Nahost-Konflikt: Trump droht mit Zerstörung von iranischen, minenlegenden Schiffen

Nahost - Die USA wollen den Iran mit neuen Sanktionen wirtschaftlich noch weiter isolieren und damit die Führung in Teheran in die Knie zwingen.

US-Finanzminister Scott Bessent droht dem Iran mit wirtschaftlichen Sanktionen.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Jede Art von wirtschaftlichem Engagement mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Macht der USA aussetzen", warnte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz.

Auf die Frage, ob dies auch auf China zutreffe, das als Hauptabnehmer iranischen Öls gilt, sagte Bessent nur, niemand solle Washingtons Entschlossenheit auf die Probe stellen.

Das US-Finanzministerium habe "jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat", sagte Bessent.

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Es würden Sanktionen gegen mehr als 60 Organisationen, Personen und Schiffe weltweit verhängt, die es Teherans Führung ermöglichten, Atom- und Raketentechnologie zu beschaffen, Einnahmen aus Ölgeschäften zu erzielen und Cyberoperationen durchzuführen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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25. August, 17.27 Uhr: Trump droht mit Zerstörung von iranischen, minenlegenden Schiffen

Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen legen. Er verwies auf eine "Null-Toleranz-Politik" bei der Verminung der Meerenge, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Bereits Mitte April hatte Trump ähnliche Drohungen ausgesprochen.

Trump behauptete nun ferner, dass die US-Raumfahrtabteilung (Space Force) die Straße von Hormus, die mutmaßliche und bislang kaum bekannte Atomeinrichtung "Pickaxe Mountain" und drei weitere Nuklearanlagen genauestens im Blick habe.

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US-Präsident Donald Trump (80) macht wie immer Druck, der wie so oft droht, zu verpuffen.  © Alex Brandon/AP/dpa

25. August, 16.25 Uhr: Israel räumt UN-Gelände in Ost-Jerusalem

Israel hat offiziellen Angaben zufolge mit der Räumung eines Geländes des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem begonnen.

Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt. "Der Staat Israel wird es einer Organisation, deren Mitarbeiter in Terror und das Massaker vom 7. Oktober verwickelt waren, nicht gestatten, auf seinem Staatsgebiet tätig zu sein, und wird mit allen Mitteln gegen sie vorgehen", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Die Außenstelle des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) im Westjordanland und in Jerusalem.  © Nir Alon/ZUMA Press Wire/dpa

25. August, 13.48 Uhr: Israelischer Abgeordneter zerstört palästinensisches Denkmal

Ein ultranationalistischer israelischer Abgeordneter hat in einem palästinensischen Dorf ein Denkmal mit einem Vorschlaghammer zerstört.

Videoaufnahmen des Vorfalls in Madama im nördlichen Westjordanland zeigen, wie Knesset-Mitglied Zvi Sukkot und weitere Personen dabei von israelischen Soldaten geschützt wurden. Sukkot gehört der Partei Religiöser Zionismus an, die zu den rechtsextremen Kräften in der Koalition von Regierungschef Benjamin Netanjahu zählt.

Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um ein Denkmal für "Märtyrer" aus dem Dorf. Mit diesem Begriff werden Palästinenser bezeichnet, die im Konflikt mit Israel getötet wurden - etwa bei israelischen Razzien und Konfrontationen, aber auch bei Anschlägen auf Israelis.

Sukkot schrieb auf der Plattform X, das Denkmal habe Terroristen verherrlicht. "Jedes Kind, das täglich ein riesiges Denkmal sieht, das Mörder von Juden verherrlicht, wird davon träumen, Terrorist zu werden", hieß es in seinem Beitrag. Er habe das Militär in den vergangenen Wochen mehrfach vergeblich aufgefordert, solche Denkmäler in palästinensischen Gebieten zu entfernen.

Israelische Soldaten schützten den israelischen Abgeordneten bei dem Angriff. (Symbolfoto)  © Nedal Shtieh/JNA via ZUMA Press Wire/dpa

25. August, 9.57 Uhr: Pakistan führt "produktive Gespräche" mit dem Iran

Nach erneuten Gesprächen des Vermittlers Pakistan im Iran zeigt sich Islamabad zuversichtlich. Man habe "sehr positive und produktive Gespräche" mit Irans Präsident Massud Peseschkian geführt, schrieb der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi nach einem Besuch in Teheran auf der Plattform X.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die notwendigen Schritte beider Seiten zur Wiederherstellung des Rahmenabkommens und damit zur umfassenden Beilegung des Konflikts, wie Naqvi weiter schrieb. Es seien bedeutende Fortschritte erzielt worden, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die pakistanische Delegation unter Leitung des Armeechefs Asim Munir habe sich zudem mit Mohsen Resai, dem neu eingesetzten Chef des nationalen Sicherheitsrats, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi getroffen, hieß es in einer separaten Mitteilung des pakistanischen Militärs.

Pakistan hat die diplomatischen Bemühungen mit dem Iran wieder aufgenommen.  © Uncredited/Iranian Presidency Office/dpa

25. August, 6.11 Uhr: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden.

Er sei vor der Küste des Omans von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden.

Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Der Vorfall ereignete sich demnach neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Asch Schischah. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

Erneut ist ein Tanker in der Straße von Hormus Ziel eines Angriffs geworden. (Archivfoto)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

25. August, 6.10 Uhr: US-Regierung zieht Mauerfall-Vergleich im Iran-Krieg

Die US-Regierung hat sich im Iran-Krieg mit einem Appell an Kämpfer der iranischen Seite gewandt - und dabei einen Vergleich zum Berliner Mauerfall 1989 herangezogen.

