Mega-Preisschock: In diesem Land liegt die Inflation bei 234 Prozent!

Caracas - Die Inflation im südamerikanischen Venezuela hat im vergangenen Jahr einen Durchschnitt von 234 Prozent erreicht.

Der Krisenstaat Venezuela ist von Hyperinflation, Armut, Gewalt, Versorgungsengpässen und Hungersnöten betroffen.
Der Krisenstaat Venezuela ist von Hyperinflation, Armut, Gewalt, Versorgungsengpässen und Hungersnöten betroffen.  © FEDERICO PARRA / AFP

Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez (53) sprach am Montag (Ortszeit) gleichwohl von einer "Verlangsamung" der Teuerung - angesichts einer Rate von über 686 Prozent im vorangegangenen Jahr.

Sie äußerte sich bei einem Treffen mit Firmenchefs aus Venezuela und der Türkei.

Rodríguez begründete die Entwicklung mit den von Präsident Nicolás Maduro (60) seit 2018 ergriffenen Maßnahmen zu Wechselkursen und Preisstabilität.

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Venezuela hat gleichwohl eine der höchsten Inflationsraten der Welt.

Der Krisenstaat in Südamerika steckt seit Jahren trotz einem der größten Ölvorkommen der Welt in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krise, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde.

Das Gesundheitssystem ist am Boden, die Armutsquote liegt bei über 90 Prozent. Zur Hyperinflation kommen noch Versorgungsengpässe und Hungersnöte hinzu.

Studenten unterstützen Lehrer und Rentner während eines Protests für höhere Gehälter und Renten in Caracas.
Studenten unterstützen Lehrer und Rentner während eines Protests für höhere Gehälter und Renten in Caracas.  © Ariana Cubillos/AP/dpa

Statistiken zufolge haben mehr als sieben Millionen Menschen Venezuela wegen Armut und Gewalt verlassen.

Titelfoto: Ariana Cubillos/AP/dpa

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