Philadelphia (USA) - Tragische Wendung in Vermisstenfällen: Nach über einem Jahrzehnt konnte man sieben Frauen aus den USA mit einem Haus in Verbindung bringen. Darin wurden verstörende Foto- und Videoaufnahmen gefunden.
Ermittler stießen in einem durchsuchten Haus in Philadelphia, Pennsylvania, auf über eine Million Bilder und Videos, wie NBC News berichtete.
Beamte sollen dort demnach Material von bewusstlosen, verletzten oder toten Frauen gefunden haben. Fünf von ihnen wurden seit dem von der Polizei als tot gemeldet – auch wenn bisher noch keine Leichen gefunden wurden.
Ein verdächtiger Mann, Raymond "RC" Horsch, wird nun verstärkt ins Visier genommen. Er starb vergangenes Jahr im Alter von 82 Jahren und arbeitete als Fotograf für pornografische Inhalte.
Frank Vanor, der stellvertretende Polizeikommissar, soll laut NBC News erklärt haben, dass man 58 Frauen durch das Material identifizieren konnte.
Vier von ihnen sollen leblos oder bewusstlos abgelichtet worden sein, zehn weitere starben außerhalb des Horror-Hauses – vermutlich an einer Überdosis.
Was die Ermittler noch erwartet, weiß man derzeit nicht. Bisher wurden nur 30 Prozent der gefundenen Inhalte ausgewertet.
Durch Zufall auf die richtige Spur gekommen
Auf einem der Videos soll Raymond nackt mit einer Frau zu sehen sein, die scheinbar unter Drogen steht. Man sehe, wie der Mann sie ans Bett fesselt und einen Kabelbinder um ihren Hals schnürt.
Das Opfer wird bewusstlos, doch die Polizisten konnten nicht eindeutig feststellen, ob das zum Tod führte.
Die entsetzlichen Hintergründe gelangten durch eine alltägliche Verkehrskontrolle ans Licht. Der 44-jährige Eugene Horsch, Raymonds Sohn, parkte im Juni seinen BMW falsch und wurde kontrolliert.
Dabei bemerkte die Polizei gefälschte Ausweisdokumente. Im Auto waren zudem Papiere von Blair Tonzelli, einer Frau, die seit 2023 als vermisst gilt.
Auch Handfeuerwaffen, illegale Drogen mit einem Wert von etwa 8000 US-Dollar (etwa 6970 Euro) und weitere gefälschte Dokumente wurden bei der Durchsuchung gefunden.
Das brachte den Fall ins Rollen. Die Ermittler durchsuchten das Haus der Horschs und fanden unter anderem fünf Urnen mit Asche und Behälter mit öligen, nicht identifizierten Substanzen.
Diese wurden in einem mutmaßlichen Heimlabor sichergestellt.