"Sexuelle Sünde": Schule schmeißt Kinder dieser Frau aus dem Unterricht

Florida (USA) - Einer Mutter aus dem US-Bundesstaat Florida wurde die Gretchenfrage gestellt. Weil es die Blondine mit der Religion aber nicht so genau nahm und sie sich stattdessen lieber freizügig im Internet zeigte, mussten ihre zwei Kinder darunter leiden.

Michelle Cline wirbt an ihren Autos für ihren Auftritt auf der Plattform "OnlyFans".
Michelle Cline wirbt an ihren Autos für ihren Auftritt auf der Plattform "OnlyFans".  © Screenshot/Facebook/Piper Fawn

Wer seine Kids an der Liberty Christian Preparatory School unterrichten lassen möchte, muss ein frommer Christ sein. Michelle Cline, die Insidern vielleicht auch unter ihrem Künstlernamen "Piper Fawn" bekannt ist, brachte die Schulleitung gegen sich auf.

Cline machte sich unbeliebt, weil sie ihre Sprösslinge täglich mit einem Auto zur Schule fuhr, dessen Heckscheibe ein riesiger Aufkleber der Plattform "OnlyFans" zierte. Dort verdient sich die Blondine ihre Brötchen, indem sie freizügige Bilder und Videos mit ihren Followern teilt.

Für die Schule ist das ein Unding und mit dem christlichen Glauben mal so gar nicht vereinbar. Wie die New York Post berichtete, sei es der zweifachen Mutter anfangs verboten worden, ihren Wagen auf dem Campus zu parken.

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Dem kam sie zwar nach, damit war es aber nicht genug. Anfang Februar flatterte der Familie ein Schreiben der Schule ins Haus. Dessen Inhalt ließ die OnlyFans-Mutti beinahe vom Stuhl fallen.

Die Blondine ist ihren Followern im Internet auch unter dem Namen "Piper Fawn" bekannt.
Die Blondine ist ihren Followern im Internet auch unter dem Namen "Piper Fawn" bekannt.  © Screenshot/Facebook/Piper Fawn

Schulleiter wollte "die Unschuld der Kinder" schützen

An der Liberty Christian Preparatory School kam der Beruf der zweifachen Mutter nicht gut an.
An der Liberty Christian Preparatory School kam der Beruf der zweifachen Mutter nicht gut an.  © Screenshot/Facebook/Liberty Christian Preparatory School

Cline wurde mitgeteilt, dass ihre Kids von der Schule geschmissen wurden. Begründung: Die Blondine habe öffentlich eine "pornografische Website" beworben.

Schulleiter Jeremy Thomas habe seine Entscheidung damit begründet, "die Unschuld der Kinder" schützen zu wollen. "Pornografie ist ein Laster und eine sexuelle Sünde", so Thomas. Konsum, Herstellung, Verbreitung oder Werbung für Pornografie seien unvereinbar mit den Lehren der Bibel, der Kirche und der Schule.

Michelle Cline, die sich seit gut dreieinhalb Jahren dafür bezahlen lässt, für Fotos "aus Versehen" mal ihr Höschen zu vergessen, kann die Aufregung nicht nachvollziehen.

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"Ich bin derselbe Mensch, der vor drei Jahren noch im Gottesdienst saß. Ich habe mich nicht verändert", so die US-Amerikanerin.

Auch andere Eltern sollen sich an OnlyFans-Job gestört haben

Michelle Cline soll ihren Fans so schöne Augen machen, dass sie damit jeden Monat rund 20.000 Euro verdient.
Michelle Cline soll ihren Fans so schöne Augen machen, dass sie damit jeden Monat rund 20.000 Euro verdient.  © Screenshot/Facebook/Piper Fawn

Die Blondine vermutet, dass sich nicht nur die Schule, sondern vor allem auch andere Eltern an ihrem Beruf gestört haben. Sollte sie ihren Auftritt bei OnlyFans löschen und den Aufkleber von ihrem Auto entfernen, wolle die Schule darüber nachdenken, ihre Kids wieder zurück in den Unterricht zu lassen.

Für Cline und ihren Mann hat sich das aber erledigt. Sie wollen ihren Nachwuchs in Zukunft daheim unterrichten und obendrein in eine andere Gegend ziehen.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshots/Facebooks/Piper Fawn, Liberty Christian Preparatory School

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