Nahost-Konflikt: Trump sagt Angriffe auf Iran ab

Teheran - Das US-Militär stand Berichten zufolge kurz vor einer massiven Angriffswelle auf Ziele im Iran. Nun will US-Präsident Donald Trump anscheinend darauf verzichten - sofern seine Bedingungen schnell erfüllt werden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Trump von einem Durchbruch spricht, der im Nachhinein von anderer Seite dementiert wird oder später an der Realität scheitert.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.

Weitere Einzelheiten zu dem angeblichen diplomatischen Durchbruch nannte Trump zunächst nicht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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2. August, 5.15 Uhr: Trump: Angriffe auf Iran abgesagt - "Umrisse einer Einigung"

Aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.

Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zu einem Angriff bereit, wie es ihn "seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat". Aber der Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, davon abzusehen, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe.

Dazu gehöre die "komplette" Öffnung der Straße von Hormus und "ein Ende der vom Iran ausgehenden atomaren Bedrohung", schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, den Iran vorerst nicht wieder anzugreifen. Wohl an die Vermittler gerichtet schob er hinterher: "Macht Euch alle an die Arbeit und ERLEDIGT das."

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2. August, 3.50 Uhr: Iran: Werden bei neuen US-Angriffen entschlossen reagieren

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt.

Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghtschi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er. 

Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran hat Teheran bereits mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Staaten am Persischen Golf gedroht. Die von US-Präsident Donald Trump erwogene neue Angriffswelle könnte den Berichten zufolge auch Attacken auf Irans Energieinfrastruktur umfassen. 

1. August, 20.10 Uhr: Israel tötet nach eigenen Angaben mehrere Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon getötet. Diese "Terroristen" hätten sich in der "Sicherheitszone" im Gebiet des Gebirgskamms Ali al-Taher befunden und seien in der Nacht "eliminiert" worden, teilte die Armee am Samstag mit.

Bei dem Einsatz sei auch ein israelischer Soldat verletzt worden. Eine Reaktion der pro-iranischen Schiitenmiliz lag zunächst nicht vor.

Immer wieder greift Israel im Libanon an. (Archivbild)  © Hassan Ammar/AP/dpa

1. August, 16.51 Uhr: Wieder Angriffe Israels in Gaza - Klinik-Lager getroffen

Israels Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Palästinensischen Angaben zufolge gab es dabei im Laufe des Tages drei Tote und mehrere Verletzte.

"Ziel der beiden Angriffe waren Terroristen", teilte ein israelischer Armeesprecher am Nachmittag auf Anfrage mit.

1. August, 15.24 Uhr: Iran hat laut Kuwait Regierungsgebäude im Norden angegriffen

Der Iran hat nach Angaben Kuwaits ein Regierungsgebäude und weitere "wichtige Einrichtungen" in dem kleinen Golfstaat angegriffen.

Auch Fahrzeuge eines Unternehmens seien mit Drohnen angegriffen worden, teilte das kuwaitische Außenministerium mit.

Kuwait soll angegriffen worden sein. (Archivbild)  © --/XinHua/dpa

1. August, 10.47 Uhr: Acht saudische Öltanker laut Huthi-Miliz zu Kurswechsel gezwungen

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben acht saudische Öltanker zu einem Kurswechsel gezwungen. Diese müssten nun vom Roten Meer über das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika fahren, um ans Ziel zu kommen – bei einer Fahrt vom Roten Meer in Richtung Asien ein langer und teurer Umweg.

Eine Bestätigung von Saudi-Arabien gab es zunächst nicht. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete, sechs saudische Öltanker würden den Umweg um den afrikanischen Kontinent nehmen.

Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Miliz. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch deren Konflikt neu eskaliert. Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Es wird befürchtet, dass auch dieses Nadelöhr wie die Straße von Hormus durch Angriffe faktisch geschlossen wird - mit noch schwereren Folgen für den Welthandel und Energiepreise.

Trotz der Umleitung mehrerer Öltanker bleibt der Seeweg Bab al-Mandab vorerst offen - und der Transit nach Angaben der Huthi-Miliz kostenlos.  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

1. August, 7.34 Uhr: Iran warnt USA vor neuen Angriffen - droht mit Gegenschlägen

Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.

Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelische Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns.

1. August, 7.33 Uhr: US-Medien - Trump erwägt Angriffe auf iranische Ziele

US-Präsident Donald Trump erwägt US-Medienberichten zufolge bereits an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran. Das berichteten etwa der US-Sender CBS News und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Dem Bericht von CBS News zufolge könnte dabei Israel wieder in den Krieg einsteigen. Zuletzt hatten sich Israel und der Iran Anfang Juni gegenseitig angegriffen. Laut der Nachrichtenseite "Axios" könnten die neuen Attacken wiederum die Energieinfrastruktur im Iran ins Visier nehmen. Eine finale Entscheidung habe Trump noch nicht getroffen.

Bereits zuvor hatte Trump neue Angriffe auf den Iran angekündigt. "Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, mit Blick auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret.

31. Juli, 19.03 Uhr: Vorbehalte aus Israel gegen Umsetzungsplan zur Hamas-Entwaffnung

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump (80) über eine Einigung auf eine Entwaffnung der Terrororganisation Hamas gibt es aus Israel Hinweise darauf, dass das Land einen entsprechenden Umsetzungsplan ablehnt. Dieser sieht laut dem von Trump gegründeten Friedensrat parallel zur Einlagerung schwerer Waffen im Gazastreifen einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee vor.

Bis zur tatsächlichen Entwaffnung der Hamas werde sich die israelische Armee nicht von der "derzeitigen gelben Linie" zurückziehen, hieß es aus israelischen Regierungskreisen.

31. Juli, 15.34 Uhr: Iran könnte hinter Cyberangriff auf US-Infrastruktur stecken

In den USA wird es Medienberichten zufolge für wahrscheinlich gehalten, dass iranische Hacker hinter einem koordinierten Cyberangriff auf Dutzende Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota stecken.

Die Washington Post berichtete, Geheimdienste gingen davon aus - die New York Times bezog sich auf Ermittler. Beide Zeitungen stützten sich dabei auf US-Beamte und wiesen jeweils darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien.

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