Nahost-Konflikt: Tote bei Angriff in Gaza

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Teheran - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) hat US-Präsident Donald Trump (80) in einem Telefonat dazu aufgerufen, die diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg fortzusetzen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (72).
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (72).  © Matthias Schrader/AP/dpa

In dem Gespräch habe Erdogan die Bedeutung der Diplomatie unterstrichen und die Hoffnung geäußert, dass die Verhandlungen mit dem Iran bald fortgesetzt werden, teilte das Präsidialamt in Ankara mit.

Die Türkei werde diese Friedensbemühungen weiter unterstützen. 

Ein Mitte Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen.

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Es sah eine 60-Tage-Frist vor, um die besonders umstrittenen Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären.

Diese Frist ist inzwischen abgelaufen, es wurden aber keine wesentlichen Fortschritte auf diplomatischer Ebene gemacht. Gegen die vereinbarte Waffenruhe und andere Punkte des Abkommens hatten beide Parteien in den vergangenen Wochen schon verstoßen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

18. August, 19.34 Uhr: Tote bei Angriff in Gaza - Israel: Hamas-Kommandeure Ziel

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.

Israels Armee teilte mit, sie habe mehrere Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas im Viertel Al-Schati in der Stadt Gaza ins Visier genommen. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. 

Mitarbeiter des für die Opfer zuständigen Schifa-Krankenhauses teilten mit, es habe auch mehrere Verletzte gegeben. Zur Identität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Palästinensischen Angaben zufolge soll Israels Armee ein Café am Hafen in der Stadt Gaza im Norden des Gebiets getroffen haben. Israels Armee bestätigte das auf Anfrage zunächst nicht. 

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.
Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

18. August, 19.32 Uhr: Israelische Soldaten markieren Palästinenser bei Verhör mit Nummern

Israels Armee hat Berichte bestätigt, wonach israelische Sicherheitskräfte Palästinenser während Befragungen im Westjordanland mit Nummern markiert haben.

Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte zuvor gemeldet, Soldaten hätten den Betroffenen in Kabatija in der Nähe der Stadt Dschenin bei einem Einsatz am Montag mit Markern Nummern auf ihre Gesichter und Körper geschrieben. 

18. August, 19.31 Uhr: Syrien meldet israelische Angriffe auf Militärflugplatz

Das israelische Militär hat nach syrischen Angaben einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens angegriffen.

Das Außenministerium verurteilte die Angriffe vom frühen Morgen als Verletzung seiner Souveränität. Die Angriffe seien eine gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität der gesamten Region bedrohe, hieß es. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet.

Israels Armee wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit äußern. Der US-Sender Fox News berichtete, ein hochrangiger israelischer Vertreter habe dem Sender gesagt, Israel habe vor dem Angriff "hochsensible Geheimdienstinformationen" mit den USA geteilt. 

Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet.
Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet.  © Omar Albam/AP/dpa

18. August, 19.29 Uhr: Israel birgt Leiche eines seit 1982 vermissten Soldaten

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge die sterblichen Überreste eines seit 1982 vermissten Soldaten gefunden und nach Israel überführt.

Der Obergefreite Jehuda Katz war wenige Tage nach Beginn des israelischen Libanon-Feldzugs im Juni 1982 nach einer Panzerschlacht mit der syrischen Armee verschwunden. Seine sterblichen Überreste seien in Israel identifiziert worden, teilte das israelische Militär am Abend mit. Seine Angehörigen wurden demnach informiert. Der genaue Fundort wurde zunächst nicht genannt. 

18. August, 10.46 Uhr: Huthi-Miliz greift erneut Raffinerie in Saudi-Arabien an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben erneut eine Raffinerie in Saudi-Arabien angegriffen. Die Anlage des Ölkonzerns Aramco in Dschasan an der Küste des Roten Meeres sei mit mehreren Drohnen attackiert worden, berichtete die den Huthis nahestehende Nachrichtenagentur Saba am Dienstag. Der Angriff sei eine Reaktion auf "Luftraumverletzungen" im Jemen.

