Nahost-Konflikt: Sturz der iranischen Führung bleibt für Netanjahu Hauptziel

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Nahost - Nach der Wiederaufnahme heftiger gegenseitiger Angriffe hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran mit weiteren Attacken gedroht.

US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit neuen Attacken gedroht.
US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit neuen Attacken gedroht.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Wir haben letzte Nacht weit mehr als nur ihren Radar in die Luft gejagt", sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. "Es war ein sehr heftiger Angriff letzte Nacht, und wir sind bereit, jederzeit einen weiteren zu starten."

Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag wieder aufgeflammt. Am Dienstag wurden bei US-Angriffen auf Ziele im Iran mindestens 19 Menschen getötet.

Bei einem Angriff wurde nach iranischen Angaben in der Provinz Hormosgan ein Wohnhaus getroffen, in dem gerade eine Hochzeit stattfand. Mindestens vier Menschen seien dabei getötet und mehrere weitere verletzt worden.

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Der Iran reagierte auf den Vorfall mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

3. September, 20.16 Uhr: Laut Israel unterirdische Hisbollah-Basis im Südlibanon geräumt

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über unterirdische Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon übernommen.

Im Gebiet des strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher habe das Militär die Räumung unterirdischer Infrastruktur abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung. Man arbeite noch an der "Neutralisierung" der Struktur, die zwei zentrale Wege umfasse. Von libanesischer Seite gibt es dafür bisher noch keine Bestätigung.

Israel kämpft im Libanon unbeirrt weiter. (Archivbild)
Israel kämpft im Libanon unbeirrt weiter. (Archivbild)  © Stringer/dpa

3. September, 19.15 Uhr: Sturz der iranischen Führung bleibt für Netanjahu Hauptziel

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat einen Sturz der iranischen Führung als "die wichtigste Aufgabe, die noch vor uns liegt" bezeichnet. Er sei fest überzeugt, dass dies möglich sei, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros bei einem Treffen im Militärhauptquartier in Tel Aviv. Diese Aufgabe sei "nah", sagte er demnach. "Sie ist nicht unmöglich. Sie liegt in unserer Reichweite."

Der israelische Regierungschef sprach von "historischen Errungenschaften" in den Kriegen gegen den Iran in diesem und im vorigen Jahr. "Wir standen der Gefahr unserer Vernichtung durch ein Regime gegenüber, das danach strebt, uns auszulöschen und sich mit Atomwaffen ausrüsten will, um uns zu vernichten", sagte Netanjahu. "Wir haben diese Bedrohung und auch andere Bedrohungen zurückgedrängt."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) will weiterhin den Sturz des iranischen Regimes.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) will weiterhin den Sturz des iranischen Regimes.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

3. September, 18.10 Uhr: Israels Rechte drängt auf "freiwillige Ausreise" aus Gaza

Vor der Parlamentswahl in Israel im Oktober machen sich rechte Politiker erneut für eine Umsiedlung der zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen stark.

Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir stellte ein entsprechendes politisches Programm mit dem Titel "Abkopplung 710" vor, das eine "freiwillige Auswanderung" der Menschen aus dem in zwei Jahren Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifen vorsieht. Solche Pläne sind international immer wieder scharf kritisiert worden.

3. September, 17.37 Uhr: Laut Helfern mehr als 250 Kinder im Konflikt im Libanon getötet

Im Libanon sind nach Angaben der Kinderrechtsorganisation Save the Children in den vergangenen sechs Monaten mindestens 257 Kinder im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah getötet worden.

1039 seien in dem gleichen Zeitraum verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Angaben beruhen auf Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums.

Die armen Kinder im Libanon können überhaupt nichts für den Krieg und leiden darunter dennoch so sehr.
Die armen Kinder im Libanon können überhaupt nichts für den Krieg und leiden darunter dennoch so sehr.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

3. September, 16.11 Uhr: Israels Armee meldet Zwischenfälle in Gaza - mehrere Tote

Die israelische Armee hat im Norden des Gazastreifens drei Palästinenser getötet, die ihren Angaben nach eine Bedrohung für die eigenen Soldaten darstellten. Die Palästinenser hatten die sogenannte gelbe Linie überschritten, die den Übergang zu von Israel kontrolliertem Gebiet markiert, und sich israelischen Soldaten genähert, wie das israelische Militär mitteilte. Die Angaben lassen sich nicht ohne weiteres unabhängig überprüfen.

Es handelte sich dem israelischen Militär zufolge sich um zwei Vorfälle. Die Armee bezeichnete die drei getöteten Palästinenser als Terroristen.

3. September, 15.24 Uhr: Katz droht, Iran bei Angriff in "Steinzeit zurückzuversetzen"

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) hat dem Iran im Fall eines Angriffs mit einer massiven Reaktion gedroht.

"Wir würden die gesamte nationale militärische und zivile Infrastruktur im Iran treffen - auch die Energieinfrastruktur - und den Iran tief in die Steinzeit und das Zeitalter der Finsternis zurückversetzen", sagte Katz laut Angaben seines Büros. "Ein iranischer Angriff auf Israel würde uns von jeglichen bestehenden Beschränkungen befreien."

