Vélez-Málaga (Spanien) - Als sechs Menschen den Aufzug in einem spanischen Seniorenheim riefen, ahnten sie noch nicht, welches unfassbare Unglück sie gleich ereilen wird. Im zweiten Stock löste sich der Fahrstuhl und stürzte ganze 14 Meter in die Tiefe – zwei Heimbewohner überlebten den Unfall nicht.
Es war kurz vor 20.40 Uhr am Mittwochabend, als die Kabine des Fahrstuhls in einem Seniorenheim in Vélez-Málaga an der Costa del Sol auf dem Boden des Aufzugsschachts aufschlug, geht aus einem Artikel von "El Noticiero" hervor.
Wenige Minuten später bestätigte sich der unheilvolle Verdacht, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls Menschen im Lift befanden. Insgesamt waren sechs Personen im Aufzugsschacht eingeschlossen. Die Feuerwehr schaffte es, die Gruppe schnell aus den Trümmern zu befreien. Vier von ihnen wurden durch den Fall in 14 Meter Tiefe schwer verletzt, für zwei jedoch, kam jede Hilfe zu spät.
Ersten Informationen zufolge, handelt es sich bei beiden Toten um Bewohner des Seniorenheims, eine von ihnen war eine 82-jährige Frau. Die Schwerverletzten befinden sich auch einen Tag nach dem schrecklichen Unfall noch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Axarquía.
In einer Stellungnahme schreibt das Seniorenheim, dass die Heimleitung und alle Mitarbeiter "von dieser Tragödie zutiefst schockiert und betroffen" sind. Zudem möchten sie den Angehörigen der Opfer ihr "aufrichtigstes Beileid" aussprechen.
Todes-Fahrstuhl wurde erst vor wenigen Jahren renoviert
Der Unfall ist sowohl für Heimbewohner als auch Mitarbeiter kaum zu fassen. Schließlich wurde der Aufzug regelmäßig überprüft und sogar 2023 komplett renoviert. Warum der Lift, welcher eigentlich für bis zu 15 Personen ausgelegt war, bereits bei einer solch geringen Auslastung versagte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Gegenüber der Polizei zeigt sich die Heimleitung kooperativ und möchte bei der Aufklärung des tödlichen Unfalls mithelfen.