Thailand - Binnen weniger Wochen sind dutzende Tiger in einem privaten Raubtierpark in Thailand an Krankheiten verendet.
Bei Untersuchungen seien Infektionen mit dem hoch ansteckenden Staupe-Virus sowie Bakterien nachgewiesen worden, erklärte das Veterinäramt von Chiang Mai im Norden des Landes am Freitag.
Insgesamt verendeten in dem Park demnach 72 Tiger. Bei Tigern sei die Staupe schwerer nachzuweisen als bei Hunden oder Katzen, erklärte ein Sprecher der Veterinärbehörde: "Als wir merkten, dass sie krank sind, war es schon zu spät."
Der betroffene Tierpark "Tiger Kingdom" wirbt damit, dass Touristen dort die Raubtiere anfassen und Fotos mit ihnen machen können.
Tierschützer kritisieren derartige Einrichtungen wegen der dort herrschenden Bedingungen.
"Diese Tiger sind gestorben, wie sie gelebt haben - in Elend, Gefangenschaft und Angst", sagte ein Sprecher der Tierschutzorganisation Peta.
Vergleichbarer Virus-Vorfall in Thailand liegt weniger als zwei Jahre zurück
"Wenn die Touristen wegblieben, würden solche Einrichtungen sich sehr schnell nicht mehr rentieren, und derartige Tragödien würden deutlich unwahrscheinlicher", so der Sprecher von Peta.
Die Infektion ist nicht der erste derartige Vorfall. In anderen Fällen starben zwischen August und Oktober 2024 in Südvietnam 47 Tiger und drei Leoparden, nachdem sie sich mit der Vogelgrippe infiziert hatten.