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran notfalls ins Steinzeitalter zurückbomben.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran notfalls ins Steinzeitalter zurückbomben.  © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

3. September, 12.01 Uhr: Iran-Krieg treibt Benzinpreise auf Höchststand

Nach dem Wiederaufflammen des Irankriegs hat der Preis für Superbenzin der Sorte E10 einen Höchststand erreicht.

Der Preis für einen Liter stieg am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022, wie der ADAC auf Anfrage am Donnerstag mitteilte.

Es handelt sich um einen nominellen Preisrekord. Inflationsbereinigt war Benzin in der Vergangenheit schon teurer als heute, so etwa im Jahr 2012.

3. September, 6.42 Uhr: Iran greift erneut Ziele in Kuwait an

Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Die Luftabwehr wehre "feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab", teilte das Militär des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche seien auf das Abfangen der Drohnen zurückzuführen.

Irans staatlicher Rundfunk Irib berichtete auf X, die Angriffe seien eine Antwort auf "Amerikas Verbrechen" und richteten sich gegen US-Militärstützpunkte in Kuwait.

Kuwait war wie auch Jordanien und Bahrain erst in der Nacht zum Mittwoch Ziel iranischer Vergeltungsschläge gewesen, nachdem das US-Militär nach eigenen Angaben Militäreinrichtungen im Iran attackiert hatte. Die drei Staaten sind Verbündete Washingtons und beherbergen US-Stützpunkte.

Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden.
Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden.  © Soeren Stache/dpa

2. September, 21.57 Uhr: US-Militär - Nehmen niemals Zivilisten ins Visier

Das US-Militär hat Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran weder bestätigt noch dementiert.

Man sei sich der Berichte bewusst, die von iranischen Staatsmedien stammten, teilte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, auf Anfrage mit. "Das US-Militär nimmt niemals Zivilisten ins Visier", betonte er und stellte das als Unterschied zum Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden dar.

Das US-Militär hatte am Dienstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X darüber informiert, dass es eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen habe. Dabei seien Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert worden, hieß es.

2. September, 16.06 Uhr: Netanjahu im Gazastreifen - "Wir ziehen uns nicht zurück"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen israelischen Militärstützpunkt im Gazastreifen besucht und dabei betont, dass Israel an der Kontrolle von rund 60 Prozent des Gebiets festhalten werde.

"Wir ziehen uns nicht zurück", erklärte er in einer von seinem Büro verbreiteten Videobotschaft vor Ort. Der von den USA vorangetriebener Friedensplan sieht derweil einen Abzug israelischer Soldaten aus dem Gebiet vor, sobald die Hamas entwaffnet ist.

Die israelische Armee hatte ihre Kontrolle über den Küstenstreifen in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf rund 60 Prozent ausgeweitet. Israels Militär werde auf dieser Linie bleiben, sagte Netanjahu nun weiter. Er ließ offen, ob dies auch gelte, sollte die Hamas ihre Waffen abgeben. Zuletzt hatte er im August einen israelischen Abzug in dem Fall in Aussicht gestellt.

Israels Armee kontrolliert inzwischen 60 Prozent des Palästinensergebiets. Netanjahu will, dass das so bleibt.
Israels Armee kontrolliert inzwischen 60 Prozent des Palästinensergebiets. Netanjahu will, dass das so bleibt.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

2. September, 11.02 Uhr: Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an.

Die vom Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden.

Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA bestätigte mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Bei Angriffen auf den Ort Arab Salim seien Gräber auf einem Friedhof beschädigt worden. Weiterhin habe es im Morgengrauen heftige Angriffe gegeben. Bei den nächtlichen Angriffen in der Gegend um Nabatija und Ali al-Taher seien erneut auch Wohnhäuser zerstört worden. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben.

Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.
Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.  © Stringer/dpa

2. September, 7.16 Uhr: Iran meldet vier Tote bei Hochzeitsfeier durch US-Raketensplitter

Bei US-Angriffen sollen vier feiernde Personen ums Leben gekommen sein.

Der iranische Rote Halbmond teilte mit, dass Splitterteile eines US-Raketenangriffs ein Haus in der Stadt Kuhestak getroffen hätten, in dem gerade eine Hochzeitsfeier stattfand. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Zu Berichten über zivile Opfer der Angriffe vom Dienstag befragt, erklärte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins (58): "Das US-Militär greift niemals Zivilisten an, im Gegensatz zu den IRGC", wobei er sich auf die iranischen Revolutionsgarden bezog.

Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.
Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. September, 22.19 Uhr: Iran startet Vergeltungsaktion nach US-Angriff

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten in einer von mehreren Staatsmedien veröffentlichten Erklärung mit, die Antwort auf den US-Angriff habe begonnen. Demnach sollten US-Stützpunkte mit Raketen und Drohnen beschossen werden, wie unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

1. September, 20.45 Uhr: Iran droht den USA nach erneuten Angriffen

Der Iran droht nach den erneuten US-Angriffen auf sein Land mit Vergeltungsschlägen.

Der Generalstab der iranischen Streitkräfte und das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija teilten in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung mit, dem Feind würden vernichtende Schläge versetzt, je mehr Chaos die USA in der Region anrichteten, desto schwerere Verluste würden sie erleiden. Auch die iranischen Revolutionsgarden drohten den USA eine harte Bestrafung an. Das zentrale Hauptquartier Chatam al-Anbija übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

Titelfoto: Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

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