Zara sorgt mit Halloween-Kostüm im Auschwitz-Stil für Shitstorm

Berlin - Halloween steht kurz bevor und somit ist es keine Überraschung, dass in den Läden und Webshops der Klamottenmarken verschiedene Kostüme für Groß und Klein angeboten werden. Der spanische Modekonzern Zara sollte mit seiner Wahl des diesjährigen Angebots allerdings für Furore sorgen. Kritiker werfen der beliebten Kleidungskette vor, dass ein Halloween-Kostüm für Kinder ausgerechnet an die Uniformen, wie sie damals Auschwitz-Häftlinge tragen mussten, erinnert.

Dieses Halloween-Kostüm bot Zara zuletzt auf ihrer Website an. Es geriet wegen der Ähnlichkeit zu der Uniform von KZ-Häftlingen in Kritik.  © Bildmontage/Screenshot/Zara.de, Screenshot/Googlesuche

In der Abteilung für Jungen bot das Fast-Fashion-Unternehmen für 39,99 Euro auf seiner Website das Halloween-Kostüm "Bräutigam" an. Der Artikel wurde im Shop als "Kinderkostüm mit vertikalen Streifen, Ziersteppnähten, Reversblume und Used-Optik" beschrieben. Mittlerweile ist das Set aus Strickjacke und Shorts in grau-blau von der Zara-Seite verschwunden.

Kritiker hatten dem Inditex-Ableger laut "Independent" zuvor vorgeworfen, dass die vertikalen Streifen, der abgenutzte Look und der Oversized-Schnitt eine beunruhigende Ähnlichkeit mit der Kleidung aufweist, die Insassen von Konzentrations- und Vernichtungslagern in der Zeit des Holocausts tragen mussten.

Einige sahen in den künstlichen Flicknähten zudem eine Anspielung auf die Zäune der nationalsozialistischen Konzentrationslager, in denen zwischen 1933 und 1945 Millionen Menschen starben.

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Und dann wäre da noch die künstliche Blume, die Zaras Designer auf der Brustseite der Klamotte anbrachten. Damals trugen KZ-Häftlinge an derselben Stelle ein Kennzeichen, um die Gefangenen kenntlich zu machen und zu gruppieren - darunter auch Stoff-Dreiecke in Rot.

Im Netz brach unter den Usern eine Welle der Empörung aus: "@ZARA Was zur Hölle ist das?", fragt eine Nutzerin auf "X" und teilte dort auch einen Screenshot des Zara-Artikels aus dem Webshop. "Warum verkauft ihr Halloween-Kostüme für Kinder, die wie KZ-Häftlingskleidung aussehen?"

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Nach Shitstorm: Zara nimmt Kostüm aus dem Verkauf

Gefangene während des Holocaust mussten in den Konzentrationslagern gestreifte Uniformen samt Kennzeichen auf der Brust tragen.  © Bildmontage: 123/castka, 123rf/ serezniy

Auch die "Jüdische Allgemeine" griff das Thema auf und berichtete über das fatale Kleidungsstück. Demnach hätte Zara auf eine Anfrage von "Jewish Chronicle" bestätigt, dass das Produkt nicht mehr erhältlich ist. "Das erwähnte Halloween-Kostüm wird nicht mehr verkauft", so ein Sprecher.

Und wirklich: Sucht man nach dem Artikel, erscheint zwar in den Google-Ergebnissen noch eine Vorschau des Kostüms, beim Klick auf den angezeigten Link gelangt man dann aber zu einer Fehlermeldung auf der Zara-Website. "Dieser Artikel ist leider nicht mehr verfügbar", heißt es dort.

Bereits im Jahr 2014 geriet Zara in die Schlagzeilen, als online ein gestreiftes Kinder-Pyjamaoberteil angeboten wurde, auf dem ein sechseckiger Stern prangte. Schnell zogen Kritiker Verbindungen zum Davidstern, den Juden während der NS-Zeit offen auf der Kleidung tragen mussten.

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Ähnlich wie beim aktuellen Fall wurde das Produkt rasch aus dem Verkauf genommen.

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