Nahost-Konflikt: Trump droht Iran mit "Wirtschaftskrieg"

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Teheran - Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg" gedroht.

US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht.
US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social.

Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

20. August, 6.20 Uhr: Was steckt hinter Trumps Drohung mit einem Wirtschaftskrieg?

Wie oft hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran schon mit vernichtender Gewalt und wirtschaftlichen Sanktionen gedroht - nur um seine martialische Rhetorik später wieder zu relativieren.

Zugleich war immer wieder von angeblichen Fortschritten bei den Verhandlungen über eine diplomatische Einigung die Rede - ohne dass es sichtbare Erfolge gegeben hätte. Diesmal aber, so poltert Trump auf Truth Social, werde es einen "Wirtschaftskrieg" beispiellosen Ausmaßes geben. Aus seinen wieder einmal drastischen Worten spricht wohl vor allem eines: wachsende Frustration.

Weder bei der Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus noch hinsichtlich einer Einigung zur Beendigung des seit fast sechs Monaten andauernden Krieges geht es erkennbar voran. Jetzt droht Trump jedem Land, das Geschäfte mit dem Iran tätigt, mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen. Welche konkreten Schritte die US-Regierung über die bereits gegen Teheran verhängten Sanktionen hinaus zu unternehmen gedenkt, ließ der Republikaner jedoch offen. Auch Ländernamen nannte er nicht.

19. August, 19.53 Uhr: Israels Militärchef warnt vor Bedrohungen an Syriens Grenze

Bei einem Besuch im syrischen Grenzgebiet hat der israelische Militärchef gewarnt, dass Israel gegen jegliche militärische Präsenz feindlicher Kräfte an seiner Grenze vorgehen würde.

"Wir sehen, was geschieht, und beobachten die Veränderungen an der syrischen Front", sagte Ejal Zamir nach Angaben des Militärs bei einem Treffen mit israelischen Reservisten. "Wir müssen verhindern, dass sich terroristische Bedrohungen entwickeln, und zugleich verhindern, dass sich an unseren Grenzen eine erhebliche militärische Bedrohung herausbildet."

Der israelische Generalstabschef besuchte das syrische Grenzgebiet und warnte vor militärischen Bedrohungen. (Archivfoto)
Der israelische Generalstabschef besuchte das syrische Grenzgebiet und warnte vor militärischen Bedrohungen. (Archivfoto)  © Matias Delacroix/AP/dpa

19. August, 15.03 Uhr: Fünf Tote bei Luftangriff auf Polizeistation in Gaza

Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf eine Polizeistation im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. 15 weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS) mit.

Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Polizei war auch eine Frau unter den Toten. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach von einem "brutalen Massaker" gegen Polizisten. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall. 

Bei einem israelischen Angriff auf den Gazastreifen sind erneut Menschen ums Leben gekommen.
Bei einem israelischen Angriff auf den Gazastreifen sind erneut Menschen ums Leben gekommen.  © Bilal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

19. August, 14.12 Uhr: Armee ermittelt zu Tod von Hind Rajab und Sanitätern in Gaza

Die israelische Armee leitet strafrechtliche Ermittlungen zum Tod des palästinensischen Mädchens Hind Rajab sowie von Sanitätern im Gaza-Krieg ein.

Insgesamt seien fünf tödliche Vorfälle im Gazastreifen untersucht worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. 

Hind starb, nachdem das Auto, in dem sie mit Verwandten vor israelischen Angriffen floh, beschossen wurde. Sie überlebte zunächst verletzt und war in Tonaufnahmen eines Notrufs zu hören, in denen sie stundenlang um Hilfe flehte, bevor sie starb. Der Fall, einschließlich dieser Audioaufnahmen, wurde später in dem teils dokumentarischen, teils fiktionalen Film "Die Stimme von Hind Rajab" aufgearbeitet. Der Film erhielt im Februar bei einer Gala in Berlin den Preis als "wertvollster Film".

19. August, 13.11 Uhr: Merz verurteilt Minister-Äußerung zu Tötungen in Gaza scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) tritt Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir (50) zu gezielten Tötungen von Palästinensern in Gaza entschieden entgegen.

