Mörderin Christa Pike überlebt zwei Giftspritzen: Arzt sollte schon einmal töten und scheiterte

Nashville (USA) - Die Nachricht der fehlgeschlagenen Hinrichtung von Todeskandidatin Christa Pike (50) ist um die Welt gegangen. Der 50-Jährigen waren am Mittwoch (Ortszeit) im US-Bundesstaat Tennessee zwei Injektionen Pentobarbital verabreicht worden, die eigentlich hätten zum Tode führen sollen. Doch es kam anders. Zufall?

Christa Pike (50) und Tony Carruthers (59) haben viel gemeinsam: beide wurden zum Tode verurteilt, bei beiden ging die Hinrichtung schief.  © Montage: Uncredited/Tennessee Department of Correction/dpa, Tennessee Department of Correction

Die gescheiterte Exekution der verurteilten Mörderin ist nicht das erste ärztliche Malheur in diesem Jahr in Tennessee.

Wie TMZ berichtet, war Dr. Mark Fowler, der die Verabreichung der zwei Todesspritzen an Pike überwacht hatte, auch schon im Mai ärztlicher Leiter einer Exekution - und auch damals ging das Vorhaben daneben.

Am 21. Mai wartete der 1994 wegen dreifachen Mordes verurteilte Tony Carruthers (59) auf seinen Tod. Nachdem es dem Mediziner-Team aber mehr als eine Stunde lang nicht gelungen war, Carruthers zwei gesetzlich vorgeschriebene intravenöse Zugänge zu legen, wurde dessen Hinrichtung abgebrochen.

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Weil der Dreifach-Mörder bei den zahlreichen Versuchen, Infusionsnadeln in seine Arme und Beine sowie einen zentralen Katheter über die Brust zu legen, übel zugerichtet wurde, sprach seine Anwältin im Anschluss von Folter.

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Christa Pike befindet sich in einem kritischen Zustand, liegt aber nicht im Koma

Rettungsfahrzeuge vor der Hochsicherheitsanstalt Riverbend in Nashville.  © George Walker IV/AP/dpa

Dr. Mark Fowler geriet in Carruthers Fall ins Kreuzfeuer, weil sich herausstellte, dass er vor der geplanten Hinrichtung 13 Jahre lang keinen zentral venösen Katheter mehr gelegt haben soll. Sein "Versuchskaninchen" Tony Carruthers sei laut TMZ heute teilweise gelähmt.

Wie es aktuell um die Gesundheit von Christa Pike bestellt ist, ist unklar. Ihr Anwalt Randy Spivey sagte gegenüber The Associated Press, dass seine Mandantin zwar am Leben sei, sich jedoch in einem kritischen Zustand befinden würde.

Pike werde nach ihrer erfolglosen Hinrichtung in einem Krankenhaus in Nashville intensivmedizinisch behandelt, liege aber nicht im Koma. Sollte die 50-Jährige die körperlichen Strapazen überleben, bleibt abzuwarten, wie es mit der Todeskandidatin weitergeht.

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Tennessee-Gouverneur Bill Lee (66) hat vorerst sämtliche verbleibenden Hinrichtungen bis zum Jahresende ausgesetzt und eine Untersuchung des Falls angeordnet. Dabei dürfte auch das Handeln von Dr. Mark Fowler besprochen werden.

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