Halden (Norwegen) - In der Gemeinde Halden im Süden Norwegens ereignete sich am Sonntagmorgen eine Tragödie bei der zwei Menschen getötet wurden. Eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen.
Wie die führende norwegische Zeitung Aftenposten berichtet, gab ein Zeuge an, gegen 7.30 Uhr Schüsse gehört zu haben.
Zahlreiche Polizei- und Rettungskräfte sowie die Spezialeinheit Delta machten sich auf den Weg, sperrten ein Areal in der Nähe des Sees Ørsjøen, unweit der schwedischen Grenze ab, ein Polizeihubschrauber kreiste.
Wie sich herausstellen sollte, galten die Schüsse drei Männern. Ein Vater (um die 70 Jahre alt) und dessen Sohn (in seinen 40ern) wurden getötet, ein Dritter schwer verletzt.
Verantwortlich für die Bluttat soll ein Mann Ende 20 sein. Laut Bericht sei er von Zeugen überwältigt und anschließend der Polizei übergeben worden. Der mutmaßliche Täter ist bereits wegen zweifachen Mordes angeklagt worden.
Tödliche Schüsse wurden mit Jagdgewehr abgefeuert
Unter Berufung auf seinen Verteidiger berichtet Aftenposten, dass der Mann die Tat gestanden habe und sich in derzeit in Untersuchungshaft befindet. Gegenüber der Polizei äußern wollte er sich jedoch nicht. Zum Motiv des mutmaßlichen Täters ist also (noch) nichts bekannt.
Klar ist bereits, dass sich die drei Schussopfer gemeinsam mit insgesamt 14 Menschen am Sonntagmorgen auf einem Hof nahe des Ørsjøen zur Jagd getroffen hatten. Als gerade die Jagdplätze zugeteilt wurden, fielen die Schüsse.
Der mutmaßliche Täter soll nicht zur Gruppe gehört haben. Die Polizei prüft derzeit, welche Verbindung zwischen ihm und den Jägern bestanden haben könnte. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass die Schüsse mit einem Jagdgewehr abgefeuert wurden. Der Tatverdächtige soll eine Lizenz für zwei Waffen besitzen.
In der Gemeinde Halden wurde derweil ein Krisenstab eingerichtet, um Angehörige und weitere Betroffene zu unterstützen.