Nahost-Konflikt: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an

Nahost - Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen.

Vor wenigen Tagen drohte Trump dem Iran mit Vernichtung aller Schiffe, die Minen verlegen. (Archivbild)  © Doug Mills/Pool The New York Times/dpa

Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es.

Die iranischen Revolutionsgarden drohten umgehend mit Vergeltung. Der aggressive Akt habe zum Tod und zur Verletzung mehrerer ihrer Kämpfer und Landsleute geführt, zitierte die Nachrichtenagentur Fars eine Mitteilung der Revolutionsgarden. Dies werde eine Bestrafung des Aggressors nach sich ziehen, hieß es weiter. Eine genaue Zahl von Toten oder Verletzten wurde nicht genannt.

Davor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei. 

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31. August, 6.21 Uhr: USA und Iran attackieren sich erstmals seit Wochen wieder

Erstmals seit Ende Juli haben die US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen.

Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte in der Nacht auf der Plattform X über "begrenzte, gezielte Maßnahmen" gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die eine unmittelbare Bedrohung in der Straße von Hormus dargestellt hätten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Die Raketen wurden laut jordanischen Angaben jedoch abgefangen. 

Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten.

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31. August, 6.20 Uhr: Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben.

"Vieles davon ist schlichtweg falsch", schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein "Verbrechen" sei. 

In einem Statement an die Deutsche Presse-Agentur sagte Parnell, dass der Artikel "ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten" sei. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern.

31. August, 6.16 Uhr: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an

Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen.

Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es.

Die iranischen Revolutionsgarden drohten umgehend mit Vergeltung.

Seit Wochen war es im Nahen Osten zwischen den Kriegsparteien USA und Iran ruhig geworden. Kurz vor der neuen Woche kommt es zu einer militärischen Eskalation. (Archivbild)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

30. August, 20.29 Uhr: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden.

Das Schiff sei vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X. Den Angaben nach kam es bereits am Samstag zu dem Vorfall zwölf Seemeilen nördlich der Stadt al-Chasab.

Derzeit lägen keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden vor, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Die Behörden ermittelten, teilte UKMTO mit. Zuletzt hatte die Behörde einen Angriff am Dienstag auf einen Öltanker vor der omanischen Küste gemeldet.

Wieder ist ein Tanker in der Straße von Hormus attackiert worden. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

30. August, 16.10 Uhr: Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) hat sich nach Berichten über einen Angriff radikaler israelischer Siedler auf ein US-Fernsehteam "zutiefst alarmiert" gezeigt.

Es handele sich dabei nicht um einen isolierten Vorfall, sondern um einen Teil eines "wiederkehrenden Musters der Gewalt gegen Mitglieder der Presse und palästinensische Zivilisten", hieß es in der Mitteilung. 

Die Siedler hatten Medienberichten zufolge am Samstag Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien. 

Aufgrund der Gefahr weiterer Siedler-Angriffe fordert der Auslandspresseverband in Israel Schutz für Journalisten. (Symbolfoto)  © Leo Correa/AP/dpa

30. August, 14.26 Uhr: Neuer israelischer Angriff in Gaza - Hamas-Mitglied getötet

Die israelische Luftwaffe setzt ihre intensiven Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee mit.

Damit sei eine "unmittelbare Bedrohung" beseitigt worden. Der Mann habe Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt. 

Die israelische Luftwaffe hat erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen, dabei soll auch ein Hamas-Mitglied getötet worden sein.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

29. August, 19.23 Uhr: Israelische Siedler greifen palästinensisches Dorf im Westjordanland an

Im Westjordanland haben Dutzende israelische Siedler das palästinensische Dorf Kusra angegriffen.

Bewohner und die israelische Armee berichteten am Samstag von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen, bei denen nach Angaben des Militärs auch Palästinenser verletzt worden sein sollen. In dem im Norden des Westjordanlands gelegenen Kusra gibt es bereits seit Anfang August Spannungen zwischen Siedlern und palästinensischen Bewohnern.

Ein Dorfbewohner sagte AFP, zunächst habe sich eine kleine Gruppe von Siedlern mehreren Palästinensern genähert, die Arbeiten an einem Haus ausführten. Die Siedler seien anschließend mit dutzenden weiteren Menschen zurückgekehrt, hätten die Palästinenser in dem Haus eingekesselt und sie mit Steinen beworfen.

Das palästinensische Dorf Kusra ist von israelischen Siedlern attackiert worden.  © Ilia Yefimovich/dpa

29. August, 10.32 Uhr: Rund 400 Schiffe stecken noch im Persischen Golf fest

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest.

"Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können", sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, laut einer Mitteilung am Freitag.

Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. "Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind."

Mehr als 6000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest.  © Uncredited/AP/dpa

28. August, 19.11 Uhr: Israel meldet Tötung eines Hamas-Mitglieds in Dschenin

Israels Armee hat bei einem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei weitere Militante getötet.

Der Hamas-Mann sei unter anderem an der Finanzierung und Ausführung von Anschlägen auf israelische Zivilisten beteiligt gewesen, teilten das Militär und Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Abend mit. 

Zudem sei er für die Aktivitäten der islamistischen Terrororganisation im Flüchtlingsviertel von Dschenin verantwortlich gewesen. Israels Armee ging dort sowie in zwei weiteren Flüchtlingsvierteln im Westjordanland im vergangenen Jahr bei einer großangelegten Offensive eigenen Angaben zufolge gegen militante Palästinenser vor. Dabei wurden zahlreiche Menschen getötet, Zehntausende aus ihren Häusern vertrieben sowie massive Zerstörung verursacht. Das "Terrornetzwerk von Dschenin" soll dabei laut der israelischen Armee zerschlagen worden sein.

Israels Armee hat bei einem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei weitere Militante getötet.  © Nedal Shtieh/JNA via ZUMA Press Wire/dpa

28. August, 12.18 Uhr: Hamsterkäufe in Teheran: Lange Schlangen an Tankstellen

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Ängste vor Versorgungsengpässen lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst.

Autofahrer warteten in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen, wie Einwohner berichteten. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es.

Präsident Massud Peseschkian hatte bei einer Kabinettssitzung diese Woche Probleme infolge des Kriegs eingeräumt, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. Er rief die Regierung mit ihrer Fahrzeugflotte selbst zu Sparsamkeit auf, wie die auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierte Nachrichtenagentur Ilna berichtete. Auch die Bevölkerung müsse kooperieren.

In der iranischen Hauptstadt Teheran warten die Menschen in langen Schlagen vor den Tankstellen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

28. August, 12.14 Uhr: Iran droht Netanjahu mit dem Tod

Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht.

"Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken", sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen. 

Resai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US-Präsidenten geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel "Wo kann man Barron Trump töten?" verbreitet.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erhielt aus dem Iran eine Morddrohung.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

28. August, 12.13 Uhr: Irans Außenminister: "Druck funktioniert nicht"

Irans Außenminister hat im festgefahrenen Konflikt mit den USA die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten.

"Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen", schrieb Abbas Araghtschi auf X. Die USA müssten verstehen: "Druck funktioniert nicht. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten", fügte er hinzu.

In den vergangenen Tagen hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araghtschi.

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