Nahost-Konflikt: Zwei Tanker in Straße von Hormus attackiert

Nahost - Zwei Rohöltanker sind einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten.

In der Straße von Hormus kam es erneut zu einem Zwischenfall.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Ein Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der nördlichen Spitze des Oman, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt.

Der Iran und der Oman sind direkte Anrainerstaaten der Straße von Hormus, die an ihrer engsten Stelle nur rund 35 bis 40 Kilometer breit ist.

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Die Meerenge ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden.

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3. Oktober, 7.18 Uhr: Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von "unbekannten Geschossen" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Freitag mit.

Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt. Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen.

Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.

Der Behörde zufolge untersuchten die Behörden die Vorfälle.

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In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden.  © Altaf Qadri/AP/dpa

2. Oktober, 13.21 Uhr: Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf Drei-Jahres-Hoch

Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. 

Damit liegt sie weit über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Jahresinflation von zwei Prozent anpeilt. Ökonomen erwarten daher, dass die EZB die Leitzinsen ein drittes Mal in diesem Jahr erhöht. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins würde damit auf 2,75 Prozent steigen. 

"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an Kunden weitergäben. "Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen."

2. Oktober, 6.18 Uhr: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa

Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.

Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.

Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. In der Nacht wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Chamis Muschait abgewehrt.

Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort. 

Dieses Foto zeigt Rauch, der von einer Explosion aufsteigt, die laut Angaben der Huthis auf einen Angriff auf von Saudi-Arabien unterstützte Streitkräfte in der östlichen Provinz Jawf folgte.  © Uncredited/Ansar Allah Media Office via AP/dpa

2. Oktober, 6.16 Uhr: Nach wie vor kein diplomatischer Durchbruch im Iran-Krieg

Die USA und der Iran waren jüngst am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder für Verhandlungen zusammengekommen.

Ein diplomatischer Durchbruch im festgefahrenen Krieg wurde danach aber nicht bekannt.

2. Oktober, 6.13 Uhr: Nicht der erste Flugzeugträger

Die USA haben bereits die Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" und "USS George Washington" im Nahen Osten. Falls diese dort bleiben, nachdem der dritte Flugzeugträger dort eintrifft, wäre es laut "Wall Street Journal" das erste Mal seit April, dass die USA dort mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen präsent sind.

Die nun in Richtung Naher Osten entsandten Soldaten kämen zu den mehr als 50.000 Soldaten hinzu, die sich dort bereits aufhielten, zitiert die Zeitung einen US-Beamten. 

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Flugzeugträger berichtet "Axios" gestützt auf einen US-Beamten allerdings auch, dass noch nicht klar sei, ob der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" einen der anderen beiden ersetzen oder zusätzlich eingesetzt werden soll. 

1. Oktober, 6.15 Uhr: Wadephul erleichtert - Schlimmeres verhindert

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigte sich nach einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar erleichtert, "dass die versuchte Entführung und womöglich noch weit Schlimmeres verhindert werden konnte". Nun müssten die Hintergründe schnell und vollständig aufgeklärt werden. 

Es sei der Tapferkeit des Piloten und weiterer Passagiere zu verdanken, dass ein Absturz in letzter Sekunde hätte verhindert werden können, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Ein Absturz wäre eine "totale Katastrophe" gewesen, die sehr viele Menschenleben gekostet, aber auch in der angespannten Situation in der Region und im israelischen Wahlkampf für erhebliche Unruhe gesorgt hätte. In Israel wird Ende Oktober das Parlament neu gewählt.

Der Außenminister Johann Wadephul (63).  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

1. Oktober, 6.13 Uhr: Einzeltäter bei Anschlag vermutet

Gesicherte Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Angreifers gibt es bislang nicht - auch was genau seine Absicht war, ist noch nicht geklärt. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman.

Nach erster israelischer Einschätzung soll es sich um einen Einzeltäter handeln, wie der TV-Sender Kan berichtete. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls sein könnte, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob es Hinweise auf eine Verwicklung des Irans in den Vorfall gebe, sagte Netanjahu dennoch: "Nun, wir wissen es noch nicht. ... Aber es ist kein Geheimnis, dass der Iran Israelis im Ausland und hier zum Ziel nehmen will."  Flydubai teilte mit, dass die Flüge von und nach Israel ausgesetzt werden, solange die Untersuchungen andauerten.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft flydubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen flydubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, steht bei der Ankunft am Internationalen Flughafen Ben Gurion auf dem Rollfeld.  © Jamal Awad/dpa

1. Oktober, 6.10 Uhr: Angreifer im Würgegriff

Yaniv Hayun sagte, er habe den Angreifer in den Würgegriff genommen und aus dem Cockpit gezerrt. Danach - das Flugzeug war zu dieser Zeit im Sturzflug - habe er im Cockpit die Steuerung ergriffen und begonnen, die Hebel zurückzuziehen, dann habe ein Pilot übernommen.

Auf die Frage, woher er gewusst habe, was er tun sollte, verwies Hayun auf eine TV-Dokuserie über Flugunfälle.

Nach Angaben Netanjahus wurde der Angreifer festgenommen und von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden befragt. Die zuständigen Behörden in dem Golfstaat äußerten sich zunächst nicht zu dem Geschehen.

1. Oktober, 6.08 Uhr: Netanjahu sagt, weiterer Anschlag wie am 11. September verhindert

Netanjahu traf am Flughafen von Tel Aviv einen Passagier, der ins Cockpit eingedrungen war. Der US-Sender CNN veröffentlichte ein Video des Treffens, in dem Yaniv Hayun in blutverschmierter Kleidung schildert, wie er und andere den Angreifer gestoppt hätten.

Als er ins Cockpit kam, sei der Angreifer an Bordinstrumenten zugange gewesen - Hayun vermutete, dass der Mann das Flugzeug unbrauchbar machen wollte. 

Im Gespräch mit dem US-Sender Fox News sagte Netanjahu später über seinen Landsmann: "Das war ungeheurer Mut, der einen weiteren Anschlag wie am 11. September verhinderte." Bei den Terroranschlägen in den USA kamen 2001 fast 3000 Menschen ums Leben, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers steuerten.

Benjamin Netanjahu (76), Ministerpräsident von Israel.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

30. September, 14.20 Uhr: Fünf Tote bei israelischem Angriff auf Bus im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes fünf Menschen getötet worden.

20 weitere Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, seien bei dem Angriff auf einen Bus in der Stadt Gaza verletzt worden, sagte am Mittwoch Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza bestätigte, nach einem israelischen Angriff auf ein Fahrzeug im Stadtteil Tel al-Hawa seien fünf Tote und mehrere Verletzte eingeliefert worden.

Der Zivilschutz-Sprecher sagte, der Bus habe Menschen befördert, die von Gaza im Norden ins Zentrum und in den Süden des Palästinensergebiets reisen wollten. Eine israelische Drohne habe zwei Mal auf den Bus gefeuert. Der vordere Bereich des Fahrzeugs sei dabei zerstört worden, der Bus dann vollständig ausgebrannt. Die israelische Armee gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

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