Aarau (Schweiz) - Der Schock nach dem tragischen Ende eines Techno-Festivals in Aarau sitzt tief. Eine 22-jährige Frau starb durch einen oder mehrere Schüsse. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren wurden teils schwer verletzt. Nach dem oder den Tätern wird noch gefahndet, auch zum Motiv ist noch nichts bekannt.
Das Line-up des Raves bestand aus insgesamt acht Künstlern, darunter auch der einheimische DJ "TEKIBO". Dieser meldete sich am frühen Morgen bereits in seiner Instagram-Story zu Wort.
DJ TEKIBO sprach dabei von "herzzerreißenden" Szenen in Aarau, die auf einem Techno-Festival niemals passieren sollten: "Techno und Raves sollten ein Platz für Freiheit und Sicherheit sein, niemals ein Platz, wo so etwas passiert."
Er sei wohl auf, doch habe eine wichtige Freundin verloren, so seine schockierende Botschaft: "Ich habe nicht die richtigen Worte dafür."
Während er weiter versuche, das Geschehene zu verarbeiten, kündigte er auch eine Auszeit an.
Mit DJ "Pencil" meldete sich zudem ein weiterer Artist des Festivals zu Wort. Kurz bevor die Schüsse fielen habe der Schweizer noch aufgelegt.
In einer Instagram-Story sprach er von dem "größten Albtraum jemals". Auch DJ Pencil berichtete, dass die getötete Frau ihm nahegestanden habe: "Ich werde niemals dieses Lächeln vergessen".
Veranstalter spricht von "hinterhältigem Anschlag"
Am Mittag äußerten sich die Veranstalter der Techno-Party - die "Urban Agency Events AG" mit Sitz in Zürich - zu den tödlichen Schüssen.
"Wir sind schockiert. Und erschüttert. Und traurig", schrieb Geschäftsführer Olivier Grein in seiner Instagram-Story. Er bezeichnete die Bluttat dabei als "hinterhältigen Anschlag" auf die feiernden Gäste.
Der Veranstalter sprach allen Opfern und deren Angehörigen sein Beileid aus und dankte den Einsatzkräften. Die Urban Agency Events AG werde alles tun, um die polizeilichen Maßnahmen zu unterstützen.
Grein betonte: "Ein Rave sollte immer ein Ort der Freude und der Liebe sein. Niemals ein Ort, an dem Menschen getötet, verletzt und in Angst versetzt werden."
Die ersten Notrufe bei der Polizei gingen um 2.30 Uhr ein, zu diesem Zeitpunkt waren nur noch etwa Hundert Menschen auf dem Gelände. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.