Mann soll Freundin erwürgt haben und anschließend nach Deutschland geflohen sein

Tucson (Arizona/USA) - Der Tod einer Studentin aus dem US-Bundesstaat Arizona sorgt derzeit für zahlreiche entsetzte Gesichter: Vor wenigen Tagen wurde die 19-jährige Julissa Rubi Salazar leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Nun steht ihr Freund Varun Batchigari (20) im Verdacht, die junge Frau umgebracht zu haben, und wurde nun gesucht. Kein einfaches Spiel: Der Mann floh nach Deutschland.

Die 19-jährige Julissa Rubi Salazar wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden - ihr Freund steht im Tatverdacht.  © Screenshot/GoFundMe/Paola Fernandez

Wie das Tucson Police Department mitteilte, wurden die Behörden am 6. August durch Julissas Familie verständigt. Da sie sich Sorgen um die Studentin an der University of Arizona in Tucson machten, setzten ihre Angehörigen einen Notruf ab. Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, konnten sie nur noch den Tod der 19-Jährigen feststellen.

Nach ersten Erkenntnissen deutet alles auf ein Gewaltverbrechen hin - die Untersuchungen dauern an. Im Zuge zahlreicher Vernehmungen und Spurensicherungen am Tatort wurde gegen Julissas Freund Varun ein Haftbefehl wegen Mordes sowie Entführung erlassen.

Eine Mitbewohnerin der Studentin schilderte den Behörden, die 19-Jährige habe sich von dem jungen Mann trennen wollen. Dieser endgültige Schritt habe ihr jedoch große Angst gemacht. Der Grund: Ihr Freund soll bereits in der Vergangenheit aggressives Verhalten gegenüber der Studentin gezeigt haben.

USA Vierfachmord in den USA: Hat die Staatsanwaltschaft einen riesigen Fehler gemacht?

Laut dem Newsportal 13 News habe eine Zeugin wenige Stunden vor Julissas Leichenfund Schreie aus ihrem Zimmer gehört. Die 19-Jährige wies Verletzungen von Strangulation auf. Nach Angaben der Polizei soll Varun nach ihrem Tod die USA verlassen haben und nach Berlin geflohen sein. Sein Ziel: Indien.

In Deutschland konnte der 20-Jährige festgenommen werden. Gegenüber PEOPLE bestätigte das FBI Phoenix, dass sich der Flüchtige derzeit in Gewahrsam befinde und auf ein Auslieferungsverfahren warte.

Anzeige

Spendenaufruf erreichte nach wenigen Tagen über 15.000 US-Dollar

Die Untersuchungen dauern derzeit an: Was genau passiert ist, wird sich zeigen. (Symbolfoto)  © 123RF/korobova1985

Während die Ermittlungen rund um den Tod der 19-Jährigen weiterlaufen, trauert ihre Familie um den Verlust der Studentin. "Julies Leben endete auf tragische Weise. Kein Elternteil sollte jemals den Schmerz erleben müssen, ein Kind zu verlieren", schrieb ein Angehöriger der Verstorbenen auf GoFundMe.

Die eingenommenen Spenden sollen ihrer Beerdigung sowie Gedenkfeier zugutekommen. "Neben der überwältigenden Trauer sehen sie sich mit unerwarteten finanziellen Belastungen konfrontiert", hieß es weiter.

Binnen weniger Tage erreichte der Aufruf zahlreiche Menschen. Mehr als 15.000 US-Dollar (circa 13.000 Euro) wurden bereits gesammelt - etwa 71 Prozent des gesamten Spendenziels.

Mehr zum Thema USA: