Nahost-Konflikt: Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza
Nahost - Zwei Rohöltanker sind einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten.
Ein Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der nördlichen Spitze des Oman, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt.
Der Iran und der Oman sind direkte Anrainerstaaten der Straße von Hormus, die an ihrer engsten Stelle nur rund 35 bis 40 Kilometer breit ist.
Die Meerenge ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.
3. Oktober, 21.57 Uhr: Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden.
Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht.
3. Oktober, 20.08 Uhr: Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Die iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet.
Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.
Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Kriegführung gegen Gott (Moharebeh), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.
3. Oktober, 15.28 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden.
Vier der fünf Toten bei dem nächtlichen Luftangriff im Westen der Stadt Gaza seien Frauen, teilten der Zivilschutz und ein Krankenhaus am Samstag mit. Mehrere Menschen seien verletzt worden.
Laut israelischen Medienberichten galt der Angriff einem hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Hamas. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.
3. Oktober, 10.32 Uhr: An regierungskritischen Protesten im Iran beteiligter Mann hingerichtet
Im Iran ist ein Mann wegen einer Reihe von Vorwürfen hingerichtet worden, unter anderem soll er während der regierungskritischen Proteste zu Beginn des Jahres mit einer militärischen Waffe auf Polizisten geschossen haben.
Die iranische Justiz teilte am Samstag mit, Siawasch Dschamschidi sei wegen des Vorwurfs des "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) zum Tode verurteilt worden. Er habe eine Schusswaffe geschwungen und abgefeuert, sowie sich gegen die nationale Sicherheit verschworen und abgesprochen.
Laut dem Online-Justizportal Misan wurde Dschamschidi zudem wegen weiterer Vergehen verurteilt, die nicht in Zusammenhang mit den Protesten standen, darunter "Betrug, Bedrohungen, Diebstahl und dem Besitz und dem Tragen einer militärischen Waffe."
Weitere Vorwürfe waren demnach unter anderem "Komplizenschaft bei Entführung, Schwingen einer Waffe zum Zweck der Einschüchterung und absichtliche Körperverletzung". Laut Misan war Dschamschidi während der Demonstrationen "aktiv".
3. Oktober, 7.18 Uhr: Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen
In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von "unbekannten Geschossen" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Freitag mit.
Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt. Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen.
Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.
Der Behörde zufolge untersuchten die Behörden die Vorfälle.
2. Oktober, 13.21 Uhr: Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf Drei-Jahres-Hoch
Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen.
Damit liegt sie weit über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Jahresinflation von zwei Prozent anpeilt. Ökonomen erwarten daher, dass die EZB die Leitzinsen ein drittes Mal in diesem Jahr erhöht. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins würde damit auf 2,75 Prozent steigen.
"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an Kunden weitergäben. "Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen."
2. Oktober, 6.18 Uhr: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa
Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.
Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. In der Nacht wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Chamis Muschait abgewehrt.
Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort.
2. Oktober, 6.16 Uhr: Nach wie vor kein diplomatischer Durchbruch im Iran-Krieg
Die USA und der Iran waren jüngst am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder für Verhandlungen zusammengekommen.
Ein diplomatischer Durchbruch im festgefahrenen Krieg wurde danach aber nicht bekannt.
2. Oktober, 6.13 Uhr: Nicht der erste Flugzeugträger
Die USA haben bereits die Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" und "USS George Washington" im Nahen Osten. Falls diese dort bleiben, nachdem der dritte Flugzeugträger dort eintrifft, wäre es laut "Wall Street Journal" das erste Mal seit April, dass die USA dort mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen präsent sind.
Die nun in Richtung Naher Osten entsandten Soldaten kämen zu den mehr als 50.000 Soldaten hinzu, die sich dort bereits aufhielten, zitiert die Zeitung einen US-Beamten.
Mit Blick auf die Gesamtzahl der Flugzeugträger berichtet "Axios" gestützt auf einen US-Beamten allerdings auch, dass noch nicht klar sei, ob der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" einen der anderen beiden ersetzen oder zusätzlich eingesetzt werden soll.
1. Oktober, 6.15 Uhr: Wadephul erleichtert - Schlimmeres verhindert
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigte sich nach einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar erleichtert, "dass die versuchte Entführung und womöglich noch weit Schlimmeres verhindert werden konnte". Nun müssten die Hintergründe schnell und vollständig aufgeklärt werden.
Es sei der Tapferkeit des Piloten und weiterer Passagiere zu verdanken, dass ein Absturz in letzter Sekunde hätte verhindert werden können, fügte der CDU-Politiker hinzu.
Ein Absturz wäre eine "totale Katastrophe" gewesen, die sehr viele Menschenleben gekostet, aber auch in der angespannten Situation in der Region und im israelischen Wahlkampf für erhebliche Unruhe gesorgt hätte. In Israel wird Ende Oktober das Parlament neu gewählt.
