Nahost-Konflikt: US-Außenminister Rubio warnt Teheran vor Verlust weiterer Tanker

Nahost - Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus eskaliert aufs Neue.

CENTCOM-Truppen zerstörten fünf iranische Rohöltanker.  © Screenshot/X/@CENTCOM

Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon.

Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab.

Nach den Angriffen auf die iranischen Rohöltanker teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, der Tanker "M/T Riesco" sei im Golf von Oman am Sinken. Dazu veröffentlichte es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Schiff getroffen wird, Feuer fängt und anschließend mit dem Bug voran sinkt.

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Angaben dazu, ob der Tanker Rohöl geladen hatte, gab es nicht. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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9. September, 6.32 Uhr: US-Außenminister Rubio warnt Teheran vor Verlust weiterer Tanker

US-Außenminister Marco Rubio (55) warnt Teheran vor weiteren Attacken.

"Der Iran versucht weiterhin, Schiffe der US-Marine anzugreifen, und jedes Mal, wenn sie dies tun oder versuchen zu tun, werden sie Tanker verlieren", sagte Rubio während eines Besuchs in Kolumbien. Erst am Samstag hatte das US-Militär mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben. 

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US-Außenminister Marco Rubio (55) hat eine erneute Warnung an Teheran ausgesprochen.  © Brendan Smialowski/Pool AFP/AP/dpa

9. September, 6.22 Uhr: Emirate wollen bei Verteidigung enger mit Deutschland zusammenarbeiten

Die Vereinigten Arabischen Emirate streben eine stärkere Zusammenarbeit mit Deutschland bei der Verteidigung an sowie im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI).

Das sagte Anwar Gargasch, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid (65), vor einem Besuch des Staatschefs in Berlin. In den "sehr wichtigen" Beziehungen der beiden Länder sei jetzt der Moment, diese "auf die nächste Stufe" zu heben, sagte Gargasch der Deutschen Presse-Agentur. 

"Können wir zusammenarbeiten, um beispielsweise Fähigkeiten bei der Drohnenabwehr aufzubauen?", sagte Gargasch. Die Kriege in der Ukraine und mit dem Iran hätten gezeigt, dass die Welt den Raketen und Drohnen von heute nicht ausreichend gewachsen sei. "Deutschland versteht, glaube ich, dass die bevorstehenden Aufgaben nicht unbedingt denen der Vergangenheit gleichen."

Die Emirate unter Präsident Mohammed bin Sajid (65) wollen bei der Verteidigung enger mit Deutschland zusammenarbeiten.  © Susan Walsh/AP/dpa

9. September, 6.15 Uhr: Iranische Medien melden Raketenangriffe auf Jordanien

Der Iran hat Medienberichten zufolge US-Militärstützpunkte in Jordanien mit einer "Welle an Raketen" angegriffen.

Wie unter anderem der regierungstreue Sender Press TV in der Nacht auf Telegram meldete, handelte es sich um Vergeltungsschläge nach Angriffen des US-Militärs auf iranische Öltanker.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen. Das US-Militär und die jordanischen Behörden machten dazu zunächst keine Angaben.

Laut iranischen Medien ist Jordanien mit Raketen angegriffen worden. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

8. September, 18.12 Uhr: USA belegen 27 iranische Airlines mit neuen Sanktionen

Die USA haben im Zuge ihres Kriegs gegen den Iran mehrere wichtige Fluggesellschaften mit Sanktionen belegt.

Das US-Finanzministerium veröffentlichte am Dienstag neue Strafmaßnahmen gegen staatliche und private Airlines und erhöht damit den Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die bekannten Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.

Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht. Die neuen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Die USA belegen 27 iranische Airlines mit neuen Sanktionen. (Archivbild)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

8. September, 18 Uhr: Irans Streitkräfte melden den Abschuss von US-Drohne

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen.

Die Flugabwehr habe die Drohne vom Typ MQ-1 nahe der Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen und zerstört, berichtete die mit den mächtigen Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. Eine Bestätigung von US-Seite gab es dafür zunächst nicht. Bandar Abbas liegt am Persischen Golf in der Nähe der Straße von Hormus.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge eine US-Drohne abgeschossen. (Symbolfoto)  © Tsgt Effrain Lopez/U.S. Air Force/dpa

8. September, 15.20 Uhr: Netanjahu soll Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert haben

Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll der emiratische Präsident den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) persönlich davor gewarnt haben, dass die Hamas eine großangelegte Offensive gegen Israel plane.

