Alaska (USA) - Mehrere Tage lang kämpfte ein Jugendlicher (15) aus Alaska auf einem Boot im eiskalten Beringmeer ums Überleben - bis er gerettet werden konnte. Sein älterer Bruder und sein Cousin kamen bei dem Unglück ums Leben.
Am vergangenen Freitag (4. September) war der Teenager gemeinsam mit seinem Bruder (35) und seinem Cousin (34) zu einem Angelausflug aufgebrochen: In der kalten Beringsee wollte das Trio Heilbutt fischen.
Doch als das kleine Fischerboot der Männer am frühen Sonntagmorgen nicht wie geplant nach Hause zurückkehrte, begann laut "New York Post" eine groß angelegte Suchaktion.
Mit Unterstützung der US-Küstenwache suchten Einsatzkräfte stundenlang nach den Vermissten - bis eine Flugzeugbesatzung sie am Montagmittag (7. September) schließlich entdeckte.
Auf Fotos ist zu sehen, wie der 15-Jährige allein auf dem nach oben ragenden Rumpf des gekenterten Fischerbootes sitzt. Als die Retter den geschwächten Jungen an Bord ihres Schiffes "Northwest Explorer" holten, habe er mit den Zähnen geklappert und erzählt, dass sein Bruder bei dem Unglück ertrunken und sein Cousin in der Nacht zuvor vom Rumpf des Bootes gerutscht sei. Beide Männer konnten nur noch tot geborgen werden.
Der Kapitän des Rettungsschiffes schätzte die Wassertemperatur auf etwa fünf bis zehn Grad Celsius.
Nach Angaben der Familie soll sich das Unglück am Samstagabend (5. September) ereignet haben. Demnach habe sich vermutlich eine Angelschnur im Motor verfangen, was das Fischerboot zum Kentern gebracht habe. Die Ermittlungen zu dem tragischen Unfall dauern an.