Die Spannungen zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen. Die Miliz hatte nach eigenen Angaben bereits vor gut einer Woche die Raffinerie in Dschasan angegriffen. Am Freitag folgte eine Attacke auf eine weitere Öl-Anlage. Im Juli hatten die Huthis eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und Angriffe auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer gemeldet.

17. August, 16.47 Uhr: Trump droht, den Oman in "Grund und Boden" zu bombardieren

Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump (80) den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei.

Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.

US-Präsident Donald Trump (80) wirft mit Drohungen um sich.
US-Präsident Donald Trump (80) wirft mit Drohungen um sich.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

17. August, 16.40 Uhr: Laut Israel kein Wiederaufbau in Gaza ohne Entwaffnung der Hamas

Als ersten Schritt zur Entmilitarisierung des Gazastreifens soll die islamistische Hamas nach Darstellung Israels sämtliche Waffen zur Vernichtung übergeben.

Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter teilte mit, dies solle unter Aufsicht des US-Generals Jasper Jeffers geschehen, Kommandeur der im Aufbau befindlichen internationalen Stabilisierungstruppe. Dies sei bei einem "sehr langen Treffen" des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) mit dem US-Unterhändler Jared Kushner (45) in Jerusalem vereinbart worden, bei dem es um den Fahrplan des sogenannten Friedensrats für Gaza ging.

"Trotz der großen Differenzen in Bezug auf den Friedensrat" sei die amerikanische Seite mit gemäßigteren Positionen gekommen, sagte der Regierungsvertreter laut einer Mitteilung. "Dadurch wurden klare Grenzen für das Gespräch geschaffen."

In Gaza wird das Leid wohl weitergehen.
In Gaza wird das Leid wohl weitergehen.  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

17. August, 15.38 Uhr: Hardt fordert EU-Sanktionen gegen Israels Minister Ben-Gvir

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (63), fordert EU-Sanktionen gegen Israels Minister Itamar Ben-Gvir (50). Der rechtsextreme Polizeiminister hatte in einem Podcast zur Tötung von noch mehr Palästinensern in Gaza aufgerufen.

"Ben Gvirs menschenverachtende Äußerungen kann jeder Mensch nur verurteilen. Die EU sollte ihn sanktionieren als Zeichen für die weltweite Geltung von Menschenwürde und Menschenrechten", sagte Hardt "Politico". Zudem sei er davon überzeugt, dass ein israelisches Kabinett ohne Ben-Gvir Europa und Israel wieder näher zusammenführen würde.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (63), wendet sich gegen Israels Minister Itamar Ben-Gvir (50).
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (63), wendet sich gegen Israels Minister Itamar Ben-Gvir (50).  © Elisa Schu/dpa

17. August, 13.58 Uhr: Iran attackiert Büro von kurdischem Ministerpräsidenten mit Drohne

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag zum Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden.

Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani am Montag im Onlinedienst X. Opfer habe es nicht gegeben.

Der Regierungschef verurteilte "die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste". Sie stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und seien eine "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region".

In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist das Büro des Ministerpräsidenten Ziel eines Drohnenangriffs geworden. (Symbolbild)
In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist das Büro des Ministerpräsidenten Ziel eines Drohnenangriffs geworden. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

17. August, 13 Uhr: US-Gesandter Kushner mit Netanjahu zusammengetroffen

Im Ringen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen.

Aus Diplomatenkreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass das Treffen des Sondergesandten und Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump mit Netanjahu am Montagvormittag begonnen habe.

Es wurde erwartet, dass Netanjahu auch mit Nickolay Mladenov, dem Gaza-Gesandten des von Trump ins Leben gerufenen "Friedensrat", zusammentreffen würde. Diesen hatte Kushner bereits am Sonntag in Ägypten getroffen. Israelischen Medien zufolge sollte zudem der ehemalige britische Premierminister Tony Blair an den Gesprächen beteiligt sein.

Titelfoto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

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