Austin (Texas/USA) - Ein heftiger Sturm, plötzlich ein Krachen - dann begräbt ein ganzes Haus zwei Arbeiter unter sich. Für einen von ihnen kommt jede Hilfe zu spät.
Das Unglück ereignete sich am 27. August auf einer Baustelle in Austin im US-Bundesstaat Texas, wie KXAN berichtet.
Vier Männer arbeiteten am Rohbau eines Hauses, als heftiger Regen und Windböen mit Geschwindigkeiten von rund 80 bis 110 Kilometer pro Stunde über das Gelände fegten.
Nach Angaben der Rettungskräfte verschob der Wind die Konstruktion - schließlich stürzte das gesamte Haus ein. Zwei Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, zwei weitere wurden unter dem Holzrahmen eingeschlossen.
Wie Fotos von der Unglücksstelle zeigen, lag der gewaltige Dach- und Holzaufbau anschließend nahezu vollständig am Boden. Feuerwehrleute suchten zwischen den Trümmern nach den Verschütteten.
Weil das eingestürzte Gebäude instabil war, mussten die Helfer äußerst vorsichtig vorgehen. Ein weiterer Einsturz hätte sowohl den Verschütteten als auch die Rettungskräfte gefährden können.
Einer der Männer erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort für tot erklärt wurde. Der zweite eingeschlossene Arbeiter wurde an Beinen und Knöchel verletzt und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Ermittler untersuchen jetzt die Tragödie
Der überlebende Arbeiter ist inzwischen wieder zu Hause. Seine Tochter Norma Salcido startete nach dem Unglück eine Spendenaktion auf GoFundMe, um ihren Vater bei den anfallenden Kosten zu unterstützen. Demnach erlitt er einen gebrochenen Fuß und Prellungen am Rücken.
Feuerwehrchef Chris Barron erklärte später, der Rohbau sei möglicherweise noch nicht stabil genug für die heftigen Windböen gewesen.
Die Baustelle wurde nach dem Einsturz stillgelegt. Nun untersucht die US-Arbeitsschutzbehörde OSHA, wie es zu dem tödlichen Unglück kommen konnte.