1. Oktober, 6.13 Uhr: Einzeltäter bei Anschlag vermutet
Gesicherte Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Angreifers gibt es bislang nicht - auch was genau seine Absicht war, ist noch nicht geklärt. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman.
Nach erster israelischer Einschätzung soll es sich um einen Einzeltäter handeln, wie der TV-Sender Kan berichtete. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls sein könnte, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob es Hinweise auf eine Verwicklung des Irans in den Vorfall gebe, sagte Netanjahu dennoch: "Nun, wir wissen es noch nicht. ... Aber es ist kein Geheimnis, dass der Iran Israelis im Ausland und hier zum Ziel nehmen will." Flydubai teilte mit, dass die Flüge von und nach Israel ausgesetzt werden, solange die Untersuchungen andauerten.
1. Oktober, 6.10 Uhr: Angreifer im Würgegriff
Yaniv Hayun sagte, er habe den Angreifer in den Würgegriff genommen und aus dem Cockpit gezerrt. Danach - das Flugzeug war zu dieser Zeit im Sturzflug - habe er im Cockpit die Steuerung ergriffen und begonnen, die Hebel zurückzuziehen, dann habe ein Pilot übernommen.
Auf die Frage, woher er gewusst habe, was er tun sollte, verwies Hayun auf eine TV-Dokuserie über Flugunfälle.
Nach Angaben Netanjahus wurde der Angreifer festgenommen und von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden befragt. Die zuständigen Behörden in dem Golfstaat äußerten sich zunächst nicht zu dem Geschehen.
1. Oktober, 6.08 Uhr: Netanjahu sagt, weiterer Anschlag wie am 11. September verhindert
Netanjahu traf am Flughafen von Tel Aviv einen Passagier, der ins Cockpit eingedrungen war. Der US-Sender CNN veröffentlichte ein Video des Treffens, in dem Yaniv Hayun in blutverschmierter Kleidung schildert, wie er und andere den Angreifer gestoppt hätten.
Als er ins Cockpit kam, sei der Angreifer an Bordinstrumenten zugange gewesen - Hayun vermutete, dass der Mann das Flugzeug unbrauchbar machen wollte.
Im Gespräch mit dem US-Sender Fox News sagte Netanjahu später über seinen Landsmann: "Das war ungeheurer Mut, der einen weiteren Anschlag wie am 11. September verhinderte." Bei den Terroranschlägen in den USA kamen 2001 fast 3000 Menschen ums Leben, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers steuerten.
30. September, 14.20 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Angriff auf Bus im Gazastreifen
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden.
20 weitere Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, seien bei dem Angriff auf einen Bus in der Stadt Gaza verletzt worden, sagte am Mittwoch Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza bestätigte, nach einem israelischen Angriff auf ein Fahrzeug im Stadtteil Tel al-Hawa seien fünf Tote und mehrere Verletzte eingeliefert worden.
Der Zivilschutz-Sprecher sagte, der Bus habe Menschen befördert, die von Gaza im Norden ins Zentrum und in den Süden des Palästinensergebiets reisen wollten. Eine israelische Drohne habe zwei Mal auf den Bus gefeuert. Der vordere Bereich des Fahrzeugs sei dabei zerstört worden, der Bus dann vollständig ausgebrannt. Die israelische Armee gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.
30. September, 12.13 Uhr: Alle US-Truppen aus dem Irak abgezogen
Das US-Militär ist vollständig aus dem Irak abgezogen. Die letzten US-Soldaten hätten das Land verlassen, teilte das Pentagon mit. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Land im Nahen Osten, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft wurde.
"Dieser Meilenstein spiegelt den Erfolg einer zwölfjährigen Kampagne wider, durch die der IS als organisierte militärische Bedrohung im Irak und in der gesamten Region besiegt wurde", hieß es in der Mitteilung des US-Verteidigungsministeriums, das unter Präsident Donald Trump inzwischen Kriegsministerium heißt.
Die irakische Regierung trage nun die Hauptverantwortung für die Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen im Land, teilte das Pentagon weiter mit. Dazu zählten die verbliebenen Strukturen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie mit dem Iran verbündete Milizen, die nach US-Einschätzung die irakische Souveränität und die Stabilität in der Region untergraben.
30. September, 6.15 Uhr: Festnahme von mit Hisbollah verbundener Zelle
Die Behörden in Syrien haben nach eigenen Angaben im Süden des Landes nahe der von Israel besetzten Golanhöhen eine mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz verbundene Zelle festgenommen.
Die Behörden in Syrien warfen ihr am Dienstag vor, Anschläge auf nicht näher bezeichnete Ziele geplant zu haben. Konkrete Angaben dazu wurden nicht gemacht.
