Zu wenig Schnee im Skigebiet: Statt Wintersport gibt es Wanderungen mit tierischer Begleitung

Genf - Viel Regen und Temperaturen um zehn Grad: In vielen niedrig gelegenen Skigebieten der Schweiz sieht es zurzeit schlecht aus mit dem Wintersport.

Spaß im Schnee ist nur in vereinzelten Gebieten möglich.
Spaß im Schnee ist nur in vereinzelten Gebieten möglich.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Bei Temperaturen um die zehn Grad ist auch die Produktion von Kunstschnee nicht mehr möglich.

Die Regionen werden deshalb erfinderisch.

"Wir haben seit Heiligabend wieder auf Sommerbetrieb umgestellt", sagte eine Mitarbeiterin im Skigebiet Sattel-Hochstuckli in der Zentralschweiz zwischen Vierwaldstätter- und Zürichsee am Freitag.

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Mitarbeiter, die sonst für die Beschneiung der Pisten zuständig sind, wienern jetzt die 600 Meter lange Sommerrodelbahn, die in Betrieb ist, wenn es nicht regnet. Sie liegt auf 1200 Metern. "Oben ist alles grün", sagte die Mitarbeiterin.

Im höhergelegenen Wintersportort Flumserberg in der Ostschweiz ist nur ein gutes Drittel der 65 Pistenkilometer geöffnet.

Zum exotischen Angebot gehört auch Yoga und Wandern mit Ziegen

Neben Ziegen kann man die Berglandschaft auch zusammen mit Alpakas erkunden. (Symbolbild)
Neben Ziegen kann man die Berglandschaft auch zusammen mit Alpakas erkunden. (Symbolbild)  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Dafür bietet die Region Yoga und Pilates auf mehr als 2000 Metern Höhe und eine Hüpfburg im Skigebiet - alles mit der Lift-Tageskarte für umgerechnet rund 70 Euro inbegriffen. Die Tourismus-Verantwortlichen bieten Familien Wanderungen in Begleitung von Alpakas und Ziegen an.

Bei den höhergelegenen Skigebieten geht mehr auf den Pisten. Im Skigebiet Davos-Klosters mit Skigebieten bis auf etwa 2800 Meter Höhe sind rund drei Viertel der Anlagen in Betrieb.

Im Tal liegen aber auch nur 15 Zentimeter Schnee. Im laut Eigenwerbung höchstgelegenen Skigebiet Europas bei Zermatt mit Blick auf das Matterhorn gibt es Lifte auf mehr als 3000 Meter. Rund 100 der gut 200 Kilometer Skipisten sind geöffnet, die Hälfte der Anlagen in Betrieb. Im Ort selbst liegt gerade mal zehn Zentimeter Schnee.

Titelfoto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

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