Der Kanzler verurteile die menschenverachtenden, völkerrechtswidrigen Appelle scharf, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Sie seien nicht hinnehmbar.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

19. August, 13.07 Uhr: Israelischer Angriff in Syrien heizt Streit mit Türkei an

Nach einem mutmaßlich israelischen Luftschlag auf einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens nehmen die Spannungen zwischen Israel und der Türkei zu.

Ankara wies Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) entschieden zurück, wonach die Türkei die Stationierung von Truppen in der Region plane. Das türkische Präsidialamt warf Netanjahu vor, vor den Wahlen in seinem Land eine expansionistische und destabilisierende Politik in der Region zu betreiben.

Am Dienstag hatte das israelische Militär syrischen Angaben zufolge einen syrischen Stützpunkt nahe der türkischen Grenze bombardiert. Das syrische Außenministerium und die eng mit der Führung in Damaskus verbundene Türkei verurteilten die Angriffe als Verletzung der Souveränität Syriens. Der US-Sondergesandte für Syrien und US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, sagte ebenfalls, dass es sich um einen israelischen Angriff gehandelt habe.

19. August, 10.38 Uhr: Ausschreibung für umstrittenes israelisches Siedlungsprojekt

Israels Bauministerium hat eine Ausschreibung für den Bau von mehr als 1.200 Wohneinheiten für ein höchst umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland veröffentlicht.

Konkret geht es um das sogenannte E1-Gebiet zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim. Das Gebiet gilt als einer der sensibelsten Punkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Eine Bebauung dort würde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufspalten.

Insgesamt sollen nach Willen der rechten Regierung in Israel rund 3.400 Wohneinheiten dort gebaut werden. Bis zum 19. Oktober läuft nun die Ausschreibung für den Bau der ersten 1.234 Wohneinheiten - gut eine Woche später, am 27. Oktober, wird in Israel ein neues Parlament gewählt.

18. August, 19.34 Uhr: Tote bei Angriff in Gaza - Israel: Hamas-Kommandeure Ziel

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.

Israels Armee teilte mit, sie habe mehrere Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas im Viertel Al-Schati in der Stadt Gaza ins Visier genommen. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. 

Mitarbeiter des für die Opfer zuständigen Schifa-Krankenhauses teilten mit, es habe auch mehrere Verletzte gegeben. Zur Identität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Palästinensischen Angaben zufolge soll Israels Armee ein Café am Hafen in der Stadt Gaza im Norden des Gebiets getroffen haben. Israels Armee bestätigte das auf Anfrage zunächst nicht. 

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.
Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

18. August, 19.32 Uhr: Israelische Soldaten markieren Palästinenser bei Verhör mit Nummern

Israels Armee hat Berichte bestätigt, wonach israelische Sicherheitskräfte Palästinenser während Befragungen im Westjordanland mit Nummern markiert haben.

Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte zuvor gemeldet, Soldaten hätten den Betroffenen in Kabatija in der Nähe der Stadt Dschenin bei einem Einsatz am Montag mit Markern Nummern auf ihre Gesichter und Körper geschrieben. 

18. August, 19.31 Uhr: Syrien meldet israelische Angriffe auf Militärflugplatz

Das israelische Militär hat nach syrischen Angaben einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens angegriffen.

Das Außenministerium verurteilte die Angriffe vom frühen Morgen als Verletzung seiner Souveränität. Die Angriffe seien eine gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität der gesamten Region bedrohe, hieß es. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet.

Israels Armee wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit äußern. Der US-Sender Fox News berichtete, ein hochrangiger israelischer Vertreter habe dem Sender gesagt, Israel habe vor dem Angriff "hochsensible Geheimdienstinformationen" mit den USA geteilt. 

Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet.
Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet.  © Omar Albam/AP/dpa

18. August, 19.29 Uhr: Israel birgt Leiche eines seit 1982 vermissten Soldaten

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge die sterblichen Überreste eines seit 1982 vermissten Soldaten gefunden und nach Israel überführt.

Der Obergefreite Jehuda Katz war wenige Tage nach Beginn des israelischen Libanon-Feldzugs im Juni 1982 nach einer Panzerschlacht mit der syrischen Armee verschwunden. Seine sterblichen Überreste seien in Israel identifiziert worden, teilte das israelische Militär am Abend mit. Seine Angehörigen wurden demnach informiert. Der genaue Fundort wurde zunächst nicht genannt. 

Titelfoto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

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