Nahost-Konflikt: Israel meldet Zerstörung wichtiger Hisbollah-Tunnel im Südlibanon

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Nahost - Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus eskaliert aufs Neue.

CENTCOM-Truppen zerstörten fünf iranische Rohöltanker.
CENTCOM-Truppen zerstörten fünf iranische Rohöltanker.  © Screenshot/X/@CENTCOM

Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon.

Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab.

Nach den Angriffen auf die iranischen Rohöltanker teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, der Tanker "M/T Riesco" sei im Golf von Oman am Sinken. Dazu veröffentlichte es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Schiff getroffen wird, Feuer fängt und anschließend mit dem Bug voran sinkt.

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Angaben dazu, ob der Tanker Rohöl geladen hatte, gab es nicht. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

10. September, 21.43 Uhr: Israel meldet Zerstörung wichtiger Hisbollah-Tunnel im Südlibanon

Israel teilte am Donnerstag mit, wichtige Tunnel zerstört zu haben, die von der vom Iran unterstützten Hisbollah unter dem strategisch bedeutenden Höhenzug Ali al-Taher im Südlibanon angelegt worden waren.

"Dabei handelt es sich um strategische terroristische Infrastruktur, die über zwei Jahrzehnte hinweg mit iranischer Finanzierung und Planung errichtet wurde", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz.

Die Zerstörung dieser Infrastruktur "vollendet die Erlangung der operativen Kontrolle über den Höhenzug Ali al-Taher - über und unter der Erde".

Nach Angaben der israelischen Armee erstreckte sich die Infrastruktur über mehr als zwei Kilometer und enthielt "Dutzende im Iran hergestellte Raketen, Flugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) sowie Maschinengewehre, Dutzende Panzerabwehrraketen und Hunderte Minen und Sprengsätze".
Nach Angaben der israelischen Armee erstreckte sich die Infrastruktur über mehr als zwei Kilometer und enthielt "Dutzende im Iran hergestellte Raketen, Flugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) sowie Maschinengewehre, Dutzende Panzerabwehrraketen und Hunderte Minen und Sprengsätze".  © - / X / @ISRAEL_KATZ / AFP

10. September, 12.36 Uhr: Huthi-Miliz nimmt wichtige Hafenstadt Mokka im Jemen ein

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen.

Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht.

10. September, 10.26 Uhr: Iran bereit für "Blitzoffensiven" zur Verteidigung

Die iranischen Streitkräfte sind im Krieg gegen die USA nach Angaben ihrer Militärführung bereit für "Blitzoffensiven" zur Landesverteidigung.

"Heute sind wir bereit, an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein und den Feind, in welcher Lage er sich auch befinden mag, zu vernichten", sagte Hassan Hassansadeh, Kommandeur für die Bodentruppen der Revolutionsgarden im Großraum Teheran, laut iranischen Medien.

Hassansadeh betonte am Rande einer Militärübung außerdem, dass Ausrüstung und Technologie bei den Kampfhandlungen nicht allein entscheidend für Sieg oder Niederlage seien. "Es sind der feste Glaube, die tief im Herzen verankerte Überzeugung von göttlicher Hilfe sowie die Befolgung und Orientierung an der Schule von Märtyrern", sagte er.

Die iranischen Streitkräfte sind laut Armeekommandeur Hassan Hassansadeh in der Lage, "an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein."
Die iranischen Streitkräfte sind laut Armeekommandeur Hassan Hassansadeh in der Lage, "an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein."  © Vahid Salemi/AP/dpa

9. September, 12.30 Uhr: Angriffe im Nahen Osten treiben Rohölpreis über 100 Dollar

Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen.

Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormus. 

Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist. 

Gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran in der Straße von Hormus treiben den Rohölpreis über 100 Dollar. (Archivbild)
Gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran in der Straße von Hormus treiben den Rohölpreis über 100 Dollar. (Archivbild)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

9. September, 8.10 Uhr: Revolutionsgarden melden Angriff auf Schiffe in Straße von Hormus

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormus angegriffen.

In Vergeltung für US-Angriffe auf fünf iranische Tanker habe man Schiffe der USA sowie Öltanker und Frachter angegriffen, die gegen iranische Regeln zur Schifffahrt in der Meerenge verstoßen hätten, hieß es in einer Stellungnahme der IRGC. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

9. September, 6.32 Uhr: US-Außenminister Rubio warnt Teheran vor Verlust weiterer Tanker

US-Außenminister Marco Rubio (55) warnt Teheran vor weiteren Attacken.

"Der Iran versucht weiterhin, Schiffe der US-Marine anzugreifen, und jedes Mal, wenn sie dies tun oder versuchen zu tun, werden sie Tanker verlieren", sagte Rubio während eines Besuchs in Kolumbien. Erst am Samstag hatte das US-Militär mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben. 

US-Außenminister Marco Rubio (55) hat eine erneute Warnung an Teheran ausgesprochen.
US-Außenminister Marco Rubio (55) hat eine erneute Warnung an Teheran ausgesprochen.  © Brendan Smialowski/Pool AFP/AP/dpa

9. September, 6.22 Uhr: Emirate wollen bei Verteidigung enger mit Deutschland zusammenarbeiten

Die Vereinigten Arabischen Emirate streben eine stärkere Zusammenarbeit mit Deutschland bei der Verteidigung an sowie im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI).

