Nahost-Konflikt: USA verweigern Palästinenserpräsident Visum für UN-Treffen

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Nahost - Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (90) einem Bericht zufolge kurz vor der UN-Vollversammlung in New York erneut eine Einreisegenehmigung verweigert.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (90) darf Medienberichten zufolge nicht in die USA einreisen. (Archivbild)
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (90) darf Medienberichten zufolge nicht in die USA einreisen. (Archivbild)  © Wolfgang Kumm/dpa

Das berichtete unter anderem die "Times of Israel" unter Berufung auf US-amerikanische und palästinensische Beamte.

Dem US-Außenministerium zufolge verlängerten die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen die Erteilung von Visa an Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) sowie an Mitglieder der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Konkrete Namen betroffener Personen nannte das Ministerium allerdings auch auf Anfrage nicht.

Ausgenommen von den Visa-Einschränkungen ist demnach die offizielle Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) bei den Vereinten Nationen. Diese hat nur einen Beobachterstatus und ist kein volles UN-Mitglied.

Allein auf abgelegener Insel: Wanderer (70) verschwindet in der Wildnis
USA Allein auf abgelegener Insel: Wanderer (70) verschwindet in der Wildnis

Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung Abbas wenige Wochen vor der damaligen UN-Vollversammlung mit Visa-Sanktionen belegt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

17. September, 6.54 Uhr: USA verweigern Palästinenserpräsident Visum für UN-Treffen

Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas einem Bericht zufolge kurz vor der UN-Vollversammlung in New York erneut eine Einreisegenehmigung verweigert.

Das berichtete unter anderem die "Times of Israel" unter Berufung auf US-amerikanische und palästinensische Beamte.

16. September, 18.16 Uhr: Angst vor Eskalation auf der Arabischen Halbinsel

Die jüngsten Ereignisse auf der Arabischen Halbinsel schüren Ängste vor einer Eskalation mit unüberschaubaren Folgen für den Welthandel.

Der UN-Sicherheitsrat tagte bereits in einer zweiten Dringlichkeitssitzung zu den Entwicklungen im Jemen. Durch den Konflikt dort wurden seit Anfang des Monats UN-Schätzungen zufolge bereits mehr als 125.000 Menschen zur Flucht gezwungen. 

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. 

Die Angst vor einer Eskalation auf der Arabischen Halbinsel wächst. (Symbolfoto)
Die Angst vor einer Eskalation auf der Arabischen Halbinsel wächst. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

16. September, 13.03 Uhr: Huthi graben sich bei Meerenge ein

Die Huthi bauen nach dpa-Informationen ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab aus.

Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.

16. September, 10.59 Uhr: Viele Tote und Verschüttete nach Gebäudeeinsturz in Gaza

Bei einem Gebäudeeinsturz in der Stadt Gaza hat es in der Nacht palästinensischen Angaben zufolge viele Tote gegeben.

Mindestens zwölf Menschen, darunter auch Kinder, seien ums Leben gekommen und weitere verletzt worden, teilte der Sprecher des von Hamas kontrollierten Zivilschutzes, Mahmud Basal, am Vormittag mit.

Demnach sind noch rund 100 Menschen unter den Trümmern des Wohnhauses verschüttet. Helfer suchen derzeit nach ihnen. Den Einsatzkräften fehlt es dabei jedoch an Ausrüstung und schwerem Gerät. Palästinensischen Angaben zufolge war das sechsstöckige Gebäude durch israelische Angriffe im Gaza-Krieg beschädigt worden.

Laut Anwohnern haben sich mehr als 60 Menschen, vor allem im Krieg Vertriebene, in der Nacht in dem Haus aufgehalten. Der Zivilschutz teilte mit, dass auch Vertriebene in Zelten neben dem Gebäude unter den Opfern sein dürften. (Archivfoto)
Laut Anwohnern haben sich mehr als 60 Menschen, vor allem im Krieg Vertriebene, in der Nacht in dem Haus aufgehalten. Der Zivilschutz teilte mit, dass auch Vertriebene in Zelten neben dem Gebäude unter den Opfern sein dürften. (Archivfoto)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

16. September, 8.40 Uhr: Saudi-Arabien wehrt Huthi-Drohne bei Mekka ab

Die saudi-arabische Luftabwehr hat nach Militärangaben nahe der für Muslime heiligen Stadt Mekka eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen. Das unbemannte Flugobjekt wurde demnach im Süden der Stadt zerstört.

Turki al-Maliki, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, bezeichnete den Angriff auf der Plattform X als "schändliche Tat". 

Ein Huthi-Vertreter wies den Vorwurf zurück. "Die Behauptung, Mekka sei das Ziel gewesen, ist eine abgedroschene Lüge, die schon früher verbreitet wurde und inzwischen niemanden mehr täuscht", schrieb Hesam al-Assad auf X. 

Saudi-Arabien wird teils auch aus dem nördlichen Nachbarland Irak angegriffen. Hinter diesen Attacken werden schiitische Milizen vermutet, die ebenfalls vom Iran unterstützt werden.
Saudi-Arabien wird teils auch aus dem nördlichen Nachbarland Irak angegriffen. Hinter diesen Attacken werden schiitische Milizen vermutet, die ebenfalls vom Iran unterstützt werden.  © Rafiq Maqbool/AP/dpa

16. September, 8.38 Uhr: Saudische Pipeline laut US-Minister "sehr bald" wieder in Betrieb

Die nach Drohnenangriffen in Saudi-Arabien abgeschaltete Ost-West-Pipeline wird nach Einschätzung von US-Energieminister Chris Wright "sehr bald" wieder in Betrieb sein.

"Dies wird eine kurze und vorübergehende Unterbrechung sein. Sie wird sich in Tagen bemessen", sagte er dem US-Sender CNBC. Die wichtige Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus große Mengen Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, war kürzlich nach Angriffen auf die Leitung vorsorglich stillgelegt worden. 

Über die mehr als 1.200 Kilometer langen Röhren können pro Tag bis zu sieben Millionen Barrel Öl (ein Barrel entspricht 159 Liter) aus der Region am Persischen Golf zur Verschiffung nach Westen ans Rote Meer gepumpt werden.
Über die mehr als 1.200 Kilometer langen Röhren können pro Tag bis zu sieben Millionen Barrel Öl (ein Barrel entspricht 159 Liter) aus der Region am Persischen Golf zur Verschiffung nach Westen ans Rote Meer gepumpt werden.  © Ali Haider/epa/dpa

16. September, 8.35 Uhr: Iranische Attacke auf Drohnenboot abgewehrt

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine vom Iran versuchte Übernahme eines unbemannten US-Drohnenbootes abgewehrt.

Zwei iranische Kleinboote hätten kürzlich erfolglos versucht, die Kontrolle über das unbemannte Boot zu übernehmen, teilte ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Kommandos Centcom mit.

Das Drohnenboot ist nach Angaben des Portals "Axios" unter Berufung auf US-Beamte für Patrouillen in der Straße von Hormus im Einsatz. Die Islamische Revolutionsgarden (IRGC) hätten hinter der versuchten Übernahme am Montag gesteckt. Die Boote seien zerstört und die Menschen auf den Booten getötet worden.

15. September, 22.18 Uhr: US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hat in einem ersten offiziellen Bericht an den Kongress Munitionsengpässe infolge des Iran-Kriegs eingeräumt.

Der Munitionsverbrauch im Rahmen der "Operation Epic Fury" (auf Deutsch etwa: "Operation Epische Wut") habe "strategische Bestandslücken" verursacht und "Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart", hieß es in dem am Montag (Ortszeit) erschienenen Bericht.

15. September, 17.17 Uhr: Wadephul verlangt rasche Verbesserungen im Gazastreifen

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat Israel zu einer raschen Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen aufgerufen.

Deutschland habe Israel beispielsweise Lkw-Scanner zur Überprüfung von Lastwagen mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen zur Verfügung gestellt, sagte der CDU-Politiker vor Treffen mit Repräsentanten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Diese Scanner würden derzeit von Israel noch nicht eingesetzt, "was nicht akzeptabel ist".

15. September, 17.16 Uhr: Palästinenser bei Armeeeinsatz im Westjordanland getötet

Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland ist palästinensischen Angaben zufolge ein Mann getötet worden.

Der 54 Jahre alte Palästinenser sei durch Schüsse israelischer Soldaten in der Stadt Al-Bira bei Ramallah ums Leben gekommen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. 

Israels Militär sagte am Vormittag auf Anfrage, der Mann habe bei einem Einsatz versucht, einem israelischen Soldaten eine Waffe zu entreißen. Dieser habe daraufhin auf den Palästinenser geschossen und ihn dabei getroffen. 

Palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Familie des Mannes dagegen, israelische Soldaten hätten ihn gezielt getötet. Den Angaben zufolge waren sie zuvor in das Haus des Palästinensers und in das seines Bruders nebenan gedrungen. Den Berichten zufolge nahmen Israels Einsatzkräfte dabei auch Familienmitglieder fest. Aus Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Israels Militär geht palästinensischen Berichten zufolge in der Nähe von Ramallah gegen eine Familie vor. Ein 54-Jähriger wird getötet. Über den Hergang gibt es widersprüchliche Angaben beider Seiten.
Israels Militär geht palästinensischen Berichten zufolge in der Nähe von Ramallah gegen eine Familie vor. Ein 54-Jähriger wird getötet. Über den Hergang gibt es widersprüchliche Angaben beider Seiten.  © Nasser Nasser/AP/dpa

15. September, 17.15 Uhr: UN-Kritik an Leichenbergung aus Trümmern im Gazastreifen

Im Gazastreifen werden nach und nach die sterblichen Überreste von Opfern israelischer Bombenangriffe aus den Schuttbergen zerstörter Häuser geborgen.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, kritisiert allerdings das Vorgehen des Militärs im von Israelkontrollierten Teil des Gazastreifens.

"Auch heute noch werden viele Gebiete im Gazastreifen, in denen das israelische Militär stationiert ist, von Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht, ohne Rücksicht auf die Toten unter den Trümmern", teilte Türk in Genf mit. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie prüften die Aussagen.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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