Myrtle Beach (South Carolina/USA) - Ein stinkendes Mittagessen hat einen US-Polizisten seine Karriere gekostet! Weil er im Streit um aufgewärmten Fisch seine Dienstwaffe auf einen Kollegen gerichtet hatte, ist ein ehemaliger Ermittler im US-Bundesstaat South Carolina jetzt mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Seine Polizeizulassung muss er allerdings dauerhaft abgeben.
Wie "The Smoking Gun" berichtet, bekannte sich Michael DeBiase vor Gericht seines Vergehens gegen die öffentliche Ordnung schuldig.
Er erhielt 90 Tage Bewährung und muss eine Geldstrafe von 350 Dollar zahlen. Außerdem darf er niemals eine erneute Polizeizulassung beantragen.
Auslöser des unglaublichen Vorfalls war ein Mittagessen im Polizeipräsidium von Myrtle Beach.
Ende Mai war DeBiase mit einem Streifenpolizisten aneinandergeraten, weil dieser Fisch in der gemeinschaftlich genutzten Mikrowelle aufgewärmt hatte.
Der unangenehme Geruch brachte den Ermittler offenbar derart in Rage, dass er seine Dienstpistole zog und auf seinen Kollegen richtete.
Seine Polizeikarriere ist nun endgültig vorbei
Der Vorfall hatte bereits damals Konsequenzen. DeBiase wurde zunächst vom Dienst freigestellt.
Eine interne Untersuchung deckte anschließend mehrere Verstöße gegen die Polizeivorschriften auf. Daraufhin wurde der Ermittler entlassen.
Auch strafrechtlich drohten dem Ex-Polizisten zunächst deutlich härtere Konsequenzen.
Ursprünglich war er wegen des rechtswidrigen Richtens einer Schusswaffe auf eine andere Person angeklagt worden. Dabei handelte es sich um einen schwerwiegenden Straftatvorwurf.
Durch eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft konnte DeBiase jedoch eine Verurteilung wegen dieses schwereren Vorwurfs abwenden. Stattdessen bekannte er sich eines geringeren Vergehens schuldig. Ins Gefängnis muss er deshalb nicht.