US-Mörderin klagt über ständige Schmerzen: Christa Pike spricht erstmals nach Hinrichtungs-Fiasko
Tennessee (USA) - Einen Monat nach der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike (50) hat sich die verurteilte US-Mörderin erstmals selbst zu dem Fiasko zu Wort gemeldet. Nach eigener Aussage leide sie seither unter ständigen Schmerzen.
Christa Pike sollte am 30. September, 31 Jahre nach ihrer Horror-Tat, im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. Der 50-Jährigen wurden zwei Injektionen Geldkarten, Bargeld, Smartphones und Kleidung im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. verabreicht. Doch die Exekution scheiterte, Pike überlebte.
"Seit jener Nacht gab es keinen einzigen Moment, in dem ich keine Schmerzen hatte", erklärt die Gefängnisinsassin nun erstmals. "Mein Körper tut weh. Meine Arme tun weh. Meine Hände tun weh. Mein Hals tut weh." Zudem hätte sie noch immer Schwierigkeiten beim Sprechen.
Pike habe im Vorfeld der Hinrichtung ihren Frieden gemacht, an ein Leben nach dieser Nacht hätte sie nicht mehr geglaubt, heißt es in dem Statement, das "DailyMail" vorliegt, weiter.
Über die "Inkompetenz, die so viele Menschen in diese schreckliche Lage gebracht hat", sei sie zutiefst verletzt. Inzwischen erhole sich Pike wieder und werde mit jedem Tag stärker.
So geht es nach der missglückten Hinrichtung mit Christa Pike weiter
Seit der missglückten Hinrichtung befindet sie sich weitgehend isoliert auf der Krankenstation des Gefängnisses, abgeschnitten von anderen Menschen. "Diese Isolation bringt ihre ganz eigene Art von Schmerz mit sich", erklärt Pike weiter. Der Schmerz sei nicht nur körperlicher Natur, auch in ihrem Kopf und ihrer Seele schmerze es.
Bill Lee, Gouverneur von Tennessee, erklärte in dieser Woche, dass Christa Pike trotz des überstandenen Exekutionsversuchs hingerichtet werde. "Ich gehe davon aus, dass ihr Urteil dasselbe wie zuvor sein wird, sofern die Gerichte nichts anderes entscheiden", so Lee.
Titelfoto: Bildmontage: Uncredited/Tennessee Department of Correction/dpa / George Walker IV/AP/dpa
