USA - In den Vereinigten Staaten ist am Sonntag womöglich ein Amoklauf mit vielen Toten verhindert worden. Laut Mitteilung der Kleinstadt Palatine (Illinois), der örtlichen Polizei und dem FBI soll ein 19-Jähriger geplant haben, einen Anschlag auf eine hinduistische Gebetsstätte zu verüben.
Grund zur Sorge gaben demnach Chat-Nachrichten, die der Verdächtige Alexandros Paporakis verschickt haben soll. Ein Informant meldete die besorgniserregenden Inhalte, wie die Behörden am Mittwoch (Ortszeit) mitteilten.
Noch am Sonntagabend sei Paporakis festgenommen worden, nachdem er seine Wohnung im 68.000-Einwohner-Städtchen Palatine verlassen hatte.
In seiner Bleibe stellten die Ermittler ein Gewehr, mehrere geladene Magazine, Hunderte Schuss zusätzliche Munition sowie taktische Ausrüstung sicher. Darunter auch eine Schutzweste mit einem Aufnäher, dessen Symbolik dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sei.
Außerdem entdeckten die Behörden ein Manifest mit dem Titel "Why I Fought: A.K.A.: (Aurora Shooter’s Manifesto)", das den Inhalten nach Paporakis zugeschrieben werden könne. Aussagen darin ließen auf eine rassistische und extremistische Weltanschauung des 19-Jährigen schließen.
Mutmaßlicher Amokläufer soll Hass auf Menschen mit indischen Wurzeln gehabt haben
Laut Polizei richteten sich entsprechende Gewaltbezüge besonders gegen Menschen mit indischen Wurzeln. Damit ließe sich erklären, warum Paporakis eine Hindu-Stätte als Anschlagsziel am 11. Oktober ausgewählt hatte.
Ein konkreter Ort konnte jedoch noch nicht ermittelt werden. Behörden informierten sicherheitshalber entsprechende Einrichtungen im Umkreis.
Paporakis sitzt derweil weiter in Haft. Ihm wird Terror-Drohung sowie der illegale Besitz eines Gewehrs zur Last gelegt. Ende Oktober soll der 19-Jährige wieder vor Gericht erscheinen.
Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht mehr. Der mutmaßlich rechte Terrorist soll keine Unterstützer gehabt haben.