Nahost-Konflikt: Wadephul mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts

Nahost - Nach einem Angriff im Westjordanland mit mehreren Verletzten und kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) eine Abriegelung des Palästinensergebiets in Aussicht gestellt

Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu kündigt Maßnahmen an.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

Netanjahu habe Israels Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf die Abriegelung des gesamten Westjordanlands vorzubereiten, hieß es in einer Mitteilung seines Büros.

Gemeint ist, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden.

Nach einer Lagebesprechung unter anderem mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir habe Netanjahu bereits die Abriegelung der Stadt Hebron angewiesen, hieß es weiter.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

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23. Oktober, 20.51 Uhr: Wadephul mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) mahnt Israel mit Blick auf die angekündigte Abriegelung des Westjordanlands zur Einhaltung des Völkerrechts.

"Natürlich ist die Sicherheit Israels vor dem Terror der Hamas von entscheidender Bedeutung", sagte der CDU-Politiker in Istanbul. 

"Gleichzeitig verfolgen wir die Zuspitzung der Lage im Westjordanland in den vergangenen Monaten schon mit tiefer Besorgnis", so Wadephul. Israel sei völkerrechtlich verpflichtet, auch die Rechte der Palästinenser zu wahren und zu schützen. "Diesen Verpflichtungen muss konsequent nachgekommen werden."

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Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. Oktober, 18.20 Uhr: Acht Staaten wollen sich für freie Schifffahrt einsetzen

Eine Gruppe von Deutschland und sieben weiteren Staaten will sich nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) gemeinsam für Lösungen im Iran-Konflikt und für freie Schifffahrt im Schwarzen Meer einsetzen.

"Wir sprechen hier mit einer Stimme, wenn wir sagen: Genug ist genug", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens in Istanbul. 

Neben Wadephul sowie dem türkischen Außenminister Hakan Fidan (58) als Gastgeber kamen in Istanbul Außenminister aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien zusammen. Man habe sich entschlossen, alle diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen und mit allen zu reden, die direkt oder indirekt betroffen seien, sagte Wadephul.

Am Freitag fand ein Außenministertreffen in Istanbul statt.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. Oktober, 16.14 Uhr: Lufthansa-Airlines fliegen vorerst doch nicht nach Dubai

Unmittelbar vor der geplanten Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Dubai hat die Lufthansa-Gruppe das Ziel in den Arabischen Emiraten doch wieder vom Flugplan gestrichen.

Als Grund wurde die "aktuelle Lage und der Lageausblick im Nahen Osten" genannt. 

Eigentlich war geplant, dass die Gruppen-Airlines Swiss und Lufthansa mit dem Wechsel zum Winterflugplan am 25. Oktober das Ziel wieder anfliegen. Eurowings sollte am 1. November folgen. 

23. Oktober, 11.26 Uhr: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

Nach einem Angriff im Westjordanland mit mehreren Verletzten und kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) eine Abriegelung des Palästinensergebiets in Aussicht gestellt

Netanjahu habe Israels Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf die Abriegelung des gesamten Westjordanlands vorzubereiten, hieß es in einer Mitteilung seines Büros. Gemeint ist, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden.

Nach einer Lagebesprechung unter anderem mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir habe Netanjahu bereits die Abriegelung der Stadt Hebron angewiesen, hieß es weiter.

Nach einem Angriff mit mehreren Verletzten droht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) kurz vor der Parlamentswahl mit einer Abriegelung des Westjordanlands. (Archivbild)  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

23. Oktober, 11.28 Uhr: Angriff bei Hebron mit mehreren Verletzten

Am Morgen war es zu einem Angriff mit Schusswaffen in der Nähe von Hebron im Westjordanland gekommen.

Dabei wurden israelischen Angaben zufolge mehrere Israelis teils lebensgefährlich verletzt, die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter wurden getötet. 

Die Sicherheitskräfte hätten dadurch einen "schweren Anschlag" verhindert, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros weiter. Israels Einsatzkräfte führen demnach "umfangreiche Verhaftungswellen" durch. "Wir werden die Hamas-Terroristen und ihre Auftraggeber überall und jederzeit verfolgen." Ob die beiden mutmaßlichen Täter Mitglieder der Hamas waren, war zunächst unklar.

Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

22. Oktober, 20.08 Uhr: Mindestens 1500 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen

Bei der neuen Gewalt im Jemen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit August mindestens 1500 Menschen getötet worden.

Mehr als 6900 weitere Menschen seien im selben Zeitraum verletzt worden, teilte die WHO mit. Die UN-Organisation bekommt allerdings keine Opferzahlen aus Gebieten, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert werden. Die Zahl der Toten und Verletzten seit der neuen Eskalation vor einigen Monaten dürfte deshalb noch deutlich höher liegen.

Die Gewalt im Jemen kostete seit August mindestens 1500 Menschen das Leben. (Archivfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

22. Oktober, 15.56 Uhr: Huthi melden Angriff auf Verteidigungsministerium in Riad

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen.

Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hätten mit Raketen und Drohnen auch die Flughäfen im östlichen Dammam sowie in Abha im Süden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer. 

Eine Bestätigung von saudischer Seite für den Angriff auf das Verteidigungsministerium gab es zunächst nicht.

Nahezu täglich beschießt die Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen und Ölanlagen. Nun meldet sie einen weiteren Angriff im Zentrum von Riad.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

22. Oktober, 13.18 Uhr: Israelischer Experte warnt vor erneutem Iran-Krieg

Angesichts zunehmend kämpferischer Töne hat der israelische Politikexperte Danny Citrinowicz vor einem erneuten Krieg mit dem Iran gewarnt.

Weder die USA noch Israel hätten offenbar die richtigen Lehren aus den bisherigen Kriegsrunden gezogen, schrieb er auf X. Dies sei überraschend und beunruhigend.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt. Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte er.

22. Oktober, 12.59 Uhr: Hamas drohte Israel mit Angriff wie am 7. Oktober

Die islamistische Terrororganisation Hamas soll Israel mit ungewöhnlich scharfen Worten vor einem weiteren Angriff wie dem vom 7. Oktober 2023 gewarnt haben.

Die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat bestätigte einen Bericht des Nachrichtenportals "ynet", wonach die Drohung bei einem Treffen des UN-Nahostgesandten Ramiz Alakbarov mit einem Cogat-Vertreter am Mittwoch übermittelt worden sei. Alakbarov habe in der vergangenen Woche Gespräche mit führenden Hamas-Mitgliedern geführt. Die Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Hintergrund der Drohung sei unter anderem das Vorgehen der israelischen Armee, die auch ein Jahr nach Verkündung einer Waffenruhe im Gaza-Krieg weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens besetzt hält und gezielt gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder vorgeht, berichtete das Portal.

Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen großangelegten Terrorangriff auf Israel. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

22. Oktober, 6.17 Uhr: Zwei Tote in Saudi-Arabien nach Abwehr von Huthi-Drohne bei Ölfeld

Zwei Menschen sind in Saudi-Arabien durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der Huthi-Miliz getötet worden.

Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche saudisch-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium. Die Luftabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. Die Todesopfer sind demnach philippinischer und nepalesische Staatsangehörige. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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