Wenige Tage nach Krebs-OP: Gute Nachrichten für Papst Leo XIV.
Von Christoph Sator, Jan-Uwe Ronneburger Larissa Schwedes
Rom (Italien) - Papst Leo XIV. kann wenige Tage nach seiner Krebsoperation die Gemelli-Klinik schon wieder verlassen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche werde heute in den Vatikan zurückkehren und am Sonntag das Angelus-Gebet sprechen, teilte der Vatikan mit. Leo war nach Angaben der Ärzte bei einer Operation am Dienstag der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich ein bösartiger Tumor befand.
Leos Genesung macht offenbar gute Fortschritte.
Am Vortag hatte er sogar schon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (74) telefoniert und ihn zu einem Waffenstillstand in der Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine aufgefordert.
Nun teilte der Pressedienst des Vatikans mit, die Entscheidung zur Entlassung des Papstes beruhe auf neuen von seinen Ärzten vorgelegten Untersuchungsergebnissen.
"Er wird das Krankenhaus am frühen Nachmittag verlassen und in den Vatikan zurückkehren. Morgen wird er das Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen", stand in der Mitteilung.
Papst hat sich beim gesamten Klinikpersonal bedankt
Schon zuvor waren die Mitteilungen zur Genesung des 71-Jährigen sehr positiv gewesen.
Leo habe sich am Freitag einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs unterzogen, hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung.
Dabei sei "eine anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands" festgestellt worden.
Im Gemelli-Krankenhaus zelebrierte das Oberhaupt der katholischen Kirche zusammen mit einigen Angestellten sogar wieder eine Messe.
Behandelt und operiert wurde Leo in der Klinik im Nordwesten Roms, in der es einen eigenen Trakt für den Papst gibt. Der Vatikan veröffentlichte drei Tage nach der OP erstmals Bilder aus dem Krankenhaus.
Darauf ist zu sehen, wie der Pontifex in einer Kapelle der Klinik im Stehen eine Messe feiert. Der gebürtige US-Amerikaner habe sich beim gesamten Personal der Klinik für deren Arbeit bedankt, hieß es.
Titelfoto: Andrew Medichini/AP/dpa

