Nahost-Konflikt: Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus

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Nahost - US-Präsident Donald Trump (80) hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) seine Unterstützung bei der anstehenden Parlamentswahl ausgesprochen.

Benjamin Netanjahu (76) bedankte sich mit einem Video beim US-Präsidenten für dessen Worte. Er fühle sich durch Trumps außerordentliche Unterstützung zutiefst geehrt. (Archivbild)
Benjamin Netanjahu (76) bedankte sich mit einem Video beim US-Präsidenten für dessen Worte. Er fühle sich durch Trumps außerordentliche Unterstützung zutiefst geehrt. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

Netanjahu sei ein großartiger "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran gewesen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social über den Mann, mit dem er den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begann.

Die Islamische Republik sei sowohl militärisch als auch finanziell zerstört worden und sofern sie ihren Kurs nicht rasch ändere, werde man diese Aufgabe bald zu Ende bringen, drohte Trump in Richtung Teheran. 

"Wenn Israel die falsche Führungsperson hat – und das wäre jede andere als Bibi –, wird Amerika diese Arbeit selbst übernehmen müssen, und ich bin nicht geneigt, das zu tun." Netanjahu habe sich angesichts enormen Widerstands, auch aus dem eigenen Land, als stark, mutig und brillant erwiesen, lobte Trump. Er sei genau die Art von Partner, den die USA von Israel erwarteten.

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"Bitte betrachten Sie dieses Schreiben als Ausdruck meiner uneingeschränkten und vollumfänglichen Unterstützung für Bibi Netanjahu bei seinem bevorstehenden erneuten Antritt zur Wahl des Ministerpräsidenten Israels", schrieb Trump. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

19. Oktober, 6.31 Uhr: Ägypten sagt Saudi-Arabien Hilfe bei Verteidigung zu

Ägypten will den regionalen Nachbarn Saudi-Arabien bei der Verteidigung gegen die Huthi-Miliz im Jemen unterstützen und könnte dafür womöglich auch eigene Soldaten in dem Golfstaat stationieren.

Ägypten werde Saudi-Arabien "alle notwendige und mögliche Unterstützung geben, um dessen Sicherheit und Stabilität zu verteidigen", teilte der Nationale Verteidigungsrat mit, in dem Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Vorsitz hat. Details oder konkrete Pläne nannte er nicht.

Das ägyptische Parlament kam am Sonntag zu einer Sitzung zusammen, um zu beraten. Eine weitere Sitzung ist für Montag geplant. Es wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig, um Truppen ins Ausland zu entsenden. 

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi (l.) und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi (l.) und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman.  © -/SPA/dpa

19. Oktober, 6.26 Uhr: Empörung über mutmaßlichen Siedlerangriff auf US-Fotografin

Führende israelische Oppositionspolitiker haben einen mutmaßlichen Siedlerangriff auf eine US-Fotografin im besetzten Westjordanland scharf verurteilt.

Der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten, Jair Golan, schrieb bei X, Heidi Levine von der "Washington Post" habe ihm bei einem Besuch von den "Momenten des Schreckens" berichtet. "Von der furchtbaren Angst, möglicherweise nicht lebend davonzukommen. Von den Schlägen, dem Blut und davon, wie die Angreifer sie verletzt am Boden zurückließen."

Nach Angaben der "Washington Post" griffen Dutzende maskierte israelische Siedler am Freitag palästinensische Dorfbewohner an, die Oliven geerntet hätten. Sie hätten nahe der Ortschaft Abu Falah Olivenhaine in Brand gesetzt und Steine geworfen.

Wirbel und Rippe gebrochen, Finger fast abgetrennt: Die US-Fotografin Heide Levine wird Opfer einer brutalen Attacke. Selbst der als siedlerfreundlich geltende US-Botschafter spricht von Terror.
Wirbel und Rippe gebrochen, Finger fast abgetrennt: Die US-Fotografin Heide Levine wird Opfer einer brutalen Attacke. Selbst der als siedlerfreundlich geltende US-Botschafter spricht von Terror.  © Leo Correa/AP/dpa

19. Oktober, 6.20 Uhr: Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus

US-Präsident Donald Trump (80) hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) seine Unterstützung bei der anstehenden Parlamentswahl ausgesprochen.

