Unglaublich! Wrackteile von abgestürztem Flugzeug nach über 60 Jahren wieder aufgetaucht
Uri (Schweiz) - Seit vielen Jahren schreitet die Gletscherschmelze in den schweizerischen Alpen unaufhörlich voran. Während das für Anwohnerinnen und Anwohner zunehmend zum Problem wird, könnte nun ein jahrzehntealtes Geheimnis aufgedeckt worden sein.
Ein Wanderer informierte die Polizei im Kanton Uri darüber, dass auf dem Hüfigletscher in den südwestlichen Glarner Alpen mehrere Wrackteile freigelegt worden waren. Das teilten die Behörden am Mittwoch mit.
Demnach schalteten die Beamten umgehend die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) ein. Die unabhängige Behörde ist dafür zuständig, Unfälle und gefährliche Ereignisse in der zivilen Luftfahrt, im öffentlichen Verkehr und in der Seeschifffahrt zu untersuchen.
Schnell war daraufhin klar: Bei den freigelegten Materialien handelt es sich um Leichtmetallteile eines Flugzeugs.
Eine eindeutige Identifizierung des Fliegers war zwar bislang aufgrund fehlender Hauptkomponenten wie etwa des Motors nicht möglich. "Es handelt sich aber mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit um ein Flugzeug, welches im Jahr 1963 dort abgestürzt war", teilt die Polizei mit.
Bereits am vergangenen Donnerstag (3. September) wurden die bislang aufgetauchten Wrackteile vollständig durch die SUST geborgen. Neben einem privaten Helikopter- und einem weiteren Transportunternehmen kamen dabei auch die Kantonspolizei und das Gebirgsdetachement der Schweizer Luftwaffe zum Einsatz.
Insgesamt konnten so 250 Kilogramm Leichtmetall von dem Gletscher geholt werden. Die Teile werden nun durch einen Recyclingbetrieb fachgerecht entsorgt.
Kantonspolizei Uri bittet Wanderer um Mithilfe
Nach dem Absturz im Jahr 1963 konnte das Material nicht geborgen werden. "Dies war bei Unfällen in schwer zugänglichem alpinem Gelände aufgrund der damals beschränkten technischen Möglichkeiten nicht ungewöhnlich", berichtet die Polizei.
Die Ermittler bitten Wanderer daher, beim Auffinden von Wrackteilen oder anderen auffälligen Gegenständen den Fundort möglichst genau zu markieren und die Polizei zu informieren. Die Teile sollten allerdings nach Möglichkeit nicht berührt oder verschoben werden.
Titelfoto: Bildmontage: Kantonspolizei Uri (2)
