Nahost - Die vom Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie "nicht autorisierte" Routen in der Region befahren.
"Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormus erheblich ein", teilte die PGSA auf der Plattform X mit.
Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus. Zuletzt hatte der Iran den USA laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt.
Die USA sollten demnach bestimmte Anforderungen erfüllen, und im Anschluss sollte die Meerenge wieder geöffnet werden. Laut dem "Wall Street Journal" gehörte zu diesen Forderungen, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.
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27. September, 17.54 Uhr: Trump erwartet nächste Woche weitere Gespräche mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump (80) rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran. "Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte", zitierte ihn das Nachrichtenportal "Axios" aus einem Telefongespräch.
Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Der Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag des Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte. Nach Angaben von "Axios" erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche.
27. September, 17.19 Uhr: USA kontern Angebot des Iran
Die USA haben nach Angaben ihres Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz (52), einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus abgelehnt, weil der Iran dafür einige Vorbedingungen verlangt hat. Teheran habe die Aufhebung weitreichender Sanktionen sowie den Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten in Milliardenhöhe gefordert, sagte Waltz dem US-Sender CNN.
"Sie verlangten alles im Voraus", fasste der US-Botschafter zusammen und bemängelte, dass die Iraner sich erst danach zu Verhandlungen bereiterklärt hätten. US-Präsident Donald Trump sei nicht überzeugt, dass die Iraner tatsächlich über die Beendigung ihres umstrittenen Atomprogramms verhandeln würden.
27. September, 15.29 Uhr: Iran beharrt auf Bedingungen für Wiederöffnung der Straße von Hormus
Ungeachtet der Ablehnung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump beharrt der Iran auf seinen Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen.
"Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt in Richtung einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ist abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Sonntag dem staatlichen Rundfunksender Irib. "Wir werden nicht von ihnen abweichen."
Der Iran habe "die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber bislang wurde uns nichts von den Vermittlern mitgeteilt", sagte Araghtschi weiter. Teheran warte darauf, "dass die Vermittler uns die endgültigen Positionen übermitteln, und auf deren Grundlage werden wir entscheiden", fügte er hinzu.
27. September, 12.15 Uhr: Schulen in Riad stellen für eine Woche auf Fernunterricht um
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern von den Schulen darüber informiert worden, dass der Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird.
Der kurzfristig entschlossene Plan geht aus E-Mails vor, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlagen. Ein offizieller Grund für die Umstellung wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird im Zuge des Konflikts in der Golfregion derzeit fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen.
"Wir wurden soeben von den saudiarabischen Behörden darüber informiert, dass die Schulen die ganze Woche über geschlossen bleiben müssen", hieß es in zwei separaten Nachrichten, die AFP vorlagen.
27. September, 7.34 Uhr: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher Isolierung
US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, den Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag auf X. "Diese Bemühungen zeigen Wirkung."
Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt.
Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.
26. September, 18.23 Uhr: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt haben
Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines großen Angriffs der Hamas gewarnt haben.
Das berichtet das US-Magazin "The Atlantic" unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa.
26. September, 7.38 Uhr: Huthi-Miliz greift saudische Hauptstadt Riad mit Drohnen an
Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt.
Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft.
Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zielte.
Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem für die Städte Abha und Chamis Muschait.
26. September, 7 Uhr: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab
Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt.
Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.
Das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf US-Regierungsvertreter weiter, Trump erwäge nach den Kongress-Zwischenwahlen im November eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran. Auf Truth Social veröffentlichte Trump am Freitagabend eine Karte der Straße von Hormus mit der Bezeichnung "Trump Strait".