Junge findet Zahn in Bach, dann träumt er von Millionensumme

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Rochester Hills (USA) - Der erst sechs Jahre alte Julian Gagnon hat den Fund seines noch so jungen Lebens gemacht.

Julian Gagnon war auf erfolgreicher Entdeckungstour. (Symbolbild)
Julian Gagnon war auf erfolgreicher Entdeckungstour. (Symbolbild)  © famveldman/123RF

Als er kürzlich im Naturschutzgebiet "Dinosaur Hill" in Rochester Hills im US-Bundesstaat Michigan in einen Bach stieg, spürte er etwas am Fuß. Julian griff zu und zog den Gegenstand aus dem Wasser.

"Es sah aus wie ein Zahn", erinnerte sich der Sechsjährige im Interview mit dem TV-Sender WDIV-TV. Der Junge nahm den Fund mit nach Hause. Seine Familie dachte, es sei ein ganz normaler Stein oder vielleicht der Zahn eines Dinosauriers, doch Julian ahnte schon, dass er etwas Besonderes gefunden hatte.

"Zuerst dachte ich, ich würde Geld bekommen, ich würde eine Million Dollar bekommen", sagte der Sechsjährige. Jetzt sei ihm das etwas peinlich – muss es dem Kind aber nicht. Denn sein Fund hat hohen wissenschaftlichen Wert.

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Eine kurze Internetsuche ergab, dass es sich dabei möglicherweise um einen Zahn eines Amerikanischen Mastodons handeln könnte.

Forscher der Universität von Michigan bestätigten die Vermutung. Demnach handelt es sich tatsächlich um sehr rares Fundstück.

WDIV-TV berichtet über den Zahnfund

Das ist über das Amerikanische Mastodon bekannt

Das ausgestorbene Amerikanische Mastodon wird teilweise in Museen ausgestellt. (Archivbild)
Das ausgestorbene Amerikanische Mastodon wird teilweise in Museen ausgestellt. (Archivbild)  © Claus Völker/dpa

Julian ist über den oberen rechten Backenzahn eines noch nicht ausgewachsenen Mastodons gestolpert. Die Tierart lebte bis nach der letzten Eiszeit in Nordamerika; vor 9000 bis 12.000 Jahren starb sie aus.

Das Amerikanische Mastodon ist mit den heutigen Elefanten und den damals lebenden Mammuts verwandt. Es unterscheidet sich von seinem bekannteren Eiszeit-Verwandten durch eine niedrigere Schulterhöhe und einen längeren sowie stämmigeren Körperbau. Außerdem waren die Stoßzähne etwas nach oben gebogen.

Das bedeutet, dass der Fund des Jungen mindestens mehrere Tausend Jahre alt ist. Eine genauere Datierung müssen Wissenschaftler vornehmen.

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Julian spendete den Mastodon-Zahn an das Naturkundemuseum. Eigentlich will der Junge später mal Archäologe werden. Doch der sensationelle Zufallsfund hat auch seine Leidenschaft für Paläontologie beflügelt.

"Ich möchte wirklich Archäologe werden, aber ich denke, das war ein Zeichen dafür, dass ich Paläontologe werde", sagte er.

Titelfoto: Montage: famveldman/123RF, Screenshot/YouTube/WDIV-TV

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