Mordanklage nach Streit mit ihrem Freund: Influencerin droht Tod durch Erschießungskommando

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) - Mit der Aussicht auf Luxus und einer erfolgreichen Model-Karriere soll Brooke George (23) von ihrem Partner nach Dubai gelockt worden sein. Doch das Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten verwandelte sich für sie in einen Albtraum. Die britische Influencerin sieht sich dem Vorwurf des Mordes ausgesetzt. Nun droht ihr sogar die Todesstrafe.

Influencerin Brooke George (23) wurde in Dubai wegen Mordes angeklagt.  © Bildmontage: Screenshot/TikTok/Brookekeishaxx

Wie BBC auf Berufung einer Menschenrechtsorganisation berichtet, wird der 23-jährigen TikTokerin vorgeworfen, ihren Freund in einer Luxuswohnung mit einem Küchenmesser tödlich verletzt zu haben. Im schlimmsten Fall droht Brooke George dafür die Todesstrafe durch ein Erschießungskommando.

Die beiden sollen sich zuvor auf Facebook kennengelernt haben. Später trafen sich Brooke und der 26 Jahre alte William Treeby, ebenfalls aus Großbritannien, in Dubai wieder, wo er für sie ein Fotoshooting eingefädelt habe, wie "Daily Mail" weiter berichtet.

Als die junge Britin im Juni erneut zu ihm in die Millionen-Metropole reiste, eskalierte es zwischen ihnen. Laut Brooke sei ihr Partner "zunehmend kontrollierend und gewalttätig" geworden. Nachdem Treeby sie angeblich geschlagen habe, wollte sie sofort in ihre Heimat zurückkehren.

Aus aller Welt Reptilien-WG und Balkon-Krokodil: Bewohnerin drohen zehn Jahre Knast

Doch ihr Partner hätte ihren Reisepass einbehalten und sie erneut angegriffen. Aus Angst um ihr Leben habe sie nach einem Küchenmesser gegriffen und in Notwehr zugestochen. Am 22. Juni wurde Brooke festgenommen und wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt.

Anzeige

Schwere Vorwürfe gegen die Behörden in Dubai

Neben der Anklage erhebt die Menschenrechtsorganisation "Detained in Dubai" schwere Vorwürfe gegen die Behörden in Dubai. Demnach soll die 23-Jährige gezwungen worden sein, sich vor männlichen Beamten zu entkleiden. Auch rechtlicher Beistand sei ihr bislang verweigert worden.

Die Organisation fordert angemessene medizinische Versorgung, rechtlichen Beistand und dass Brooke sofortige konsularische Unterstützung durch Großbritannien erhält.

Mehr zum Thema Aus aller Welt: