Hemet (Kalifornien/USA) - Ein vermeintlich harmloser Internet-Service sollte für eine Kundin im US-Bundesstaat Kalifornien zu einem massiven Eingriff in ihre Privatsphäre geworden sein. Ein Techniker steht unter Verdacht, während eines Einsatzes ihr Smartphone durchsucht und ein privates Video an seine eigene Nummer geschickt zu haben.
Der 37-jährige Logan Edward Gray-McCannon war als Internet-Techniker bei einer Kundin in Kalifornien im Einsatz, wie "People" berichtet.
Am 11. September wurde er in seinem Haus im kalifornischen Hemet festgenommen. Ihm werden unter anderem unbefugter Computerzugriff und die Weitergabe einer privaten sexuellen Aufnahme ohne Zustimmung vorgeworfen.
Ins Rollen kam der Fall zwei Tage zuvor. Die Kundin meldete der Polizei, dass ein intimes Video, das sie ihrem Partner geschickt hatte, offenbar zusätzlich an einen weiteren Empfänger gesendet worden war.
Auf ihrem Smartphone war die entsprechende Nachricht nicht mehr zu finden - auf ihrem verbundenen iPad dagegen schon. Nach Angaben der Frau führte die Empfängernummer zu Gray-McCannon.
Besonders brisant ist, wie der Techniker laut Polizei Zugriff auf das Handy bekommen haben soll: Während seines Serviceeinsatzes habe er darum gebeten, das Smartphone benutzen zu dürfen, um angeblich das WLAN-Signal zu testen.
Die Kundin habe nach etwa zehn bis 15 Minuten nach ihm gesehen, dabei jedoch nicht erkennen können, was er mit ihrem Telefon machte. Dabei soll er Nachrichten durchsucht und schließlich das intime Video gefunden haben.