann wurde nach islamischer Rechtsauffassung im Iran unter anderem wegen "Kriegsführung gegen Gott" und "Korruption auf Erden" verurteilt. Menschenrechtler kritisieren, dass solche Urteile Raum für Willkür lassen.

20. August, 6.20 Uhr: Was steckt hinter Trumps Drohung mit einem Wirtschaftskrieg?

Wie oft hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran schon mit vernichtender Gewalt und wirtschaftlichen Sanktionen gedroht - nur um seine martialische Rhetorik später wieder zu relativieren.

Zugleich war immer wieder von angeblichen Fortschritten bei den Verhandlungen über eine diplomatische Einigung die Rede - ohne dass es sichtbare Erfolge gegeben hätte. Diesmal aber, so poltert Trump auf Truth Social, werde es einen "Wirtschaftskrieg" beispiellosen Ausmaßes geben. Aus seinen wieder einmal drastischen Worten spricht wohl vor allem eines: wachsende Frustration.

Weder bei der Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus noch hinsichtlich einer Einigung zur Beendigung des seit fast sechs Monaten andauernden Krieges geht es erkennbar voran. Jetzt droht Trump jedem Land, das Geschäfte mit dem Iran tätigt, mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen. Welche konkreten Schritte die US-Regierung über die bereits gegen Teheran verhängten Sanktionen hinaus zu unternehmen gedenkt, ließ der Republikaner jedoch offen. Auch Ländernamen nannte er nicht.

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