Netanjahu sei ein großartiger "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran gewesen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social über den Mann, mit dem er den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begann.

US-Präsident Donald Trump (80, r.) sichert Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) Unterstützung für die bevorstehende Parlamentswahl zu.
US-Präsident Donald Trump (80, r.) sichert Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) Unterstützung für die bevorstehende Parlamentswahl zu.  © Alex Brandon/AP/dpa

18. Oktober, 11.10 Uhr: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab

Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Angriff mit zwei ballistischen Raketen der Huthi-Miliz aus dem Jemen abgewehrt.

Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf der Plattform X erklärte.

Die Huthi-Miliz setzt ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien fort. Nach Militärangaben konnten in der Nacht Attacken mit Raketen und einer Drohne abgewehrt werden.
Die Huthi-Miliz setzt ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien fort. Nach Militärangaben konnten in der Nacht Attacken mit Raketen und einer Drohne abgewehrt werden.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

18. Oktober, 11.09 Uhr: Irans Parlament stimmt für neuen Verteidigungsminister

Der Iran bekommt einen mit der Raketenproduktion erfahrenen Funktionär als neuen Verteidigungsminister.

Im Parlament (Madschles) stimmten 237 der 290 Abgeordneten für den Rüstungsexperten Mehrdad Achlaghi Ketabtschi, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Präsident Massud Peseschkian hatte ihn Anfang Oktober offiziell nominiert.

Der 68-Jährige folgt auf den früheren Minister Asis Nasirsadeh, der am 28. Februar in Teheran bei dem von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran getötet wurde. Seitdem hatte ein General der Revolutionsgarden, Madschid Ebn-ol-Resa, das Amt in der Krisenzeit kommissarisch geführt.

18. Oktober, 7.07 Uhr: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab

Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Angriff mit zwei ballistischen Raketen der Huthi-Miliz aus dem Jemen abgewehrt.

Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf der Plattform X erklärte.

Die schiitische Huthi-Miliz griff zuletzt mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mehrfach Ziele im benachbarten sunnitischen Königreich Saudi-Arabien an. Dabei gab es auch Tote und Verletzte, unter anderem am Flughafen der Hauptstadt Riad. Auch Ölanlagen wurden angegriffen. Saudi-Arabien wiederum ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift Ziele der Huthi an. Die Miliz kontrolliert Gebiete im Norden und Westen des Jemens und wird vom Iran unterstützt. 

18. Oktober, 7.04 Uhr: Siedler attackieren EU-Diplomaten im Westjordanland

Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen.

Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Der Vorfall ereignete sich während der Olivenernte nahe der Ortschaft Taibe. 

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach dagegen von einem "mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten". Schwere Vorwürfe erforderten überzeugende Beweise. Die Bilder allein reichten nicht aus, um den vollständigen Ablauf der Ereignisse oder die individuelle Verantwortung zu klären. Diese Umstände würden weiterhin untersucht.

Maskierte Männer umstellen ein Diplomatenfahrzeug bei der Olivenernte im Westjordanland. Auch eine US-Fotografin wird verletzt.
Maskierte Männer umstellen ein Diplomatenfahrzeug bei der Olivenernte im Westjordanland. Auch eine US-Fotografin wird verletzt.  © Leo Correa/AP/dpa

17. Oktober, 11.58 Uhr: Tankschiffe im Persischen Golf attackiert

Im Persischen Golf sind Hunderte Kilometer von der Straße von Hormus entfernt Attacken auf Tankschiffe gemeldet worden.

