Gerichtsprozess gegen Maduro: Venezuelas Machthaber beteuert Unschuld

Von Franziska Spiecker, Jan Mies, Denis Düttmann

New York - Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro (63) hat sich vor einem New Yorker Gericht für nicht schuldig erklärt.

Venezuelas festgenommener Machthaber Nicolás Maduro (63, r.) und seine Ehefrau Cilia Flores (69, l.) haben vor Gericht ihre Unschuld beteuert. (Archivbild)
Venezuelas festgenommener Machthaber Nicolás Maduro (63, r.) und seine Ehefrau Cilia Flores (69, l.) haben vor Gericht ihre Unschuld beteuert. (Archivbild)  © Andres Gonzalez/dpa

Das berichtete unter anderem die "New York Times" aus dem Gerichtssaal, wo der wegen Drogendelikten angeklagte 63-Jährige am Mittag (Ortszeit) zu einer ersten Anhörung vorgeführt wurde.

Auch seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Cilia Flores (69) sagte demnach, sie halte sich für nicht schuldig.

Beide waren in der Nacht zum Samstag durch US-Spezialkräfte in Venezuela gefangen genommen und anschließend nach New York in eine Haftanstalt gebracht worden. Die US-Justiz wirft dem autoritären Staatschef unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport" vor.

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Aus Sicht der USA soll Maduro sein wegen staatlicher Wahlfälschung illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, dass Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe für sich selbst daraus Vorteile gezogen und soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Er ist außerdem wegen des unrechtmäßigen Besitzes von Maschinengewehren und Sprengstoff angeklagt sowie der "Verschwörung" dazu.

Mitangeklagt ist neben Maduros Ehefrau auch sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister von Venezuela.

Vor dem Bundesgericht in Manhattan haben Menschen gegen das US-Vorgehen in Venezuela demonstriert.
Vor dem Bundesgericht in Manhattan haben Menschen gegen das US-Vorgehen in Venezuela demonstriert.  © Zhang Fengguo/XinHua/dpa

Der nächste Gerichtstermin wurde unterdessen für den 17. März angesetzt. Bis dahin muss Maduro in Untersuchungshaft bleiben.

Titelfoto: Bildmontage: Zhang Fengguo/XinHua/dpa, Andres Gonzalez/dpa

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