Netanjahu habe die israelischen Sicherheitschefs jedoch nicht informiert und nichts mit diesen Informationen unternommen, berichtete die linksliberale israelische Zeitung "Haaretz".

Nach Angaben des Blatts wurden drei hochrangige ausländische Regierungsvertreter über den Inhalt des 45-minütigen Telefonats informiert. Als Quelle wird ein Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid (65) genannt, der mit dem Gespräch vertraut war.  Das Büro Netanjahus dementierte den Bericht nach Angaben des Blatts als "absolute Lüge". Auf eine direkte Anfrage reagierte Netanjahus Büro zunächst nicht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) soll eine Warnung vor einem bevorstehenden Hamas-Überfall ignoriert haben.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

8. September, 13.45 Uhr: Iran inhaftiert Kleriker nach radikalen Forderungen

Die iranische Justiz hat einen erzkonservativen islamischen Geistlichen nach radikalen Forderungen inhaftiert.

Der Kleriker Mohammed Bagher Charrasi befinde sich aktuell in Untersuchungshaft, sagte Justizsprecher Sejed-Ali Kasemi laut der Nachrichtenagentur Misan bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine Sonderstaatsanwaltschaft für Geistliche ermittle gegen den Mann. Anklage wurde demnach noch nicht erhoben.

Charrasi wurde iranischen Medienberichten zufolge bereits im August in Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Irans, wegen "Verstößen gegen die nationale Sicherheit" festgenommen. 

8. September, 11.20 Uhr: Teheran soll Metrostationen im Krieg als Bunker nutzen

Die Bevölkerung in der iranischen Hauptstadt Teheran soll die zahlreichen Metrostationen im Krieg künftig als Schutzräume nutzen.

Die Stadt arbeite derzeit an einem Konzept und werde in Kürze Hinweisschilder installieren, sagte der Vorsitzende des Stadtrats, Mehdi Tschamran, nach einer Sitzung laut einem Bericht des Webportals Didban.

Bereits während der schwersten Bombardierungen im Krieg hatten Politiker die Bevölkerung in der Millionenmetropole aufgerufen, Metrostationen als Bunker aufzusuchen. Im Gegensatz zu vielen Gegenden in Israel gibt es im Iran kein flächendeckendes Konzept für Schutzräume. Die israelischen und US-Luftangriffe trafen die meisten Menschen im Iran oft überraschend, ohne Vorwarnung. 

Künftig sollen die Metrostationen der iranischen Hauptstadt Teheran bei Angriffen auch als Schutzräume dienen.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

8. September, 8.37 Uhr: Mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach dortigen Angaben 73 Menschen verletzt worden.

Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, teilte der Sprecher des saudisch angeführten Militärbündnisses mit, das im Jemen gegen die Huthi kämpft. 

Der Konflikt zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien eskaliert weiter. In Saudi-Arabien wurden mehrere Energie-Einrichtungen getroffen. (Archivbild)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

7. September, 16.34 Uhr: IAEA-Chef spricht über Assads Reaktor

Eine geheime syrische Anlage aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten Baschar al-Assad (60) war nach Angaben des obersten UN-Atomwächters für Atomwaffen konfiguriert.

Er urteile zwar nicht über die früheren Absichten Syriens, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi (65). Doch er wies darauf hin, dass ein nie fertiggestellter Reaktor für die effiziente Produktion für Material ausgelegt gewesen sei, das "direkt für die Herstellung von Nuklearwaffen" tauglich gewesen wäre.

Die IAEA arbeitet derzeit zusammen mit der aktuellen Regierung in Damaskus das frühere Atomprogramm auf. Zuletzt haben IAEA-Fachleute tonnenweise geheime Bestände an Uran und Reaktorbrennstäben aus der Ära Assad in Syrien sichergestellt.

Laut IAEA-Chef Rafael Grossi (65) verfügte Assads Reaktor über eine Atomwaffen-Konfiguration.  © -/kyodo/dpa

7. September, 10.33 Uhr: Iran erhöht nicht subventionierte Benzinpreise drastisch

Im Zuge der schweren Wirtschaftskrise hat Irans Regierung eine deutliche Erhöhung der Spritpreise angekündigt.

Von Dienstag an werden die Kosten für einen Liter Benzin auf dem freien Markt von 50.000 auf 100.000 Rial verdoppelt, sagte Keramat Weys-Karami, Vorsitzender der staatlichen Gesellschaft für den Vertrieb von Erdölprodukten, im Staatsfernsehen. Die Preise für vergünstigtes Benzin blieben davon jedoch unberührt.

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