Nahost-Konflikt: Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza

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Nahost - Zwei Rohöltanker sind einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten.

In der Straße von Hormus kam es erneut zu einem Zwischenfall.
In der Straße von Hormus kam es erneut zu einem Zwischenfall.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Ein Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der nördlichen Spitze des Oman, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt.

Der Iran und der Oman sind direkte Anrainerstaaten der Straße von Hormus, die an ihrer engsten Stelle nur rund 35 bis 40 Kilometer breit ist.

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Die Meerenge ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

3. Oktober, 21.57 Uhr: Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden.

Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht. 

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sterben wieder Menschen. Laut einem israelischen Militärkorrespondenten wollte die Armee ein hochrangiges Hamas-Mitglied gezielt töten.
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sterben wieder Menschen. Laut einem israelischen Militärkorrespondenten wollte die Armee ein hochrangiges Hamas-Mitglied gezielt töten.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

3. Oktober, 20.08 Uhr: Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten

Die iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet.

Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Kriegführung gegen Gott (Moharebeh), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.

Die iranische Justiz richtet einen weiteren Demonstranten hin. Menschenrechtler werfen den Behörden vor, die Todesstrafe zur Unterdrückung von Kritik einzusetzen.
Die iranische Justiz richtet einen weiteren Demonstranten hin. Menschenrechtler werfen den Behörden vor, die Todesstrafe zur Unterdrückung von Kritik einzusetzen.  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

3. Oktober, 15.28 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden.

Vier der fünf Toten bei dem nächtlichen Luftangriff im Westen der Stadt Gaza seien Frauen, teilten der Zivilschutz und ein Krankenhaus am Samstag mit. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Laut israelischen Medienberichten galt der Angriff einem hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Hamas. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

3. Oktober, 10.32 Uhr: An regierungskritischen Protesten im Iran beteiligter Mann hingerichtet

Im Iran ist ein Mann wegen einer Reihe von Vorwürfen hingerichtet worden, unter anderem soll er während der regierungskritischen Proteste zu Beginn des Jahres mit einer militärischen Waffe auf Polizisten geschossen haben.

Die iranische Justiz teilte am Samstag mit, Siawasch Dschamschidi sei wegen des Vorwurfs des "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) zum Tode verurteilt worden. Er habe eine Schusswaffe geschwungen und abgefeuert, sowie sich gegen die nationale Sicherheit verschworen und abgesprochen.

Laut dem Online-Justizportal Misan wurde Dschamschidi zudem wegen weiterer Vergehen verurteilt, die nicht in Zusammenhang mit den Protesten standen, darunter "Betrug, Bedrohungen, Diebstahl und dem Besitz und dem Tragen einer militärischen Waffe."

Weitere Vorwürfe waren demnach unter anderem "Komplizenschaft bei Entführung, Schwingen einer Waffe zum Zweck der Einschüchterung und absichtliche Körperverletzung". Laut Misan war Dschamschidi während der Demonstrationen "aktiv".

3. Oktober, 7.18 Uhr: Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von "unbekannten Geschossen" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Freitag mit.

Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt. Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen.

Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.

Der Behörde zufolge untersuchten die Behörden die Vorfälle.

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden.
In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden.  © Altaf Qadri/AP/dpa

2. Oktober, 13.21 Uhr: Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf Drei-Jahres-Hoch

Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. 

Damit liegt sie weit über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Jahresinflation von zwei Prozent anpeilt. Ökonomen erwarten daher, dass die EZB die Leitzinsen ein drittes Mal in diesem Jahr erhöht. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins würde damit auf 2,75 Prozent steigen. 

"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an Kunden weitergäben. "Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen."

2. Oktober, 6.18 Uhr: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa

Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.

Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.

Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. In der Nacht wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Chamis Muschait abgewehrt.

Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort. 

