Nach Wahlniederlage in Brasilien: Bolsonaro offenbar in die USA geflüchtet

Brasilien - Erst verlor er die Präsidentenwahl, dann sollte er seine Reisepässe abgeben. Nun hat Flávio Bolsonaro (45) Brasilien offenbar verlassen! Wie mehrere Medienberichte meldeten, soll er in die USA geflüchtet sein. Die Frist zur Herausgabe seiner Pässe ließ er verstreichen.

Flávio Bolsonaro (45) hatte bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien das Nachsehen.  © dpa/AP/Andre Penner

Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof hatte angeordnet, seine Reisepässe zu annullieren und die Dokumente binnen 24 Stunden abzugeben.

Zudem untersagte er Bolsonaro die Ausreise. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldwäsche im Zusammenhang mit Unternehmen und Online-Sportwetten. Bolsonaro bestreitet die Vorwürfe.

Noch am Montag hatte er versichert, seine Pässe abzugeben. "Ich habe nie daran gedacht, das Land zu verlassen", erklärte er in einem Video.

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Der Sohn des unter Hausarrest stehenden Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro (71) hatte sich zunächst geweigert, seine Niederlage bei der Stichwahl am Sonntag gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva (81) anzuerkennen. Unterstützung bekam er von US-Präsident Donald Trump (80), der den Urnengang als "manipuliert" bezeichnete.

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Inzwischen ist Bolsonaros Liberale Partei umgeschwenkt. Sie erkennt Lulas Wahlsieg an, fordert aber eine Klärung ihrer Fragen zum Wahlprozess.

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