Nahost-Konflikt: USA holen nach Vorfall bei Militärbasis Bomber zurück

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Nahost - Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert.

In der Hauptstadt Riad, in Saudi-Arabien, ist es anscheinend zu Attacken durch die Huthi-Miliz gekommen. (Archivfoto)
In der Hauptstadt Riad, in Saudi-Arabien, ist es anscheinend zu Attacken durch die Huthi-Miliz gekommen. (Archivfoto)  © Alexi J. Rosenfeld / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.

Der Sprecher begründete den Beschuss mit vorherigen Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Die Angriffe auf die Hauptstadt Sanaa in der Nacht zu Sonntag reklamierte das von Saudi-Arabien unterstützte Militär der jemenitischen Regierung für sich. 

Die Huthi-Miliz beschießt im Zuge einer Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien.

Feuer auf Fünf-Sterne-Campingplatz am Gardasee: Mindestens 24 Urlauber teils schwer verletzt
Italien Feuer auf Fünf-Sterne-Campingplatz am Gardasee: Mindestens 24 Urlauber teils schwer verletzt

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

5. Oktober, 9.03 Uhr: USA holen nach Vorfall bei Militärbasis Bomber zurück

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert.

"Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind", teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit. 

Nach Informationen der "New York Times" waren neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug der US-Bomber. So gebe es Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlag auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte.

Das US-Militär hatte zuvor einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt.

Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Nun haben die USA ihre Bomber zurückgeholt.
Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Nun haben die USA ihre Bomber zurückgeholt.  © Alastair Grant/AP/dpa

4. Oktober, 20.28 Uhr: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert.

Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.

4. Oktober, 16.37 Uhr: Jemens Regierung kündigt Großoffensive gegen Huthi-Miliz an

Die international anerkannte Regierung des Jemens beginnt eine umfassende Militäroperation gegen die Huthi-Miliz.

Nach Angaben von Raschad al-Alimi, Mitglied des Präsidialen Führungsrats, erstrecken sich die geplanten Einsätze auf alle aktiven Frontlinien im Land. Ziel der Offensive sei die Rückeroberung sämtlicher Regionen, die sich derzeit unter der Kontrolle der Miliz befinden. Seine Ankündigung verbreitete der regierungsnahe Fernsehsender Yemen TV. 

4. Oktober, 16.36 Uhr: Iran plant schnellere und weitreichendere Raketen

Der Iran muss nach den Worten von Armeesprecher Amir Akraminia die Reichweite und Geschwindigkeit seiner Raketen vergrößern.

Der Sprecher begründete dies nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars damit, dass gegnerische Kräfte inzwischen bis zu 1000 Kilometer von der iranischen Küste entfernt operierten. 

Dieser Radius deckt die wesentlichen geopolitischen Brennpunkte des Nahen Ostens, der Golfregion, des Kaukasus und Teile Zentralasiens ab. Sämtliche US-Militärstützpunkte im Golfraum liegen innerhalb dieser Distanz. Die gesamte Ost- und Zentraltürkei liegt innerhalb des Radius, einschließlich Nato-Stützpunkt Incirlik. 

Irans Armee kündigt eine größere Reichweite ihrer Raketen an. Sprecher Akraminia verweist auf gegnerische Kräfte in größerer Entfernung von der iranischen Küste.
Irans Armee kündigt eine größere Reichweite ihrer Raketen an. Sprecher Akraminia verweist auf gegnerische Kräfte in größerer Entfernung von der iranischen Küste.  © Vahid Salemi/AP/dpa

4. Oktober, 16.34 Uhr: Iran knüpft Öffnung von Hormus an sieben Vorbedingungen

Der Iran knüpft eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an die Erfüllung von sieben Vorbedingungen durch die USA.

Ghalibaf, der zugleich Irans Verhandlungsführer ist, sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, die Zeit des Abwartens und Diktierens einseitiger Forderungen sei abgelaufen. Die Position des Irans sei völlig klar und endgültig.

Laut Ghalibaf bleibt die für den internationalen Energiehandel wichtige Seestraße so lange gesperrt, bis die sieben Bedingungen auf Grundlage des Zwischenabkommens vom Juni 2026 erfüllt sind. Den entsprechenden Forderungskatalog übermittelte Teheran nach eigenen Angaben über den Vermittler Katar an die US-Regierung.

4. Oktober, 16.32 Uhr: Tanker in der Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten.

Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Das Schiff wurde demnach von einem unbekannten Projektil getroffen. Berichtet wurde von Schäden am Maschinenraum. Verletzte gab es laut der UKMTO-Meldung nicht.

4. Oktober, 7.22 Uhr: Huthi-Miliz im Jemen greift Aramco-Anlage in Riad an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudi-arabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.

Die Huthi-Kämpfer "haben einen groß angelegten Militäreinsatz durchgeführt und dabei mehrere ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt, um Aramco in der Hauptstadt des saudiarabischen Feindes anzugreifen", erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree. Die "präzisen und direkten" Angriffe hätten "Brände an den getroffenen Standorten" ausgelöst, fügte er hinzu.

Die Behörden Saudi-Arabiens äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

Flammen lodern in einer Anlage des saudischen Ölkonzerns Aramco südlich von Riad.
Flammen lodern in einer Anlage des saudischen Ölkonzerns Aramco südlich von Riad.  © - / AFP

3. Oktober, 21.57 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden.

Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht.

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sterben wieder Menschen. Laut einem israelischen Militärkorrespondenten wollte die Armee ein hochrangiges Hamas-Mitglied gezielt töten.
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sterben wieder Menschen. Laut einem israelischen Militärkorrespondenten wollte die Armee ein hochrangiges Hamas-Mitglied gezielt töten.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

3. Oktober, 10.32 Uhr: An regierungskritischen Protesten im Iran beteiligter Mann hingerichtet

Im Iran ist ein Mann wegen einer Reihe von Vorwürfen hingerichtet worden, unter anderem soll er während der regierungskritischen Proteste zu Beginn des Jahres mit einer militärischen Waffe auf Polizisten geschossen haben.

Die iranische Justiz teilte am Samstag mit, Siawasch Dschamschidi sei wegen des Vorwurfs des "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) zum Tode verurteilt worden. Er habe eine Schusswaffe geschwungen und abgefeuert, sowie sich gegen die nationale Sicherheit verschworen und abgesprochen.

Laut dem Online-Justizportal Misan wurde Dschamschidi zudem wegen weiterer Vergehen verurteilt, die nicht in Zusammenhang mit den Protesten standen, darunter "Betrug, Bedrohungen, Diebstahl und dem Besitz und dem Tragen einer militärischen Waffe."

Weitere Vorwürfe waren demnach unter anderem "Komplizenschaft bei Entführung, Schwingen einer Waffe zum Zweck der Einschüchterung und absichtliche Körperverletzung". Laut Misan war Dschamschidi während der Demonstrationen "aktiv".

3. Oktober, 7.18 Uhr: Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von "unbekannten Geschossen" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Freitag mit.

Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt. Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen.

Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.

Der Behörde zufolge untersuchten die Behörden die Vorfälle.

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden.
In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden.  © Altaf Qadri/AP/dpa

2. Oktober, 13.21 Uhr: Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf Drei-Jahres-Hoch

Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. 

Damit liegt sie weit über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Jahresinflation von zwei Prozent anpeilt. Ökonomen erwarten daher, dass die EZB die Leitzinsen ein drittes Mal in diesem Jahr erhöht. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins würde damit auf 2,75 Prozent steigen. 

"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an Kunden weitergäben. "Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen."

Titelfoto: - / AFP

Mehr zum Thema Iran: