Wingsuit versagt bei Sprung aus 200 Metern Höhe: Base-Jumper kracht in den Tod
Hyrum (Utah/USA) - Ein Sprung in die Tiefe, dann geht plötzlich alles schief: Ein 27-jähriger Base-Jumper ist bei einem Wingsuit-Flug im US-Bundesstaat Utah tödlich verunglückt. Obwohl der Mann Erfahrung mit dem Extremsport hatte, wurde ihm sein Sprung von einem mehr als 200 Meter hohen Absprungpunkt zum Verhängnis.
Das Unglück ereignete sich am Sonntagmorgen gegen 9.10 Uhr im Cache County, wie "People" berichtet.
Der 27-Jährige war dort gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt zehn Base-Jumpern unterwegs. Dann wagte er den Sprung von einem rund 213 Meter hohen Punkt in der Bergregion bei Hyrum.
Kurz nach dem Absprung kam es zur Katastrophe. Der Wingsuit des Mannes entwickelte nach Angaben von Behörden nicht genügend Auftrieb. Der 27-Jährige verlor an Höhe und raste in Richtung Boden.
Laut Sheriff-Stellvertreter Doyle Peck sei bei dem Sprung "etwas schiefgegangen". Der Mann sei durchaus erfahren in dieser Art von Aktivität gewesen. Der 27-Jährige schlug schließlich mit hoher Geschwindigkeit auf dem Boden auf. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Schon 15 Todesfälle in diesem Jahr registriert
Nach dem Unglück wurden zwei Helikopter zur Unglücksstelle geschickt, um den Leichnam zu bergen. Auch Such- und Rettungskräfte sowie Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Die Identität des Mannes wurde zunächst nicht veröffentlicht. Seine Familie sollte erst über seinen Tod informiert werden. Die Behörden sprachen den Angehörigen und Freunden ihr Mitgefühl aus.
Base-Jumping gilt als extrem riskanter Sport. Gesprungen wird von festen Objekten wie Gebäuden, Antennen, Brücken oder Felsen. Laut der "BASE Fatality List" wurden seit 1981 weltweit insgesamt 541 Todesfälle registriert. In diesem Jahr waren es bereits 15.
Titelfoto: Marco BERTORELLO / AFP
