Zahnarzt rammt Patienten Schraube ins Gehirn - Dann bringt er ihn ins Krankenhaus und haut einfach ab

Bursa (Türkei) - Was Ramazan Yilmaz (40) durchmachen musste, wünscht man niemandem! Erst rammte ihn sein Zahnarzt eine Schraube ins Gehirn, dann legte dieser den Schwerverletzten in der Notaufnahme ab und machte sich aus dem Staub.

Nach der verpfuschten OP weigert sich Horror-Zahnarzt Doktor D. den Patienten zu entschädigen. (Symbolbild)
Nach der verpfuschten OP weigert sich Horror-Zahnarzt Doktor D. den Patienten zu entschädigen. (Symbolbild)  © 123rf/atproduction

Ramazan Yilmaz (40) hatte üble Zahnschmerzen und suchte eine Praxis in Bursa (Türkei) auf.

Doch dort wartete schon Doktor D. auf seine Opfer und beeilte sich mit der Diagnose: Die schmerzenden Zähne sollten sofort raus, der Stomatologe drängte auf Implantate.

"Er sagte, er sei ein Experte auf diesem Gebiet, also vertraute ich ihm und überließ ihm diesen Job", sagt Ramazan Yilmaz, der den verpfuschten Eingriff nur ganz knapp überlebte.

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Denn was dann folgte, grenzt an einen wahren Albtraum. Wie die Zeitung Hürriyet berichtet, zog Doktor D. dem Patienten erst die Zähne. Dann wollte er die Brücke einsetzen.

Doch dabei vertat sich der Stümper, durchbrach mit einer Schraube den oberen Kiefer und rammte das Metallstück seinem Patienten bis ins Gehirn. Nur Millimeter hinter dem Auge blieb die Schraube stecken.

Zahn-OP wird zum Albtraum: Überlebender berichtet

Ramazan Yilmaz wurde vor Schmerzen ohnmächtig. Erst nach Stunden kam der zweifache Vater im Krankenhaus mit einer dicken Operationsnarbe am Kopf wieder zu sich. Er hat die hoch-komplizierte neurochirurgische OP zum Glück ohne bleibende Schäden überstanden.

Inzwischen weiß Yilmaz: "Als er [Doktor D., Anmerkung der Redaktion] den Ernst der Lage erkannte, brachte er mich in die Notaufnahme des Universitätskrankenhauses Uludağ und haute ab." Nicht einmal habe sich der Pfuscher nach ihm erkundigt, klagt der Geschädigte an.

Doch das war noch nicht alles: Wie Yilmaz weiter berichtet, überhörte er vor dem Albtraum-Eingriff ein Gespräch zwischen Doktor D. und seiner Zahnarzthelferin. Der Stümper stellt darinnen fest, dass ein wichtiges stomatologisches Gerät beschädigt sei, er aber trotzdem damit operieren wolle. Sekunden später hatte der Patient die Schraube im Kopf.

Besonders krass: Horror-Arzt D. soll sich weigern, die Kosten für die verpfuschte Zahnbehandlung zu erstatten. Er behauptet doch tatsächlich, dass der Vorfall sich aufgrund einer "medizinischen Komplikation" ereignete.

Ramazan Yilmaz hat inzwischen Klage eingereicht.

Titelfoto: 123rf/atproduction

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