Dieses Foto zeigt Rauch, der von einer Explosion aufsteigt, die laut Angaben der Huthis auf einen Angriff auf von Saudi-Arabien unterstützte Streitkräfte in der östlichen Provinz Jawf folgte.
Dieses Foto zeigt Rauch, der von einer Explosion aufsteigt, die laut Angaben der Huthis auf einen Angriff auf von Saudi-Arabien unterstützte Streitkräfte in der östlichen Provinz Jawf folgte.  © Uncredited/Ansar Allah Media Office via AP/dpa

2. Oktober, 6.16 Uhr: Nach wie vor kein diplomatischer Durchbruch im Iran-Krieg

Die USA und der Iran waren jüngst am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder für Verhandlungen zusammengekommen.

Ein diplomatischer Durchbruch im festgefahrenen Krieg wurde danach aber nicht bekannt.

2. Oktober, 6.13 Uhr: Nicht der erste Flugzeugträger

Die USA haben bereits die Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" und "USS George Washington" im Nahen Osten. Falls diese dort bleiben, nachdem der dritte Flugzeugträger dort eintrifft, wäre es laut "Wall Street Journal" das erste Mal seit April, dass die USA dort mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen präsent sind.

Die nun in Richtung Naher Osten entsandten Soldaten kämen zu den mehr als 50.000 Soldaten hinzu, die sich dort bereits aufhielten, zitiert die Zeitung einen US-Beamten. 

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Flugzeugträger berichtet "Axios" gestützt auf einen US-Beamten allerdings auch, dass noch nicht klar sei, ob der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" einen der anderen beiden ersetzen oder zusätzlich eingesetzt werden soll. 

1. Oktober, 6.15 Uhr: Wadephul erleichtert - Schlimmeres verhindert

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigte sich nach einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar erleichtert, "dass die versuchte Entführung und womöglich noch weit Schlimmeres verhindert werden konnte". Nun müssten die Hintergründe schnell und vollständig aufgeklärt werden. 

Es sei der Tapferkeit des Piloten und weiterer Passagiere zu verdanken, dass ein Absturz in letzter Sekunde hätte verhindert werden können, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Ein Absturz wäre eine "totale Katastrophe" gewesen, die sehr viele Menschenleben gekostet, aber auch in der angespannten Situation in der Region und im israelischen Wahlkampf für erhebliche Unruhe gesorgt hätte. In Israel wird Ende Oktober das Parlament neu gewählt.

Der Außenminister Johann Wadephul (63).
Der Außenminister Johann Wadephul (63).  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

1. Oktober, 6.13 Uhr: Einzeltäter bei Anschlag vermutet

Gesicherte Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Angreifers gibt es bislang nicht - auch was genau seine Absicht war, ist noch nicht geklärt. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman.

Nach erster israelischer Einschätzung soll es sich um einen Einzeltäter handeln, wie der TV-Sender Kan berichtete. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls sein könnte, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob es Hinweise auf eine Verwicklung des Irans in den Vorfall gebe, sagte Netanjahu dennoch: "Nun, wir wissen es noch nicht. ... Aber es ist kein Geheimnis, dass der Iran Israelis im Ausland und hier zum Ziel nehmen will."  Flydubai teilte mit, dass die Flüge von und nach Israel ausgesetzt werden, solange die Untersuchungen andauerten.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft flydubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen flydubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, steht bei der Ankunft am Internationalen Flughafen Ben Gurion auf dem Rollfeld.
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft flydubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen flydubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, steht bei der Ankunft am Internationalen Flughafen Ben Gurion auf dem Rollfeld.  © Jamal Awad/dpa

1. Oktober, 6.10 Uhr: Angreifer im Würgegriff

Yaniv Hayun sagte, er habe den Angreifer in den Würgegriff genommen und aus dem Cockpit gezerrt. Danach - das Flugzeug war zu dieser Zeit im Sturzflug - habe er im Cockpit die Steuerung ergriffen und begonnen, die Hebel zurückzuziehen, dann habe ein Pilot übernommen.

Auf die Frage, woher er gewusst habe, was er tun sollte, verwies Hayun auf eine TV-Dokuserie über Flugunfälle.

Nach Angaben Netanjahus wurde der Angreifer festgenommen und von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden befragt. Die zuständigen Behörden in dem Golfstaat äußerten sich zunächst nicht zu dem Geschehen.

Titelfoto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

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