Baby stirbt nach großflächigen Verbrühungen: Eltern festgenommen

Gera/Pößneck - Nach großflächigen Verbrühungen ist ein zehn Monate altes Baby in Pößneck gestorben.

Für ihren fahrlässigen Umgang mit ihrem Baby müssen sich die Eltern verantworten. (Archivbild)
Für ihren fahrlässigen Umgang mit ihrem Baby müssen sich die Eltern verantworten. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das kleine Mädchen habe die Verbrühungen am vergangenen Freitag in der Wohnung der Familie aus bislang ungeklärter Ursache erlitten, teilte die Staatsanwaltschaft Gera am Mittwoch auf Anfrage mit.

Die 24 und 27 Jahre alten Eltern hätten das Kind nicht sofort ärztlich behandeln lassen, sondern die Verbrühungen notdürftig selbst versorgt. Das Kind starb zwei Tage später. Gegen die Eltern sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Amtsgericht Gera am Montag Haftbefehl erlassen worden.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde haben die bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, dass die großflächigen Verbrühungen in Verbindung mit einer daraus resultierenden Sepsis den Tod des Babys verursacht haben.

Baby erbricht ständig und muss ins Krankenhaus, weil seine Mutter es mit Mandelmilch füttert!
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Die Eltern waren am Sonntag vorläufig festgenommen worden. Gegen das Paar wird wegen des Verdachts des Totschlags durch Unterlassen ermittelt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich nach deren Angaben jetzt vor allem darauf, wie es zu den Verbrühungen gekommen ist. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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