"An die einfachen Soldaten, die dieses Regime unterstützen: Wenn immer mehr eurer Gehaltszahlungen ausbleiben oder angeblich nur verspätet ausgezahlt werden, fragt euch, ob eure Kommandeure euer Land zum Sieg oder in den Ruin führen", sagte US-Finanzminister Scott Bessent bei einer Pressekonferenz in Washington, auf der er wirtschaftliche Sanktionen gegen Handelspartner des Irans ankündigte.

Dann zog er den Mauerfall-Vergleich: "Und erinnert euch daran, dass die Berliner Mauer fiel, als einfache Soldaten beschlossen, nicht auf ihre eigenen Landsleute zu schießen."

24. August, 15.38 Uhr: Israel tötet weitere mutmaßliche Hamas-Täter vom 7. Oktober

Israel setzt die gezielte Tötung mutmaßlicher Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas fort, die am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein sollen.

In der Nacht seien in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen zwei Hamas-Mitglieder getötet worden, die damals auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien und am Massaker teilgenommen hätten, teilte die israelische Armee mit.

Am Sonntag war nach Militärangaben in Chan Junis im Süden des Küstenstreifens bereits ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit "Nuchba" getötet worden.

Israel weitet die Jagd auf mutmaßliche Beteiligte des Massakers am 7. Oktober aus. Nach Armeeangaben wurden im Gazastreifen erneut mehrere Hamas-Mitglieder getötet.  © Ilia Yefimovich/dpa

24. August, 7.22 Uhr: USA treten in "Endphase" des Iran-Kriegs ein

Die USA treten nach den Worten von Finanzminister Scott Bessent in die "Endphase" des Iran-Kriegs ein.

"Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher 'D-Day' - die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde", schrieb Bessent auf der Plattform X. Er will auf einer für heute angekündigten Pressekonferenz die "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen den Iran vorstellen.

US-Präsident Donald Trump habe die militärischen Fähigkeiten des Irans "zerschlagen", schrieb Bessent. Nahezu 100 Prozent der Militärfabriken der Islamischen Republik habe Trump zerstört und das Atomprogramm des Landes zunichtegemacht. "Wir treten nun in die Endphase ein", behauptete Bessent.

US-Finanzminister Bessent will heute die härtesten Sanktionen der Geschichte gegen den Iran vorstellen.  © Markus Schreiber/AP/dpa

24. August, 6.12 Uhr: Iran droht Nachbarstaaten mit Blockade von Öl-Exporten

Der Iran blockiert immer noch weitestgehend den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine wichtige Meerenge für Öl-, Gas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Dies hat Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.

Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen. Die für die wichtige Meerenge zuständige iranische Behörde drohte auf X bei Verstößen gegen die Regeln mit der Konfiszierung von Schiffen.

24. August, 6.08 Uhr: Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein

Vor dem Hintergrund der US-Androhung eines Wirtschaftskriegs hat der iranische Präsident Massud Peseschkian Schwierigkeiten im Land eingeräumt, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage.

Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Peseschkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Peseschkian sprach demnach auch von "erheblichen Ungleichgewichten" in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung "geerbt" habe. Seit seinem Amtsantritt habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt.

Peseschkian schien in der Rede auch auf die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump einzugehen, der dem Iran fast sechs Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hatte.

Peseschkian sagte der Mitteilung zufolge, der Iran sei "mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert". Er habe darauf hingewiesen, "dass die Feinde offen damit gedroht hätten, beispiellose Sanktionen gegen das Land zu verhängen".

Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigte sich selbstbewusst und überzeugt, dem Druck der USA standhalten zu wollen.  © Shadati/XinHua/dpa

23. August, 18.57 Uhr: 14-jähriger Palästinenser bei Militäreinsatz getötet

Bei einem israelischen Militäreinsatz im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben ein 14-Jähriger tödlich durch Schüsse verletzt worden.

Der Jugendliche sei im Flüchtlingsviertel Askar nahe der palästinensischen Stadt Nablus zu Tode gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Ein Sprecher des israelischen Militärs sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond teilte mit, eines seiner Teams habe einen von Soldaten im Brustbereich angeschossenen Jugendlichen in Askar versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort seien die Versuche, sein Leben zu retten, erfolglos geblieben.

Bei einer israelischen Razzia im nördlichen Westjordanland kommt ein Jugendlicher ums Leben. Nach palästinensischen Angaben treffen ihn Schüsse in die Brust, er erliegt später seinen Verletzungen.  © Mohammed Nasser/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

23. August, 18.56 Uhr: Katz droht Hamas wegen Drachen mit harter Reaktion

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Armee nach Medienberichten angewiesen, mit aller Härte gegen das Starten von Ballons, Drachen oder Drohnen aus dem Gazastreifen vorzugehen.

Katz reagierte damit auf den Fund mehrerer Drachen im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen. Nach Angaben des israelischen Armeesenders geht die Armee davon aus, dass die Terrororganisation Hamas dafür verantwortlich ist. Spreng- oder Brandsätze wurden demnach jedoch nicht gefunden. Eine arabische Aufschrift auf einem der Drachen soll allerdings mit der Botschaft gedroht haben, dass es nie Ruhe geben werde.

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