Nahost-Konflikt: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

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Nahost - Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten.

Der Flugzeugträger "USS George Washington" vor der Küste Argentiniens.
Der Flugzeugträger "USS George Washington" vor der Küste Argentiniens.  © Victor R. Caivano/AP/dpa

Das berichten das "Wall Street Journal" und das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen.

Laut dem "Wall Street Journal" stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9000 bis 10.000 Soldaten auf. 

Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem "Time"-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "Möglich". 

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Das "WSJ" und "Axios" berichteten übereinstimmend, der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" habe seinen Heimathafen in San Diego am Sonntag verlassen. Am Montag seien weitere Schiffe - darunter ein amphibisches Angriffsschiff - ausgelaufen, hieß es. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

2. Oktober, 6.18 Uhr: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa

Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.

Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.

Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. In der Nacht wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Chamis Muschait abgewehrt.

Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort. 

Dieses Foto zeigt Rauch, der von einer Explosion aufsteigt, die laut Angaben der Huthis auf einen Angriff auf von Saudi-Arabien unterstützte Streitkräfte in der östlichen Provinz Jawf folgte.
Dieses Foto zeigt Rauch, der von einer Explosion aufsteigt, die laut Angaben der Huthis auf einen Angriff auf von Saudi-Arabien unterstützte Streitkräfte in der östlichen Provinz Jawf folgte.  © Uncredited/Ansar Allah Media Office via AP/dpa

2. Oktober, 6.16 Uhr: Nach wie vor kein diplomatischer Durchbruch im Iran-Krieg

Die USA und der Iran waren jüngst am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder für Verhandlungen zusammengekommen.

Ein diplomatischer Durchbruch im festgefahrenen Krieg wurde danach aber nicht bekannt.

2. Oktober, 6.13 Uhr: Nicht der erste Flugzeugträger

Die USA haben bereits die Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" und "USS George Washington" im Nahen Osten. Falls diese dort bleiben, nachdem der dritte Flugzeugträger dort eintrifft, wäre es laut "Wall Street Journal" das erste Mal seit April, dass die USA dort mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen präsent sind.

Die nun in Richtung Naher Osten entsandten Soldaten kämen zu den mehr als 50.000 Soldaten hinzu, die sich dort bereits aufhielten, zitiert die Zeitung einen US-Beamten. 

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Flugzeugträger berichtet "Axios" gestützt auf einen US-Beamten allerdings auch, dass noch nicht klar sei, ob der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" einen der anderen beiden ersetzen oder zusätzlich eingesetzt werden soll. 

1. Oktober, 6.15 Uhr: Wadephul erleichtert - Schlimmeres verhindert

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigte sich nach einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar erleichtert, "dass die versuchte Entführung und womöglich noch weit Schlimmeres verhindert werden konnte". Nun müssten die Hintergründe schnell und vollständig aufgeklärt werden. 

Es sei der Tapferkeit des Piloten und weiterer Passagiere zu verdanken, dass ein Absturz in letzter Sekunde hätte verhindert werden können, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Ein Absturz wäre eine "totale Katastrophe" gewesen, die sehr viele Menschenleben gekostet, aber auch in der angespannten Situation in der Region und im israelischen Wahlkampf für erhebliche Unruhe gesorgt hätte. In Israel wird Ende Oktober das Parlament neu gewählt.

Der Außenminister Johann Wadephul (63).
Der Außenminister Johann Wadephul (63).  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

1. Oktober, 6.13 Uhr: Einzeltäter bei Anschlag vermutet

Gesicherte Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Angreifers gibt es bislang nicht - auch was genau seine Absicht war, ist noch nicht geklärt. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman.

Nach erster israelischer Einschätzung soll es sich um einen Einzeltäter handeln, wie der TV-Sender Kan berichtete. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls sein könnte, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob es Hinweise auf eine Verwicklung des Irans in den Vorfall gebe, sagte Netanjahu dennoch: "Nun, wir wissen es noch nicht. ... Aber es ist kein Geheimnis, dass der Iran Israelis im Ausland und hier zum Ziel nehmen will."  Flydubai teilte mit, dass die Flüge von und nach Israel ausgesetzt werden, solange die Untersuchungen andauerten.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft flydubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen flydubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, steht bei der Ankunft am Internationalen Flughafen Ben Gurion auf dem Rollfeld.
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft flydubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen flydubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, steht bei der Ankunft am Internationalen Flughafen Ben Gurion auf dem Rollfeld.  © Jamal Awad/dpa

1. Oktober, 6.10 Uhr: Angreifer im Würgegriff

Yaniv Hayun sagte, er habe den Angreifer in den Würgegriff genommen und aus dem Cockpit gezerrt. Danach - das Flugzeug war zu dieser Zeit im Sturzflug - habe er im Cockpit die Steuerung ergriffen und begonnen, die Hebel zurückzuziehen, dann habe ein Pilot übernommen.