Das syrische Staatsfernsehen meldete unter Berufung auf Sicherheitskräfte, die Zelle habe aus drei Menschen bestanden. Die syrischen Geheimdienste und Sicherheitskräfte hätten ein "Sabotagekomplott" in der Provinz Daraa vereitelt.
Der Einsatz sei auf eine Überwachung eines Versuchs der Zelle gefolgt, Raketenabschussrampen vorzubereiten mit dem Ziel, Anschläge zur Untergrabung der Sicherheit und Stabilität auszuführen.
29. September, 22.20 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Waffenbeschaffer für Iran
Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans.
Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.
Vorgeworfen wird ihnen, Waffenteile für das iranische Verteidigungsministerium beschafft zu haben. Die Maßnahme schwäche die Fähigkeit der Führung in Teheran, ihre Waffenprogramme wiederaufzunehmen, und erhöhe die Kosten für diejenigen, die den Iran bei der Beschaffung militärischer Komponenten unterstützten, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung.
29. September, 14.13 Uhr: Schiff in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen
Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO ist ein Schiff in der Straße von Hormus am Montagabend mit einem "Geschoss unbekannter Herkunft" attackiert worden und daraufhin in Brand geraten.
"Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, und das Schiff hat seine Fahrt fortgesetzt. Die Besatzung ist wohlauf", teilte die Behörde am Dienstag mit. Umweltschäden habe es nicht gegeben.
29. September, 11.42 Uhr: Entführer von zwei Ex-Hamas-Geiseln im Gazastreifen getötet
Fast drei Jahre nach dem Hamas-Überfall auf Israel haben israelische Streitkräfte einen der Entführer der früheren Hamas-Geiseln Noa Argamani und Avinatan Or getötet.
Israelische Streitkräfte hätten bei einem Einsatz im Gebiet von Nuseirat im Gazastreifen "den Terroristen Saher Nidal Latfi Sakr" getötet, teilte die Armee am Sonntag mit. Sakr fuhr demnach das Motorrad, mit dem das Paar am 7. Oktober 2023 bei dem Angriff auf das Nova-Musikfestival verschleppt worden war.
Bei Sakr handele es sich um "einen Terroristen, der mit im Gazastreifen operierenden globalen dschihadistischen Organisationen in Verbindung stand", hieß es in der Armee-Erklärung weiter.
Das junge Paar war am 7. Oktober 2023 getrennt worden. Bevor die Hamas und verbündete Palästinensergruppen an jenem Tag den Süden Israels überfielen, hatten Or und Argamani zusammen mit hunderten anderen jungen Menschen beim Nova-Musikfestival im Süden Israels getanzt.
29. September, 8.05 Uhr: Teheran erwartet US-Antwort auf Vorschlag für Hormus-Öffnung
Die iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben am Dienstag eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus.
Katarische Vermittler wollten "die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). "Die Katarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird", fügte er hinzu.
Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte zuvor berichtet, dass indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington unter katarischer Vermittlung bereits am Montag wieder aufgenommen werden könnten. Vertreter der USA und des Iran waren bereits in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengekommen.
29. September, 6.17 Uhr: Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-Arabien
Inmitten der sich verschärfenden Lage in der Golfregion reist der emiratische Vizepräsident am Dienstag zu einem Besuch in das Königreich.
Scheich Mansur bin Sajed al Nahjan sei einer Einladung des saudiarabischen Verteidigungsministers, Prinz Chalid bin Salman bin Abdulasis, gefolgt, teilte dessen Ressort im Onlinedienst X mit. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete, der Vizepräsident habe die Einladung angenommen und werde am Dienstag zu einem "brüderlichen Besuch" nach Saudi-Arabien reisen.
Bereits im Juli hatten hochrangige Vertreter und Minister beider Länder in den Onlinediensten eine Annäherung signalisiert. Der nun angekündigte Besuch ist jedoch das erste persönliche Treffen zwischen Vertretern Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate seit ihrem Zerwürfnis im Winter wegen des Konflikts im Jemen.
28. September, 15.51 Uhr: Irans Justizchef droht Frauen ohne Kopftuch
Irans Justizchef hat abermals Frauen bei Verstößen gegen die Kopftuchpflicht mit Maßnahmen gedroht.
Bei einer Sitzung des obersten Justizrats forderte der Vorsitzende Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi, das Thema mit Priorität zu verfolgen. "Sie alle sind über einige dieser gesellschaftlichen Anomalien besorgt", sagte der Justizchef in Teheran, wie aus einem Video der Nachrichtenagentur Misan hervorgeht.
"Dieser Zustand der Nacktheit ist nicht erträglich", sagte Mohseni-Edschehi mit Blick auf Frauen in Irans Metropolen, die sich den strengen islamischen Kleidungsvorschriften widersetzen. Seinen Worten zufolge sollen, wenn nötig, auch "polizeiliche, nachrichtendienstliche und gerichtliche Maßnahmen" erfolgen. Gesellschaftlicher Gegenwind dürfe die Behörden nicht abschrecken.
28. September, 15.50 Uhr: Iranischer Hardliner kommt in berüchtigtes Ewin-Gefängnis
Ein erzkonservativer Kleriker im Iran hat überraschend eine Haftstrafe antreten müssen.
Der Parlamentsabgeordnete Hamid Rassai, einer der einflussreichsten Stimmführer der Hardliner-Fraktion, wurde am Sonntag in eine Sonderabteilung für Geistliche im berüchtigten Ewin-Gefängnis der Hauptstadt Teheran überstellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Rassai muss nun für zehn Monate in Haft, wie das mit der Justiz verbundene Webportal Misan erklärte. Hintergrund ist ein Anfang 2024 publizierter Artikel über den einflussreichen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf in einer konservativen Zeitung, die Rassai verantwortet. Als Herausgeber wurde er der Justiz zufolge wegen Verbreitung von Unwahrheiten verurteilt.
28. September, 8.50 Uhr: US-Truppen vollständig aus Irak abgezogen
Das US-Militär ist nach Angaben aus Bagdad vollständig aus dem Irak abgezogen.
Alle US-Kampftruppen und Kräfte zur logistischen Unterstützung hätten das Land verlassen, sagte ein irakischer Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Eine offizielle Bestätigung der USA gab es dafür zunächst nicht.
27. September, 17.54 Uhr: Trump erwartet nächste Woche weitere Gespräche mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump (80) rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran. "Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte", zitierte ihn das Nachrichtenportal "Axios" aus einem Telefongespräch.
Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Der Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag des Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte. Nach Angaben von "Axios" erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche.
27. September, 17.19 Uhr: USA kontern Angebot des Iran
Die USA haben nach Angaben ihres Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz (52), einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus abgelehnt, weil der Iran dafür einige Vorbedingungen verlangt hat. Teheran habe die Aufhebung weitreichender Sanktionen sowie den Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten in Milliardenhöhe gefordert, sagte Waltz dem US-Sender CNN.
"Sie verlangten alles im Voraus", fasste der US-Botschafter zusammen und bemängelte, dass die Iraner sich erst danach zu Verhandlungen bereiterklärt hätten. US-Präsident Donald Trump sei nicht überzeugt, dass die Iraner tatsächlich über die Beendigung ihres umstrittenen Atomprogramms verhandeln würden.
27. September, 15.29 Uhr: Iran beharrt auf Bedingungen für Wiederöffnung der Straße von Hormus
Ungeachtet der Ablehnung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump beharrt der Iran auf seinen Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen.
"Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt in Richtung einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ist abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Sonntag dem staatlichen Rundfunksender Irib. "Wir werden nicht von ihnen abweichen."
Der Iran habe "die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber bislang wurde uns nichts von den Vermittlern mitgeteilt", sagte Araghtschi weiter. Teheran warte darauf, "dass die Vermittler uns die endgültigen Positionen übermitteln, und auf deren Grundlage werden wir entscheiden", fügte er hinzu.
27. September, 12.15 Uhr: Schulen in Riad stellen für eine Woche auf Fernunterricht um
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern von den Schulen darüber informiert worden, dass der Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird.
Der kurzfristig entschlossene Plan geht aus E-Mails vor, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlagen. Ein offizieller Grund für die Umstellung wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird im Zuge des Konflikts in der Golfregion derzeit fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen.
"Wir wurden soeben von den saudiarabischen Behörden darüber informiert, dass die Schulen die ganze Woche über geschlossen bleiben müssen", hieß es in zwei separaten Nachrichten, die AFP vorlagen.
27. September, 7.34 Uhr: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher Isolierung
US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, den Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag auf X. "Diese Bemühungen zeigen Wirkung."
Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt.
Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.
26. September, 18.23 Uhr: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt haben
Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines großen Angriffs der Hamas gewarnt haben.
Das berichtet das US-Magazin "The Atlantic" unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa.
26. September, 7.38 Uhr: Huthi-Miliz greift saudische Hauptstadt Riad mit Drohnen an
Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt.
Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft.
Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zielte.
Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem für die Städte Abha und Chamis Muschait.
26. September, 7 Uhr: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab
Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt.
Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.
Das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf US-Regierungsvertreter weiter, Trump erwäge nach den Kongress-Zwischenwahlen im November eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran. Auf Truth Social veröffentlichte Trump am Freitagabend eine Karte der Straße von Hormus mit der Bezeichnung "Trump Strait".
Titelfoto: Jehad Alshrafi/AP/dpa