In zwei separaten Meldungen berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über Vorfälle vom Freitag unweit der Küste Saudi-Arabiens. Ein Schiff sei von einem unbekannten Projektil getroffen worden. In einer später veröffentlichten Mitteilung hieß es, ein weiterer Tanker sei von einem kleinen Schiff mit einem Raketenwerfer angegriffen worden.

17. Oktober, 8.05 Uhr: Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine

In der Straße von Hormus ist ein Supertanker nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarden auf eine Seemine aufgefahren.

Es habe eine Explosion und einen Brand an Bord gegeben. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Elite-Einheit des Militärs weiter, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel (Fässer je 159 Liter) Rohöl geladen. Das Schiff habe versucht, die Meerenge unerlaubt mit Täuschungsmanövern und der Unterstützung des US-Militärs zu passieren. Die Straße von Hormus sei geschlossen, betonten die Revolutionsgarden demnach. 

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Öltanker und andere Schiffe. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich. Auch Seeminen soll Teheran in der Meerenge verlegt haben. (Archivbild)
Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Öltanker und andere Schiffe. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich. Auch Seeminen soll Teheran in der Meerenge verlegt haben. (Archivbild)  © Marcos Moreno/AP/dpa

16. Oktober, 20.34 Uhr: Huthi-Miliz fordert Aufgabe belagerter Stadt im Jemen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat die Streitkräfte der international anerkannten Regierung dazu aufgefordert, den Widerstand gegen die Einnahme der Stadt Tais aufzugeben.

Die Verteidiger sollten ihre Waffen abgeben, um einen Häuserkampf zu vermeiden, so die Forderung laut dpa-Informationen. 

Die schiitischen Rebellen zogen den Belagerungsring um die Großstadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern in den vergangenen Wochen immer enger. Nachdem die Huthi die letzte Zufahrtsstraße aus dem Westen abgeschnitten haben, droht den Menschen in Tais eine humanitäre Katastrophe.

Die Huthi-Miliz fordert die Aufgabe der belagerten Stadt Tais im Jemen.
Die Huthi-Miliz fordert die Aufgabe der belagerten Stadt Tais im Jemen.  © Maad Al Zekri/AP/dpa

16. Oktober, 18.30 Uhr: Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben abermals Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf das Königreich abgewehrt.

"Wir haben drei Drohnen im Süden und über Riad zerstört", erklärte ein Sprecher der Koalition am Freitag im Onlinedienst X. Zudem seien zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer und eine ballistische Rakete über der für den Öltransport wichtigen Hafenstadt Janbu abgefangen worden.

Saudi-Arabien führt seit mehr als einem Jahrzehnt eine Militärkoalition an, die der international anerkannten Regierung des Jemen im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz zur Seite steht.

Die Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis. (Symbolfoto)
Die Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis. (Symbolfoto)  © Osamah Yahya/dpa

16. Oktober, 17.32 Uhr: Fotografin der "Washington Post" von Siedlern überfallen und verletzt

Radikale israelische Siedler haben im Westjordanland eine US-Fotografin überfallen, als sie für die Zeitung "Washington Post" Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte.

"Mehr als 50" mit Stöcken bewaffnete maskierte Siedler hätten sie plötzlich angegriffen, sagte Heidi Levine vor Journalisten am Freitag im Krankenhaus in Ramallah, wohin sie nach dem Überfall zur Behandlung gebracht worden war.

"Plötzlich sprangen sie auf mich zu, ich trug glücklicherweise meinen Helm und meine Schutzweste", berichtete Levine, die Verletzungen an ihrer Hand und einem Bein erlitten hatte. Sie habe versucht, ihr Gesicht zu schützen, sagte die Reporterin, die seit Jahrzehnten im Nahen Osten arbeitet. Die Angreifer hätten mit Füßen auf sie eingetreten. Laut der "Washington Post" wies die Schutzweste Levine mit dem Aufdruck "Press" auf Brust und Rücken eindeutig als Journalistin aus.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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