Auf die Frage, woher er gewusst habe, was er tun sollte, verwies Hayun auf eine TV-Dokuserie über Flugunfälle.

Nach Angaben Netanjahus wurde der Angreifer festgenommen und von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden befragt. Die zuständigen Behörden in dem Golfstaat äußerten sich zunächst nicht zu dem Geschehen.

1. Oktober, 6.08 Uhr: Netanjahu sagt, weiterer Anschlag wie am 11. September verhindert

Netanjahu traf am Flughafen von Tel Aviv einen Passagier, der ins Cockpit eingedrungen war. Der US-Sender CNN veröffentlichte ein Video des Treffens, in dem Yaniv Hayun in blutverschmierter Kleidung schildert, wie er und andere den Angreifer gestoppt hätten.

Als er ins Cockpit kam, sei der Angreifer an Bordinstrumenten zugange gewesen - Hayun vermutete, dass der Mann das Flugzeug unbrauchbar machen wollte. 

Im Gespräch mit dem US-Sender Fox News sagte Netanjahu später über seinen Landsmann: "Das war ungeheurer Mut, der einen weiteren Anschlag wie am 11. September verhinderte." Bei den Terroranschlägen in den USA kamen 2001 fast 3000 Menschen ums Leben, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers steuerten.

Benjamin Netanjahu (76), Ministerpräsident von Israel.
Benjamin Netanjahu (76), Ministerpräsident von Israel.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

30. September, 14.20 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Angriff auf Bus im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden.

20 weitere Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, seien bei dem Angriff auf einen Bus in der Stadt Gaza verletzt worden, sagte am Mittwoch Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza bestätigte, nach einem israelischen Angriff auf ein Fahrzeug im Stadtteil Tel al-Hawa seien fünf Tote und mehrere Verletzte eingeliefert worden.

Der Zivilschutz-Sprecher sagte, der Bus habe Menschen befördert, die von Gaza im Norden ins Zentrum und in den Süden des Palästinensergebiets reisen wollten. Eine israelische Drohne habe zwei Mal auf den Bus gefeuert. Der vordere Bereich des Fahrzeugs sei dabei zerstört worden, der Bus dann vollständig ausgebrannt. Die israelische Armee gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

30. September, 12.13 Uhr: Alle US-Truppen aus dem Irak abgezogen

Das US-Militär ist vollständig aus dem Irak abgezogen. Die letzten US-Soldaten hätten das Land verlassen, teilte das Pentagon mit. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Land im Nahen Osten, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft wurde.

"Dieser Meilenstein spiegelt den Erfolg einer zwölfjährigen Kampagne wider, durch die der IS als organisierte militärische Bedrohung im Irak und in der gesamten Region besiegt wurde", hieß es in der Mitteilung des US-Verteidigungsministeriums, das unter Präsident Donald Trump inzwischen Kriegsministerium heißt. 

Die irakische Regierung trage nun die Hauptverantwortung für die Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen im Land, teilte das Pentagon weiter mit. Dazu zählten die verbliebenen Strukturen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie mit dem Iran verbündete Milizen, die nach US-Einschätzung die irakische Souveränität und die Stabilität in der Region untergraben.

Das US-Militär ist vollständig aus dem Irak abgezogen.
Das US-Militär ist vollständig aus dem Irak abgezogen.  © Haider Al-Assadee/EPA/dpa

30. September, 6.15 Uhr: Festnahme von mit Hisbollah verbundener Zelle

Die Behörden in Syrien haben nach eigenen Angaben im Süden des Landes nahe der von Israel besetzten Golanhöhen eine mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz verbundene Zelle festgenommen.

Die Behörden in Syrien warfen ihr am Dienstag vor, Anschläge auf nicht näher bezeichnete Ziele geplant zu haben. Konkrete Angaben dazu wurden nicht gemacht.

Das syrische Staatsfernsehen meldete unter Berufung auf Sicherheitskräfte, die Zelle habe aus drei Menschen bestanden. Die syrischen Geheimdienste und Sicherheitskräfte hätten ein "Sabotagekomplott" in der Provinz Daraa vereitelt.

Der Einsatz sei auf eine Überwachung eines Versuchs der Zelle gefolgt, Raketenabschussrampen vorzubereiten mit dem Ziel, Anschläge zur Untergrabung der Sicherheit und Stabilität auszuführen.

Titelfoto: Victor R. Caivano/AP/dpa

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