Andria (Italien) - Ein elf Jahre alter Junge wurde in Italien von einem Hund angefallen und gebissen. Wie der Halter auf das aggressive Verhalten seines Tieres reagierte, sorgt für Empörung.
Wie die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, ereignete sich der Vorfall am Montagabend in der Stadt Andria, die in der Region Apulien liegt.
Ersten Erkenntnissen zufolge war der Elfjährige gegen 20 Uhr mit seinem jüngeren Bruder in der Nähe der Kirche Santa Maria Addolorata alle Croci unterwegs, als plötzlich ein mittelgroßer Hund aus einem geparkten Auto sprang.
Aus bislang ungeklärter Ursache fiel das Tier den Jungen an und verbiss sich in seiner Wade. Das Kind musste in eine Notaufnahme gebracht werden, wo seine Bisswunden behandelt wurden.
Was Augenzeugen besonders bestürzte, war die Reaktion des Hundehalters. Anstatt bei dem Jungen zu bleiben und Erste Hilfe zu leisten, soll der Mann ihm lediglich einen 20-Euro-Schein hingeworfen haben und mit seinem Hund abgehauen sein.
Nach Angriff: Hundehalter lässt Jungen verletzt zurück
Laut den Zeugen hatte der Hundehalter einen gleichgültigen Eindruck gemacht. Die Eltern des Jungen beabsichtigen nun, den Mann wegen unterlassener Hilfeleistung anzuzeigen.
Aufnahmen von Überwachungskameras sollen dabei helfen, den genauen Hergang der Attacke zu rekonstruieren und den Verantwortlichen auszumachen.