Das sagte Anwar Gargasch, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid (65), vor einem Besuch des Staatschefs in Berlin. In den "sehr wichtigen" Beziehungen der beiden Länder sei jetzt der Moment, diese "auf die nächste Stufe" zu heben, sagte Gargasch der Deutschen Presse-Agentur. 

"Können wir zusammenarbeiten, um beispielsweise Fähigkeiten bei der Drohnenabwehr aufzubauen?", sagte Gargasch. Die Kriege in der Ukraine und mit dem Iran hätten gezeigt, dass die Welt den Raketen und Drohnen von heute nicht ausreichend gewachsen sei. "Deutschland versteht, glaube ich, dass die bevorstehenden Aufgaben nicht unbedingt denen der Vergangenheit gleichen."

Die Emirate unter Präsident Mohammed bin Sajid (65) wollen bei der Verteidigung enger mit Deutschland zusammenarbeiten.
Die Emirate unter Präsident Mohammed bin Sajid (65) wollen bei der Verteidigung enger mit Deutschland zusammenarbeiten.  © Susan Walsh/AP/dpa

9. September, 6.15 Uhr: Iranische Medien melden Raketenangriffe auf Jordanien

Der Iran hat Medienberichten zufolge US-Militärstützpunkte in Jordanien mit einer "Welle an Raketen" angegriffen.

Wie unter anderem der regierungstreue Sender Press TV in der Nacht auf Telegram meldete, handelte es sich um Vergeltungsschläge nach Angriffen des US-Militärs auf iranische Öltanker.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen. Das US-Militär und die jordanischen Behörden machten dazu zunächst keine Angaben.

Laut iranischen Medien ist Jordanien mit Raketen angegriffen worden. (Archivbild)
Laut iranischen Medien ist Jordanien mit Raketen angegriffen worden. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

8. September, 18.12 Uhr: USA belegen 27 iranische Airlines mit neuen Sanktionen

Die USA haben im Zuge ihres Kriegs gegen den Iran mehrere wichtige Fluggesellschaften mit Sanktionen belegt.

Das US-Finanzministerium veröffentlichte am Dienstag neue Strafmaßnahmen gegen staatliche und private Airlines und erhöht damit den Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die bekannten Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.

Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht. Die neuen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Die USA belegen 27 iranische Airlines mit neuen Sanktionen. (Archivbild)
Die USA belegen 27 iranische Airlines mit neuen Sanktionen. (Archivbild)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

8. September, 18 Uhr: Irans Streitkräfte melden den Abschuss von US-Drohne

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen.

Die Flugabwehr habe die Drohne vom Typ MQ-1 nahe der Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen und zerstört, berichtete die mit den mächtigen Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. Eine Bestätigung von US-Seite gab es dafür zunächst nicht. Bandar Abbas liegt am Persischen Golf in der Nähe der Straße von Hormus.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge eine US-Drohne abgeschossen. (Symbolfoto)
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge eine US-Drohne abgeschossen. (Symbolfoto)  © Tsgt Effrain Lopez/U.S. Air Force/dpa

8. September, 15.20 Uhr: Netanjahu soll Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert haben

Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll der emiratische Präsident den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) persönlich davor gewarnt haben, dass die Hamas eine großangelegte Offensive gegen Israel plane.

Netanjahu habe die israelischen Sicherheitschefs jedoch nicht informiert und nichts mit diesen Informationen unternommen, berichtete die linksliberale israelische Zeitung "Haaretz".

Nach Angaben des Blatts wurden drei hochrangige ausländische Regierungsvertreter über den Inhalt des 45-minütigen Telefonats informiert. Als Quelle wird ein Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid (65) genannt, der mit dem Gespräch vertraut war.  Das Büro Netanjahus dementierte den Bericht nach Angaben des Blatts als "absolute Lüge". Auf eine direkte Anfrage reagierte Netanjahus Büro zunächst nicht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) soll eine Warnung vor einem bevorstehenden Hamas-Überfall ignoriert haben.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) soll eine Warnung vor einem bevorstehenden Hamas-Überfall ignoriert haben.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

8. September, 13.45 Uhr: Iran inhaftiert Kleriker nach radikalen Forderungen

Die iranische Justiz hat einen erzkonservativen islamischen Geistlichen nach radikalen Forderungen inhaftiert.

Der Kleriker Mohammed Bagher Charrasi befinde sich aktuell in Untersuchungshaft, sagte Justizsprecher Sejed-Ali Kasemi laut der Nachrichtenagentur Misan bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine Sonderstaatsanwaltschaft für Geistliche ermittle gegen den Mann. Anklage wurde demnach noch nicht erhoben.

Charrasi wurde iranischen Medienberichten zufolge bereits im August in Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Irans, wegen "Verstößen gegen die nationale Sicherheit" festgenommen. 

Titelfoto: - / X / @ISRAEL_KATZ / AFP

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