Aurora (Indiana/USA) - Die Aushilfslehrerin Cassidy Carter (24) aus dem US-Bundesstaat Indiana bekannte sich vor wenigen Tagen schuldig, einem damals 14-jährigen Schüler über längere Zeit Nacktfotos geschickt sowie anstößige Nachrichten geschrieben zu habe - all das, weil sie ihn liebte. Ein Gericht verurteilte die Frau zu zwei Jahren Haft.
Wie FOX19NOW berichtet, agierte die damals 21-jährige Frau in der "South Dearborn School" als Vertretung und unterrichtete im Zuge dessen mehrere Klassen. Während ihrer Zeit an der Bildungsstätte fühlte sie sich immer mehr zu einem ihrer Schützlinge hingezogen.
Statt die Reißleine zu ziehen, wählte Carter einen ganz anderen Weg: Sie suchte den Kontakt zu dem Jungen via Snapchat.
Aus Gerichtsunterlagen ging hervor, dass die Pädagogin vom 7. September 2023 bis zum 16. November 2023 mit dem Minderjährigen in Kontakt stand. Was zunächst wie eine normale Konversation wirkte, entwickelte sich rasch zu einem rechtswidrigen Verhalten seitens der Aushilfslehrerin.
"[Der Schüler] gab an, dass Carter ihm jedes Mal, wenn sie duschte, ein Nacktfoto von sich schickte, und dass dies manchmal spät in der Nacht geschah", zitierte das Newsportal aus den Gerichtsakten. Hinzu kamen unzählige Sex-Nachrichten. Im Dezember 2023 wandte sich der Junge schließlich an einen Schulpolizisten und schilderte ihm die Situation.
"Die Tatsache, dass der er sich sicher genug fühlte, es einem Erwachsenen zu erzählen und die Sache zur Sprache zu bringen, war ein wichtiger Teil dieser Ermittlungen", betonte Shane McHenry, Sheriff von Dearborn County. Nach dem Vorfall werteten Beamte das Smartphone des Schülers aus und sicherten mehrere Nacktfotos der damals 21-Jährigen.
Carters Kaution wurde vor rund drei Jahren auf 35.000 US-Dollar (circa 30.600 Euro) festgesetzt. Nach mehreren Verhandlungen und Anhörungen bekannte sich die Pädagogin schuldig. Der zuständige Richter verurteilte die Frau wegen "schwerer Körperverletzung mit mittelschweren Folgen" zu zwei Jahren Haft.
Carter äußerte mehrfach den Wunsch, Sex mit dem Jungen haben zu wollen
Angeklagt wurde die Lehrerin zu Beginn des Prozesses wegen "Anstiftung zur Prostitution von Kindern" - was jedoch im Laufe der Verhandlung fallen gelassen wurde.
Die Ursache: Der betroffene Schüler habe nach alledem nichts mehr mit dem Fall zu tun haben wollen und zog in eine andere Gegend.
Während des langwierigen Verfahrens stellte sich heraus, dass die Lehrerin gegenüber dem Jungen mehrfach den Wunsch äußerte, Sex mit ihm haben zu wollen.
Ob es zu sexuellen Handlungen zwischen den beiden gekommen ist, geht aus den Gerichtsunterlagen nicht hervor.